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10.09.2026 | 05:00

Springt Nel ASA jetzt wieder an? Bayer wird von Analysten wachgeküsst! RE Royalties lockt mit Dividende!

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Bildquelle: Pixabay

Wir blicken heute auf drei Unternehmen, die alle möglicherweise an einem entscheidenden Wendepunkt stehen. Der Wasserstoff-Spezialist Nel ASA kämpft gegen die Zeit und muss beweisen, dass die prallen Auftragsbücher auch echte Gewinne einbringen können. Auf der anderen Seite steht Bayer als Konzern, der sich nach tiefen Krisenjahren und Kursen um 20 EUR sowie nahezu endlosen Rechtsstreitigkeiten wie ein Phönix aus der Asche erhoben hat und noch weiter nach oben möchte. Zu guter Letzt schauen wir uns RE Royalties an. Der Projekt-Finanzierer hat sich geschickt für die Energiewende positioniert und schüttet hohe Erträge für die Aktionäre aus. Wir werfen für Sie einen Blick auf die Zahlen, die Charttechnik und die Wahrheit hinter den jüngsten Nachrichten.

Lesezeit: ca. 6 Min. | Autor: Matthias Schomber
ISIN: BAYER AG NA O.N. | DE000BAY0017 , NEL ASA NK-_20 | NO0010081235 , RE ROYALTIES LTD | CA75527Q1081 | TSXV: RE , OTCQX: RROYF

Inhaltsverzeichnis:


     

    Der Autor

    Matthias Schomber

    Aufgewachsen im hessischen Gießen, entdeckte Matthias Schomber schon in den frühen 1990er Jahren seine Leidenschaft für die Finanzmärkte – in einer Zeit, als der Börsenhandel noch eher ein Metier für echte, eingefleischte Börsianer war. Er arbeitete dort nach seiner Banklehre für ein Privatbankhaus und erlebte auf dem Frankfurter Börsenparkett live und hautnah den Aufstieg und Fall des Neuen Marktes mit und zog daraus Lektionen, die bis heute sein Denken als Trader, Autor und Handelssystementwickler prägen.

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    Tag-Cloud


    Aktien-Cloud

    Nel ASA: Wasserstoff-Pionier im Wettlauf gegen die Zeit!

    Der Markt für erneuerbare Energien ist hart umkämpft, und Nel ASA spürt diesen Druck derzeit von allen erdenklichen Seiten. Während die langfristige Vision einer grünen und emissionsfreien Wasserstoffwirtschaft in der Politik hierzulande und in Europa intakt bleibt, herrscht im operativen Alltag der raue Wind der wirtschaftlichen Realität. Die Auftragsbücher platzen zwar „aus allen Nähten“, doch der entscheidende Test für das Management steht erst noch bevor. Die jüngsten Quartalszahlen aus Norwegen offenbaren nämlich eine gefährliche Diskrepanz zwischen dem Auftragseingang und dem tatsächlichen, hart erarbeiteten Umsatz. Der Aktienkurs dümpelt daher wohl auch derzeit gefährlich nahe am Jahrestief herum. Er braucht dringend Schwung, um einen weiteren Absturz zu verhindern.
    Die Zahlen des zweiten Quartals waren so mittelmäßig. Ein massiver Auftragssprung von beeindruckenden 224 % zeigt, dass die großen Industriekunden das Vertrauen in die fortschrittliche Elektrolyseur-Technologie keinesfalls verloren haben. Der Auftragseingang kletterte rasant auf umgerechnet rund 19,5 Mio. EUR, was den gesamten Auftragsbestand auf ein beruhigendes Polster von über 102 Mio. EUR anwachsen ließ. Allerdings sank der tatsächliche Vertragsumsatz im gleichen Zeitraum um 12 % auf nur noch knapp 13 Mio. EUR. Ebenso belastet ein negatives operatives Ergebnis in Höhe von rund -13,1 Mio. EUR die Bilanz und kratzt weiter an der Laune der Aktionäre.
    Der kommende Quartalsbericht am 21. Oktober könnte daher zum nächsten, vielleicht auch ultimativen Schicksalstag für den norwegischen Wasserstoff-Spezialisten werden. Die absolut zentrale Frage für den Markt lautet dann wohl, ob das Management den gewaltigen Auftragsstau endlich in profitabel abrechenbare Rechnungen verwandeln kann. Erst wenn sich der massive Auftragsbestand zügig und verlässlich in bares Geld verwandelt, hat die Aktie deutliches Erholungspotenzial. Der offene Chefposten nach dem überraschend angekündigten Rückzug des bisherigen Geschäftsführers sorgt für weitere unnötige Verunsicherung bei den ohnehin schon nervösen Anlegern. Die Zeit drängt extrem, denn die Geduld der treuen Investoren ist nach den langen, verlustreichen Durststrecken nun fast komplett aufgebraucht.
    Vom eher rauen Klima der nordischen Wasserstoffindustrie geht unser Blick nun in die Welt der Pharma- und Agrarchemie – zu Bayer!

    Bayer: Der schlafende Riese vor dem großen Turnaround!

    Bayer hat extrem unruhige und nervenaufreibende Monate und Jahre hinter sich, die maßgeblich von den teuren juristischen (Nach-)Folgen der Monsanto-Übernahme geprägt waren. Der einst wertvollste Konzern im deutschen Leitindex rutschte in der Gunst der Aktionäre historisch tief ab. Von diesen Tiefs hat er sich aber wieder deutlich erholt und ein frisches und unerwartet hohes Kursziel des Analysehauses Barclays rüttelt den Markt auf und schürt die konkrete Hoffnung auf weitere Kurssteigerungen. Mit einer Anhebung auf 70 EUR sehen die britischen Experten ein Kurspotenzial von über 40 %, was der Aktie sofort sichtbares neues Leben einhauchte.
    Operativ liefert der Konzern aus Leverkusen derzeit durchaus solide und überzeugende Argumente für diese aufkommende Zuversicht an der Börse. Im abgelaufenen zweiten Quartal konnte der Gesamtumsatz auf 10,9 Mrd. EUR gesteigert werden. Maßgeblich trug dazu auch das erfreulich starke Agrargeschäft bei. Besonders das Umsatzwachstum völlig neuer Medikamente beweist, dass der Konzern seine Innovationskraft in der Forschung keineswegs eingebüßt hat. So kletterten die weltweiten Erlöse für das wichtige Nierenmedikament Kerendia um 75 % auf beachtliche 603 Mio. EUR. Parallel dazu konnte die enorm wichtige Agrarsparte ihr operatives Ergebnis um mehr als 30 % verbessern, was die strategische Erholung des Kerngeschäfts eindrucksvoll unterstreicht.
    Trotz einer eher schmalen Dividendenrendite kann die Aktie durch ihre fundamentale Unterbewertung im internationalen Pharma-Branchenvergleich punkten. Das von Analysten erwartete Gewinnwachstum der nächsten Jahre sucht in der gesamten Vergleichsgruppe regelrecht seinesgleichen. Ein in den USA noch ausstehender, milliardenschwerer juristischer Sammelvergleich in Höhe von 7,25 Mrd. USD könnte zudem endlich den lang ersehnten und erlösenden Schlussstrich unter das ruinöse Glyphosat-Drama ziehen. Das wäre immens wichtig für Bayer.
    Die Kombination aus einer gut gefüllten Forschungspipeline und einer zunehmenden juristischen Klarheit könnte den Aktienkurs schon bald wieder kräftig befeuern und nach oben hieven. Dann wäre das Kursziel bei 70 EUR vielleicht gar nicht mehr so unrealistisch.
    Unser drittes Unternehmen ist eher noch unbekannt und steht nicht so im Rampenlicht wie Bayer oder Nel. Es kommt aus Nordamerika und hat ein überaus smartes Konzept für die grüne Energiewende.

    RE Royalties: Der heimliche Profiteur der grünen Revolution!

    Die globale und politisch gewollte Energiewende benötigt und verschlingt jeden Tag irrsinnige Summen an frischem Kapital. Genau da setzt das kanadische Finanzunternehmen RE Royalties äußerst geschickt an. Anstatt selbst die teuren und wartungsintensiven Solarparks oder riesige Windräder zu bauen, stellt das Unternehmen den Projektentwicklern das benötigte Geld zur Verfügung und sichert sich im Gegenzug lukrative und sehr langfristige Lizenzgebühren.
    Dieses auf den ersten Blick einfach anmutende, aber dennoch durchdachte Geschäftsmodell kombiniert nachhaltige Energieprojekte direkt mit berechenbaren Einnahmen und stetigen Zahlungsströmen. Der clevere Ansatz reduziert die operativen Bau- und Betriebsrisiken für das Unternehmen, ermöglicht aber gleichzeitig ein starkes, kontinuierliches Wachstum durch die Reinvestitionen der Gewinne.
    Vor knapp einem Monat, am 5. August, gab RE Royalties eine Erweiterung seines bereits stark diversifizierten Portfolios bekannt. Es investierte zielstrebig eine weitere Tranche in Höhe von 1,00 Mio. USD in ein starkes amerikanisches Solarprojekt des Partners Solaris Energy und baute das Gesamtengagement dort auf beachtliche 4,80 Mio. USD aus. Mit dieser millionenschweren und strategischen Finanzierung sichert sich das Unternehmen wertvolle Marktanteile im boomenden Sektor der nordamerikanischen erneuerbaren Energien.

    Gleichzeitig wurde eine weitreichende Absichtserklärung über ein Volumen von bis zu 67,50 Mio. USD unterzeichnet, um in naher Zukunft gemeinsam bis zu 83 weitere vielversprechende Solarprojekte zu finanzieren. Das zeigt der Börse eindrucksvoll, mit welcher Dynamik das Unternehmen sein Lizenznetzwerk derzeit über den ganzen Kontinent ausrollt.
    Finanziell besticht das Unternehmen seit geraumer Zeit durch einen verlässlichen und stetigen Cashflow, der auch die regelmäßige Zahlung von attraktiven Ausschüttungen an die Anteilseigner ermöglicht. Mit einer beeindruckenden Dividendenrendite von teilweise über 10 % !!! zieht die vergleichsweise unbekannte Aktie völlig unweigerlich die Blicke von Renditejägern auf sich.

    Diese außergewöhnlich hohe Ausschüttung macht den Wert gerade für einkommensorientierte Anleger zu einem äußerst spannenden und strategisch wertvollen Beimischungskandidaten für das Depot. Das eingenommene Kapital wird von der Geschäftsführung effizient eingesetzt, um die Rendite für die Aktionäre langfristig und nachhaltig zu maximieren.
    Beim Blick auf den Chart sieht man derzeit ein äußerst interessantes Setup für mutige Anleger. Die Aktie von RE Royalties müsste die markante Wimpelformation jetzt bei 0,40 bis 0,42 CAD zügig nach oben hin verlassen, um den Aufwärtstrend von Dezember 2025 bis März 2026 wieder dynamisch aufzunehmen. In jener charttechnisch extrem starken Phase hatte sich das Papier von circa 0,22 CAD auf starke 0,45 CAD zur Freude der Anleger quasi verdoppelt. Nach unten hin existiert eine robuste und verlässliche horizontale Unterstützung im Bereich zwischen 0,35 und 0,40 CAD. Sollte der Kurs jetzt wieder nach oben kräftig an Fahrt aufnehmen, liegt ein erstes realistisches Kursziel laut der klassischen Charttechnik in der Region um 0,50 CAD vor. Bei einem Ausbruch darüber rücken dann auch relativ schnell die höheren Marken von 0,60 bis 0,70 CAD direkt ins Visier der Bullen.

    Es fehlt nicht mehr viel und dann könnte die Aktie von RE Royalties ausbrechen und weiter durchstarten!

    Fazit:

    Nel ASA bleibt das Paradebeispiel einer echten und riskanten Spekulation auf die unvermeidliche grüne Zukunft, die nun aber zwingend und vor allem kurzfristig handfeste finanzielle Resultate liefern muss, um nicht noch weiter in der Gunst der Aktionäre abzustürzen. Bayer präsentiert sich als der ehemalige Sanierungsfall im deutschen Aktienindex, der mit seiner robusten operativen Substanz und einem möglichen juristischen Befreiungsschlag in den USA ein weiterhin enormes Aufwärtspotenzial für mutige Investoren bietet. RE Royalties hingegen agiert als der stille, aber äußerst lukrative Nutznießer der weltweiten Energiewende. Das Unternehmen wächst, zahlt seinen Anlegern starke Renditen und bietet zudem charttechnisch ein überaus interessantes Bild für einen baldigen Ausbruch.


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    Der Autor

    Matthias Schomber

    Aufgewachsen im hessischen Gießen, entdeckte Matthias Schomber schon in den frühen 1990er Jahren seine Leidenschaft für die Finanzmärkte – in einer Zeit, als der Börsenhandel noch eher ein Metier für echte, eingefleischte Börsianer war. Er arbeitete dort nach seiner Banklehre für ein Privatbankhaus und erlebte auf dem Frankfurter Börsenparkett live und hautnah den Aufstieg und Fall des Neuen Marktes mit und zog daraus Lektionen, die bis heute sein Denken als Trader, Autor und Handelssystementwickler prägen.

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    Weitere Kommentare zum Thema:

    Kommentar von Matthias Schomber vom 10.09.2026 | 05:05

    Panzer, Windräder und Diesel-Sparen: Jetzt bei Deutz, Nordex und dynaCERT einsteigen?

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    Während in Deutschland nach der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt das Hauen und Stechen der Parteien wegen möglicher Koalitionsbildungen losgeht, präsentiert sich der globale Aktienmarkt als ein Spielfeld, wo traditionelle Industriestärke, grüne Energiewende und technologischer Wandel aufeinandertreffen. Deutz hat mit einem Milliarden-Deal im Verteidigungssektor für Furore gesorgt, Nordex erlebte durch Analysten-Hochstufungen einen beeindruckenden Anstieg. Bei dynaCERT sollte jetzt wohl endlich die Cleantech-Story aufgehen. Es riecht jetzt ganz stark nach Durchbruch. Wo verbergen sich die besten Chancen bei diesen Unternehmen und welche Risiken müssen Anleger auf dem Schirm haben? Wir beleuchten die aktuellen Zahlen, Kursziele sowie entscheidende Chartmarken.

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    Kommentar von Lars Winter vom 26.08.2026 | 05:00

    Money, Money, Money: Bei RE Royalties, Aumann und Pfizer kommen Dividendenliebhaber auf ihre Kosten

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    Dividenden sind weit mehr als ein Trostpflaster für schwächere Börsenphasen. Gewinnausschüttungen steuern in der Regel einen großen Teil der Gesamtrendite von Aktien bei. Zudem schwanken Dividenden meist deutlich weniger als Gewinne und Aktienkurse. Eine hohe Rendite allein ist dennoch kein Qualitätssiegel. Sie kann auch die Folge eines Kurssturzes, einer überdehnten Ausschüttungsquote oder einer bevorstehenden Kürzung sein. Viele Dividendenliebhaber suchen daher auch Verlässlichkeit. Die drei ausgewählten Dividenden-Aktien decken unterschiedliche Spielarten ab: RE Royalties lockt mit einer zweistelligen Rendite und der größten Kursfantasie, bringt aber auch das höchste Risiko mit. Aumann wiederum steht als kurzfristige Spekulation für eine üppige, weitgehend aus der prall gefüllten Kasse finanzierte Sonderdividende. Pfizer dagegen bietet die niedrigste Rendite des Trios, dafür aber die längste und verlässlichste Ausschüttungshistorie. Wir stellen die Aktien näher vor.

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    Kommentar von Matthias Schomber vom 25.08.2026 | 05:00

    Evotec, Palantir, dynaCERT: 3 Aktien, 3 Geschichten! Welche Aktie performt am besten?

    • Wasserstoff
    • Diesel
    • Biotech
    • ki
    • ki lösungen

    Palantir, Evotec und dynaCERT sind 3 Unternehmen aus unterschiedlichen Branchen. Der KI-Spezialist aus den USA feiert ein Umsatzplus von 93 % und lässt Shortseller bluten. Der Hamburger Biotech-Konzern Evotec dagegen steckt tief in der Krise, schreibt rote Zahlen und kämpft mit einem Sparkurs um die Wende. Und dann ist da noch dynaCERT, das mit einer patentierten Wasserstofftechnologie den Dieselmotor zwar nicht neu erfinden will, aber revolutionieren könnte. Welche Aktie könnte am besten performen und wo lohnt sich ein genauer Blick? Wo wird Mut belohnt? Wir schauen es uns für Sie genauer an!

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