10.09.2026 | 05:05
Panzer, Windräder und Diesel-Sparen: Jetzt bei Deutz, Nordex und dynaCERT einsteigen?
Während in Deutschland nach der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt das Hauen und Stechen der Parteien wegen möglicher Koalitionsbildungen losgeht, präsentiert sich der globale Aktienmarkt als ein Spielfeld, wo traditionelle Industriestärke, grüne Energiewende und technologischer Wandel aufeinandertreffen. Deutz hat mit einem Milliarden-Deal im Verteidigungssektor für Furore gesorgt, Nordex erlebte durch Analysten-Hochstufungen einen beeindruckenden Anstieg. Bei dynaCERT sollte jetzt wohl endlich die Cleantech-Story aufgehen. Es riecht jetzt ganz stark nach Durchbruch. Wo verbergen sich die besten Chancen bei diesen Unternehmen und welche Risiken müssen Anleger auf dem Schirm haben? Wir beleuchten die aktuellen Zahlen, Kursziele sowie entscheidende Chartmarken.
Lesezeit: ca. 4 Min.
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Autor:
Matthias Schomber
ISIN:
DYNACERT INC. | CA26780A1084 | TSX: DYA , OTCQB: DYFSF , DEUTZ AG O.N. | DE0006305006 , NORDEX SE O.N. | DE000A0D6554
Inhaltsverzeichnis:
Der Autor
Matthias Schomber
Aufgewachsen im hessischen Gießen, entdeckte Matthias Schomber schon in den frühen 1990er Jahren seine Leidenschaft für die Finanzmärkte – in einer Zeit, als der Börsenhandel noch eher ein Metier für echte, eingefleischte Börsianer war. Er arbeitete dort nach seiner Banklehre für ein Privatbankhaus und erlebte auf dem Frankfurter Börsenparkett live und hautnah den Aufstieg und Fall des Neuen Marktes mit und zog daraus Lektionen, die bis heute sein Denken als Trader, Autor und Handelssystementwickler prägen.
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Deutz: Rüstungsdynamik!
Der Traditionskonzern Deutz befindet sich in einem Umwälzungsprozess, auf gut Neudeutsch einer Transformation. Das Kölner Unternehmen entwickelt sich zunehmend von einem klassischen Motorenhersteller zu einem gefragten Systemintegrator. Treiber dieser Entwicklung ist vor allem der Einstieg in das Rüstungsgeschäft. Mit der genehmigten Übernahme der Flensburger Fahrzeugbau Gesellschaft für rund 1,6 Milliarden EUR stellt Deutz die Weichen für die Zukunft teilweise völlig neu. Das Geschäft mit militärischen Fahrzeugen verspricht langfristige Verträge und stabile Erträge.
Operativ untermauern die Kölner ihren Kurs mit überzeugenden Halbjahreszahlen. Der Umsatz kletterte im ersten Halbjahr um 10,7 % auf 1,12 Milliarden EUR. Das bereinigte EBIT sprang sogar um 43,1 % auf 79,7 Millionen EUR an. Die Marge verbesserte sich dadurch von 5,5 auf 7,1 %. Auch der Auftragseingang zeigte mit einem Plus von 28,7 % auf 1,3 Milliarden EUR eine starke Nachfrage. Zwar sank der Nettogewinn im zweiten Quartal auf 11,40 Millionen EUR bei einem Umsatz von 585,30 Millionen EUR, doch das Management hält an der Jahresspanne fest. Das Umsatzziel liegt bei 2,3 bis 2,5 Milliarden EUR.
Neben der Rüstung baut Deutz das Stammgeschäft gezielt aus. Gemeinsam mit Kirloskar Oil Engines wird ein neuer 1,6-Liter-Dieselmotor entwickelt. Zudem startet in Ulm die Serienfertigung des unbemannten Bodensystems Gereon. Analysten werten die Schritte äußerst positiv.
Warburg Research z. B. hob das Kursziel jüngst auf 19 EUR an. Andere Experten sehen das Potenzial bei 18 EUR. Die Aktie kletterte zuletzt auf über 13 EUR. Noch ist also Luft bis zu den Kurszielen!
Bis 2030 peilt Deutz sogar 4 Milliarden EUR Umsatz und 10 % Marge an.
Nordex: Doppelter Analysten-Schwung bringt Kursexplosion
Während Deutz den Schritt Richtung Rüstung weiter wagt, stärkt den Windkraftanlagenbauer Nordex kräftiger Rückenwind aus der Finanzwelt. Das Hamburger Unternehmen kämpfte lange Zeit mit gestörten Lieferketten und Margendruck. Doch diese Probleme scheinen nun Stück für Stück der Vergangenheit anzugehören.
Gleich zwei Große aus der Bankenwelt gaben der Nordex-Aktie kürzlich einen gewaltigen Impuls. Die Bank of America stufte das Papier von Neutral auf Buy hoch und setzte ein Kursziel von 54 EUR an. Kurze Zeit später zog die Citigroup nach. Sie hob die Empfehlung ebenfalls auf Buy mit einem Ziel von 50 EUR. Die Analysten loben vor allem die starke Marktposition in Deutschland und die Erholung der globalen Logistikketten. Die Aktie reagierte prompt und verzeichnete einen knapp zweistelligen Kurssprung auf über 40 EUR. Damit überwand die Aktie auch wichtige charttechnische Signale, wie z. B. die 200-Tage-Linie.
Auch operativ untermauert Nordex das Vertrauen der Investoren. Kürzlich sicherte sich der Konzern einen Großauftrag aus den USA über 325 Megawatt. Dieser beinhaltet die Lieferung von 55 Windturbinen. Weitere Aufträge aus der Türkei und Deutschland füllen die Auftragsbücher zusätzlich.
Einige Anleger blicken nun gespannt auf den 30. Oktober. An diesem Tag präsentiert Nordex die Zahlen zum dritten Quartal. Erwartet wird ein Umsatz von rund 2,22 Milliarden EUR. Seit Jahresbeginn hat die Aktie bereits über 40 % zugelegt. Kommt es da auch zu einer positiven Überraschung, dann könnte die Aktie tatsächlich schon bald den Sprung Richtung 50 EUR machen.
dynaCERT: Steht die Aktie vor dem Ausbruch?
So stark die großen Projekte von Nordex zur Energiewende beitragen, so real bleibt der weltweite Bestand an Millionen Dieselmotoren. Genau hier setzt das kanadische Cleantech-Unternehmen dynaCERT an. Nach Jahren verhaltener Entwicklung arbeitet das Management intensiv an der kommerziellen Skalierung. Unter der Führung von CEO Kevin Unrath vollzieht dynaCERT den Wandel vom Pilotprojektentwickler hin zum Serienlieferanten.
Das technologische Herzstück bildet das patentierte HydraGEN-System. Das Nachrüstset erzeugt an Bord per Elektrolyse Wasserstoff und Sauerstoff. Dieses Gemisch wird der Ansaugluft des Dieselmotors beigemischt. Da die Flammengeschwindigkeit von Wasserstoff viel schneller ist als die von Diesel, verbrennt der Kraftstoff effizienter. Die Ergebnisse sind Kraftstoffeinsparung und weniger CO2-Emissionen, zum einen gut für den Geldbeutel, zum anderen gut fürs Klima. Zudem erfasst die Telematikplattform HydraLytica Verbrauchsdaten in Echtzeit und in Kombination mit der Verra-Zertifizierung eröffnet dies künftig die Monetarisierung von CO2-Zertifikaten.
Südostasien, allen voran Vietnam, fungiert derzeit als wichtiger Schlüsselmarkt. Nach erfolgreichen Tests auf Lkw, Containerschiffen und Industriefahrzeugen ging im Juni die erste Serienbestellung eines vietnamesischen Logistikers ein. Weitere Projekte in der Abfallwirtschaft sowie im Öl- und Gassektor folgten im August. Von diesem Referenzmarkt aus plant dynaCERT die Expansion nach Kambodscha, Indonesien und Japan.
Zusätzlich startet im zweiten Halbjahr 2026 eine weltweite Vertriebskampagne. Das Team präsentiert die Technologie gezielt auf Messen wie der IAA Transportation in Hannover, den 24 Heures Camions in Le Mans und der POWERGEN International in den USA. Um das ganze Wachstum zu finanzieren, platzierte dynaCERT zuletzt eine Wandelanleihe über 5 Millionen CAD.
Aus charttechnischer Sicht wird es jetzt extrem spannend. Die Aktie notiert aktuell bei 0,105 CAD und liegt damit in einer engen Keilformation gefangen. Ein Anstieg auf 0,11 CAD oder noch besser 0,12 CAD könnte den ersehnten Befreiungsschlag auslösen. Gelingt dieser Ausbruch, eröffnet sich rechnerischer Spielraum in Richtung 0,15 bis 0,20 CAD. Das Analystenhaus GBC Research traut dem Titel auf Sicht sogar ein Kursziel von 0,75 CAD zu. Das ist mal richtig großes Potenzial!

Fazit
Deutz nutzt die Gunst der Stunde und verwandelt sich durch den FFG-Kauf in ein profitables Rüstungs- und Industrie-Kombi-Netzwerkunternehmen. Nordex profitiert vom Comeback der Windkraftbranche, gefüllten Auftragsbüchern und deutlichem Rückenwind durch optimistische Analysten-Kursziele. dynaCERT präsentiert sich als hochinteressanter Turnaround-Kandidat im Bereich der Emissionsreduzierung. Das kanadische Unternehmen hat mit HydraGEN eine funktionierende Brückentechnologie für den riesigen weltweiten Dieselbestand im Portfolio.
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