Menü schließen




28.05.2023 | 06:15

dynaCERT, Enapter, NEL ASA, Plug Power – ein Großauftrag sorgt für den Durchbruch

  • Wasserstoff
Bildquelle: pixabay.com

Der US-Energieriese ExxonMobil hat im südamerikanischen Guyana eine große Ölindustrie aufgebaut, was dazu geführt hat, dass das Land inzwischen die im weltweiten Vergleich am schnellsten wachsende Wirtschaft vorweisen kann. Daher ist es kaum verwunderlich, dass der Wasserstoff-Pionier dynaCERT den größten Auftrag in der Unternehmensgeschichte aus diesem Land erhält. 3.000 Geräte im Gegenwert von mindestens 12 Mio. CAD wird dynaCERT zur Nachrüstung von Dieselmotoren ausliefern. Die ersten rund 100 Geräte wurden bereits bezahlt und werden nun zugestellt, heißt es in der offiziellen Mitteilung am Freitagabend. Der Kurs reagierte umgehend.

Lesezeit: ca. 3 Min. | Autor: Mario Hose
ISIN: DYNACERT INC. | CA26780A1084 , ENAPTER AG INH O.N. | DE000A255G02 , NEL ASA NK-_20 | NO0010081235 , PLUG POWER INC. DL-_01 | US72919P2020

Inhaltsverzeichnis:


    Größter Auftrag in der Unternehmensgeschichte

    dynaCERT Inc. hat am Freitagabend bekanntgeben, dass das Unternehmen einen Großauftrag über 3.000 Einheiten seiner HydraGEN-Technologie erhalten hat, die den Kraftstoffverbrauch und die Treibhausgasemissionen von Dieselmotoren vermindern und gleichzeitig zukünftige Emissionsgutschriften, also CO2-Zertifikate, auch Carbon Credits genannt, authentifizieren und produzieren.

    Guyana boomt und braucht praktikable Lösungen

    Bristol & Bristol Incorporated, ein Öl- und Gaslogistikunternehmen mit Sitz in Georgetown, Guyana, hat einen Vertrag über den Kauf von HydraGEN-Einheiten abgeschlossen. Die Öl- und Gasindustrie in Guyana ist eine wichtige Quelle des Wirtschaftswachstums für das Land. Im Jahr 2020 begann Guyana mit der Förderung von Öl aus seinen Offshore-Vorkommen, die als eines der größten neu entdeckten und unerschlossenen Ölvorkommen der Welt gelten.

    Infrastukturprojekte im Fokus

    Der Beginn des Ölförderbetriebs hat Guyana an den Rand einer wirtschaftlichen Revolution gebracht. Die Regierung hat Maßnahmen ergriffen, um die Entwicklung der Branche voranzutreiben, indem sie Investitionen in Infrastrukturprojekte schafft, um die Produktion zu erhöhen, sowie Steuervergünstigungen für Unternehmen bietet. Diese Entwicklung ist Teil des "Guyana Rising"-Plans, der darauf abzielt, Guyana zu einem global renommierten Energieland zu machen.

    Internationalisierung unterstützen

    Das Land beherbergt auch mehrere große Offshore-Gasvorkommen, die für den Export gefördert werden. Es gibt Pläne, diese Vorkommen bis 2030 in Betrieb zu nehmen und den Gasexport im Wert von mehr als 20 Mrd. USD pro Jahr zu treiben. Darüber hinaus arbeitet die Regierung eng mit internationalen Unternehmen und Investoren zusammen, um weitere Investitionen in die Öl- und Gasindustrie von Guyana zu erhalten.

    Erste Lieferung bezahlt

    In der Mitteilung nennt das Unternehmen weitere Details zu dem Auftrag, der zugleich als Durchbruch in der Unternehmensgeschichte bezeichnet werden kann. Durch die Corona Pandemie verzögerte sich der Roll-out der Technologie, die nun an Fahrt gewinnt. dynaCERT hat laut eigenen Angaben die vollständige Zahlung für die ersten 93 HydraGEN des Modeltyps HG-2 erhalten, die ab sofort ausgeliefert werden. Weitere 140 HydraGEN-Einheiten werden voraussichtlich bis zum 30. Juli 2023 und 750 Einheiten bis zum 30. September 2023 zugestellt werden. Weitere Lieferungen der verbleibenden Einheiten über den 30. September 2023 hinaus sind zwischen Bristol & Bristol und dynaCERT einvernehmlich zu vereinbaren.

    Umweltschutz ist wichtig

    „Wir freuen uns sehr, dass wir die Möglichkeit erhalten haben, die HydraGEN-Technologie von dynaCERT in Guyana und den umliegenden Regionen einzusetzen. Unser Land hat auf neue Technologien zur Verringerung der Kohlenstoffemissionen reagiert und versteht, wie wichtig es ist, heute leicht verfügbare Lösungen zur Verringerung der Umweltverschmutzung einzusetzen,“ so Marvin Bristol, CEO von Bristol & Bristol, und weiter: „Wir können nicht nur von den HydraGEN-Technologieeinheiten von dynaCERT profitieren, die den Kraftstoffverbrauch senken und Dieselkosten sparen, sondern auch Treibhausgase reduzieren, was für alle unsere Bürger und Besucher wichtig ist.“

    CEO Jim Payne beschreibt Potenziale

    Beim 7. International Investment Forum am 10. Mai 2023 hat dynaCERT CEO Jim Payne bereits angekündigt, dass das Unternehmen auch in Kürze mit der Bestätigung von VERRA rechnet, um zukünftig CO2-Zertifikate ausstellen zu können. D.h., Nutzer der HydraGEN Technologie zur Nachrüstung sparen nicht nur Treibstoff bei ihren vorhandenen Dieselmotoren jeglicher Art, sondern schonen die Umwelt durch eine geringe Schadstoffemission und bekommen zudem noch eine Rückvergütung durch handelbare CO2-Zertifikate. Am 15. Juni 2023 wird sich dynaCERT beim '1. Hydrogen Day' präsentieren und in diesem Zusammenhang werden weitere Details erwartet. Hier geht es zur kostenlosen Anmeldung.

    Kursziel 1,40 EUR mit Rating 'Kaufen'

    Die Analysten von GBC Research haben in ihrer Einschätzung zur Wasserstoff-Technologie von dynaCERT vor der Corona-Zwangspause eine Kursziel von 1,40 EUR in Aussicht gestellt und die Aktie zum Kauf empfohlen. Am Freitag ging die Aktie zu 0,16 EUR ins Pfingstwochenende. Vor der Pandemie wechselten die Aktien bereits bei 1,25 CAD die Besitzer, vor dem Hintergrund dieses Großauftrages, der Sogwirkung haben dürfte, steht ein spannender Wochenstart bevor. Gegenüber Enapter, NEL ASA und Plug Power hat dynaCERT noch jede Menge Aufholpotenzial, wie man dem folgenden Chart entnehmen kann. Enapter ist im Chart nicht enthalten, denn die Börsennotiz wurde erst während der Corona Pandemie aufgenommen.

    Chart seit 01. März 2020 bis 26. Mai 2023, Stand 28. Mai 2023, Quelle REFINITIV

    Interessenskonflikt

    Gemäß §85 WpHG weisen wir darauf hin, dass die Apaton Finance GmbH sowie Partner, Autoren oder Mitarbeiter der Apaton Finance GmbH (nachfolgend „Relevante Personen“) derzeit Aktien oder andere Finanzinstrumente der genannten Unternehmen hält bzw. halten und auf deren Kursentwicklungen spekulieren. Sie beabsichtigen insofern Aktien oder andere Finanzinstrumente der Unternehmen zu veräußern bzw. zu erwerben (nachfolgend jeweils als „Transaktion“ bezeichnet). Transaktionen können dabei den jeweiligen Kurs der Aktien oder der sonstigen Finanzinstrumente des Unternehmens beeinflussen.
    Es besteht insofern ein konkreter Interessenkonflikt bei der Berichterstattung zu den Unternehmen.

    Die Apaton Finance GmbH ist daneben im Rahmen der Erstellung und Veröffentlichung der Berichterstattung in entgeltlichen Auftragsbeziehungen tätig.
    Es besteht auch aus diesem Grund ein konkreter Interessenkonflikt.
    Die vorstehenden Hinweise zu vorliegenden Interessenkonflikten gelten für alle Arten und Formen der Veröffentlichung, die die Apaton Finance GmbH für Veröffentlichungen zu Unternehmen nutzt.

    Risikohinweis

    Die Apaton Finance GmbH bietet Redakteuren, Agenturen und Unternehmen die Möglichkeit, Kommentare, Interviews, Zusammenfassungen, Nachrichten u. ä. auf zukunftsbilanzen.de zu veröffentlichen. Diese Inhalte dienen ausschließlich der Information der Leser und stellen keine Handlungsaufforderung oder Empfehlungen dar, weder explizit noch implizit sind sie als Zusicherung etwaiger Kursentwicklungen zu verstehen. Die Inhalte ersetzen keine individuelle fachkundige Anlageberatung und stellen weder ein Verkaufsangebot für die behandelte(n) Aktie(n) oder sonstigen Finanzinstrumente noch eine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von solchen dar.

    Bei den Inhalten handelt es sich ausdrücklich nicht um eine Finanzanalyse, sondern um journalistische oder werbliche Texte. Leser oder Nutzer, die aufgrund der hier angebotenen Informationen Anlageentscheidungen treffen bzw. Transaktionen durchführen, handeln vollständig auf eigene Gefahr. Es kommt keine vertragliche Beziehung zwischen der der Apaton Finance GmbH und ihren Lesern oder den Nutzern ihrer Angebote zustande, da unsere Informationen sich nur auf das Unternehmen beziehen, nicht aber auf die Anlageentscheidung des Lesers oder Nutzers.

    Der Erwerb von Finanzinstrumenten birgt hohe Risiken, die bis zum Totalverlust des eingesetzten Kapitals führen können. Die von der Apaton Finance GmbH und ihre Autoren veröffentlichten Informationen beruhen auf sorgfältiger Recherche, dennoch wird keinerlei Haftung für Vermögensschäden oder eine inhaltliche Garantie für Aktualität, Richtigkeit, Angemessenheit und Vollständigkeit der hier angebotenen Inhalte übernommen. Bitte beachten Sie auch unsere Nutzungsbedingungen.


    Der Autor

    Mario Hose

    In Hannover geboren und aufgewachsen, verfolgt der Niedersachse die gesellschaftliche und wirtschaftliche Entwicklung rund um den Globus. Als leidenschaftlicher Unternehmer und Kolumnist erklärt und vergleicht er die verschiedensten Geschäftsmodelle sowie Märkte für interessierte Börsianer.

    Mehr zum Autor



    Weitere Kommentare zum Thema:

    Kommentar von Mario Hose vom 29.12.2023 | 05:30

    Wer bewegt in 2024 Amazon: First Hydrogen oder dynaCERT?

    • Wasserstoff

    Der E-Commerce-Riese Amazon hat sich vor Kurzem ein ambitioniertes Ziel gesetzt: Bis 2025 sollen erneuerbare Energiequellen das Stromnetz des Unternehmens versorgen. Doch wie kann dieses Ziel erreicht werden? Und warum ist es so wichtig, dass sich das Unternehmen auf nachhaltige Weise verpflichtet? Es besteht enormer Handlungsdruck durch Erwartungen und selbstgesteckte Ziele. Investoren haben die Gelegenheit sich bei börsennotierten Pionieren zu positionieren. Ein großer Name bietet hohes Potenzial für Spekulationen.

    Zum Kommentar

    Kommentar von Mario Hose vom 27.11.2023 | 13:10

    BMW, dynaCERT, Mercedes, Volkswagen – Wasserstofftechnologie zur Nachrüstung vor Durchbruch

    • Wasserstoff
    • Diesel
    • Automobil

    Die Zukunft der Elektromobilität in Deutschland scheint unsicherer als je zu vor zu sein, da die Mittel für die Förderung von Elektroautos aufgrund der Haushaltskrise fehlen könnten. Die Bundesregierung hatte ursprünglich das ambitionierte Ziel bis 2030 rund 15 Mio. Elektroautos auf deutschen Straßen zu haben, aber die Autoindustrie rechnet mittlerweile nur mit maximal neun Mio. Infolgedessen fordern laut Handelsblatt Automanager einen weiteren Ausbau der Ladeinfrastruktur und die Verlängerung der Steuervergünstigungen für elektrische Dienstwagen. Autohersteller wie Volkswagen und Mercedes verschieben bereits Investitionen oder setzen nicht alles auf eine Karte. BMW-Chef Oliver Zipse hat kritisiert, dass sich alles nur auf Elektroautos konzentriert und lehnt ein Ausstiegsdatum für Verbrenner ab. Für die Markteinführung einer Brückentechnologie zu Nachrüstung von Dieselmotoren erhielt der kanadische Wasserstoffpionier dynaCERT nun von Earthood einen unabhängigen Bewertungsbericht. Welche Potenziale sich daraus ergeben, dass erfahren Sie im vollständigen Bericht.

    Zum Kommentar

    Kommentar von Mario Hose vom 08.11.2023 | 05:00

    dynaCERT, JinkoSolar, Siemens Energy: die Lizenz zum Geld drucken

    • Wasserstoff

    Der DSLV Bundesverband Spedition und Logistik hat eine Studie zu den Auswirkungen der von der Bundesregierung beschlossenen Mautgesetzgebung auf die Stückgut- und Systemlogistik in Auftrag gegeben. Das Ergebnis hat es in sich: Um durchschnittlich 81 % könnten die sendungsbezogenen Kosten der LKW-Maut in der Stückgutlogistik ab dem 1. Dezember 2023 steigen. Ab dem 1. Juli 2024 werden auch Zustellfahrzeuge ab 3,5 t Gesamtgewicht die LKW-Maut entrichten müssen. Es wird dann dadurch ein durchschnittlicher prozentualer Kostenzuwachs der LKW-Maut von 81 auf 88 % je Sendung erwartet. Betroffene Unternehmen haben jedoch die Möglichkeit durch technische Innovationen diesem politischen Trend entgegenzuwirken und die finanzielle Belastung durch gleichzeitigen Umweltschutz zu senken. Ein Spediteur hat den Praxistest auf über 60.000 km erfolgreich abgeschlossen und für sich eine Entscheidung getroffen.

    Zum Kommentar