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11.02.2026 | 07:00

Das neue Rohstoffzeitalter: Warum Almonty Industries zum strategischen Eckpfeiler westlicher Sicherheit wird

  • Investments
Bildquelle: pixabay.com

Es gibt Momente an den Finanzmärkten, die sich erst unscheinbar ankündigen, dann aber eine ganze Branche in Bewegung setzen. Anfang Februar 2026 war genau so ein Moment. Während die großen Indizes keine wirkliche Richtung fanden und Anleger verunsichert waren, rollte in Südkorea ein einzelner LKW über eine schmale Bergstraße. Seine Ladung: die ersten Tonnen Erz aus der Sangdong Wolframmine.

Was wie ein technischer Routinevorgang wirkt, markiert in Wahrheit den Beginn eines geopolitischen Paradigmenwechsels. Denn Wolfram, ein Metall, das jahrzehntelang im Schatten stand, ist heute eines der strategisch wichtigsten Elemente der westlichen Industrie - und Almonty Industries steht plötzlich im Zentrum einer globalen Bewegung.

Lesezeit: ca. 4 Min. | Autor: Mario Hose
ISIN: ALMONTY INDUSTRIES INC. | CA0203987072

Inhaltsverzeichnis:


    Ein Metall, das die Weltpolitik verändert

    Wolfram ist kein gewöhnlicher Rohstoff. Es ist das Härteste technisch nutzbare Metall der Welt, unverzichtbar für panzerbrechende Munition, Luftfahrtkomponenten, Hightech Fertigung und Präzisionswerkzeuge. In vielen Anwendungen ist es schlicht nicht ersetzbar.

    Und genau hier beginnt das Drama: China kontrolliert über 80 % der weltweiten Produktion. In einer Zeit, in der geopolitische Spannungen wachsen und Lieferketten zunehmend politisiert werden, ist das ein Risiko, das westliche Regierungen nicht länger akzeptieren wollen.

    Die USA haben mit „Project Vault“ ein Programm gestartet, das den Aufbau strategischer Reserven für mehr als 50 kritische Mineralien vorsieht. Wolfram steht ganz oben auf der Liste. Europa denkt nach, Südkorea agiert. Die Welt sucht fieberhaft nach sicheren Lieferketten — und findet nur wenige Produzenten, die diese Rolle übernehmen können. Almonty ist einer davon. Und vielleicht der wichtigste.

    Sangdong: Die Mine, die Geschichte schreibt

    Die Sangdong Mine in Südkorea ist kein gewöhnliches Projekt. Sie ist eine der größten Wolfram-Lagerstätten außerhalb Chinas, ein historisches Bergwerk mit bestehender Infrastruktur und ein politisch hochrelevantes Asset für Südkorea, die USA und Europa.

    Als der erste LKW Anfang Februar das ROM Pad erreichte, war das mehr als ein technischer Meilenstein. Es war der Moment, in dem Sangdong vom „Projekt“ zum „Produzenten“ wurde — und damit zu einem strategischen Faktor in der globalen Rohstoffpolitik.

    Almonty CEO Lewis Black brachte es auf den Punkt: „Diese erste Erzplatzierung markiert einen strategischen Wendepunkt beim Vorantreiben unserer Mission, die globale Wolfram-Lieferkette zu stärken.“
    Mit dem Hochlauf der Produktion wird Almonty in der Lage sein, rund 40 % der nicht chinesischen Nachfrage zu bedienen. In einem Markt, der zunehmend von geopolitischen Interessen dominiert wird, ist das eine Machtposition, die kaum ein anderes Unternehmen erreicht.

    Warum Analysten hinterherlaufen — und Investoren vorausgehen

    Die jüngsten Kursziele der Analystenhäuser DA Davidson und Oppenheimer — ca. 25 bzw. 22 CAD — zeigen ein bekanntes Muster: Analysten reagieren, Investoren agieren.

    Während Almonty von Hoch zu Hoch lief, passten die Researchhäuser ihre Modelle an die neue Realität an. Doch die Dynamik des Marktes lässt sich nicht in Excel Tabellen einfangen. Rohstoffsuperzyklen beginnen immer im Nebel, und geopolitische Verschiebungen lassen sich nur schwer quantifizieren.

    Wer jedoch die Zusammenhänge erkennt — steigende Preise, knappe Versorgung, politische Förderung, operative Fortschritte — sieht, dass Almonty nicht einfach ein Minenunternehmen ist. Es ist ein strategischer Hebel in einem Markt, der gerade erst beginnt, sich neu zu ordnen.

    Die Preisexplosion bei Wolfram — und warum sie erst der Anfang sein könnte

    Noch vor einem Jahr lag der Wolframpreis bei rund 350 USD pro MTU. Heute notiert er bei etwa 1.200 USD. Das ist keine kurzfristige Übertreibung, sondern das Ergebnis eines strukturellen Mangels.

    China hat Exportquoten drastisch reduziert, Umweltauflagen drosseln die Produktion, Spotbestände sind auf historische Tiefstände gefallen, und die Verteidigungsindustrie saugt den Markt leer. Wolfram ist extrem unelastisch in der Nachfrage — es gibt schlicht keine Alternativen.

    Für Produzenten wie Almonty ist das ein Gewinnhebel, der kaum zu überschätzen ist.
    Sphene Capital (Kursziel 20,10 CAD) prognostiziert:
    • Umsatz 2027: 530 Mio. CAD
    • Gewinn 2027: 263 Mio. CAD
    • Nettomarge ab 2028: 60 Prozent
    • Jahresumsatz ab 2028: rund 1 Mrd. CAD
    • Jahresgewinn ab 2028: rund 600 Mio. CAD
    Das sind Zahlen, die man sonst eher aus der Softwarebranche kennt — nicht aus dem Bergbau.

    Operative Meilensteine: 2026 wird zum Erfolgsjahr

    Während die geopolitische Bedeutung steigt, liefert Almonty auch operativ ab. Die Sangdong Mine soll 2026 in den vollen kommerziellen Betrieb gehen, Phase II ist für 2027 geplant. Parallel dazu treibt das Unternehmen das Gentung Browns Lake Projekt in Montana voran, das in der zweiten Jahreshälfte 2026 produktionsreif sein soll.

    Damit entsteht ein multinationaler Produzent, der in drei westlichen Regionen gleichzeitig liefert — ein seltener strategischer Vorteil in einem Markt, der sich von China lösen will.

    Warum plötzlich Generäle in Minenunternehmen auftauchen

    Ein Detail, das viele Anleger unterschätzen, ist die zunehmende Militarisierung der Rohstoffpolitik. Das Wall Street Journal berichtete kürzlich über die wachsende Rolle ehemaliger US Generäle im Sektor kritischer Mineralien — und nannte Almonty als Paradebeispiel. Mit der Berufung des pensionierten Brigadegenerals Steven L. Allen zum COO und General Gustave F. Perna zum Non-Executive Director setzt Almonty ein deutliches Signal. Die Zusammensetzung des Führungsteams zeigt, dass das Unternehmen die geopolitische Bedeutung seiner Projekte erkennt und sich strategisch entsprechend ausrichtet. Wolfram ist nicht nur ein Rohstoff. Es ist ein Sicherheitsgut. Und Almonty wird zu einem verlängerten Arm westlicher Verteidigungsstrategien.

    Der Blick über den Tellerrand: Ein globaler Rohstoffsuperzyklus entsteht

    Die Entwicklungen rund um Almonty sind Teil eines größeren Trends. Silber zum Beispiel erlebt das fünfte Jahr eines strukturellen Defizits und der Preis folgt nun einer Neubewertung. Experten sind sich einig, das strukturelle Zyklen viel weiterlaufen können, als jemals gedacht und da sind 120 USD pro Unze für physisches Silber sicherlich nicht das Ende. Regierungen investieren in Verarbeitungskapazitäten. Kapital fließt zunehmend in Brownfield Projekte, die 50 bis 70 Prozent schneller produktionsreif sind als Greenfield Entdeckungen. Almonty sticht heraus, denn es ist jetzt ein produzierendes Unternehmen und Wolfram ist nicht nur knapp, sondern geopolitisch unverzichtbar.

    Fazit

    Die Welt ordnet sich neu. Lieferketten werden neu geschrieben. Rohstoffe werden zu Machtinstrumenten. Und Wolfram steht im Zentrum dieser Entwicklung. Almonty Industries ist kein Small Cap mehr, das zufällig vom Markt entdeckt wurde. Es ist ein strategischer Eckpfeiler westlicher Rohstoffsouveränität — mit einer operativen Roadmap, die das Potenzial hat, die Branche zu verändern. Wir stehen am Anfang eines neuen Rohstoffzeitalters und Almonty ist einer der Protagonisten, wird so die Zukunft mitgestalten und daran auskömmlich verdienen.

    Almonty Industries Inc., Chart 12 Monate in CAD an der TSX, Stand: 10.02.2026, Quelle: LSEG

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    Der Autor

    Mario Hose

    In Hannover geboren und aufgewachsen, verfolgt der Niedersachse die gesellschaftliche und wirtschaftliche Entwicklung rund um den Globus. Als leidenschaftlicher Unternehmer und Kolumnist erklärt und vergleicht er die verschiedensten Geschäftsmodelle sowie Märkte für interessierte Börsianer.

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