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08.07.2026 | 05:00

Zefiro Methane, RWE und KSB im Check: Drei Aktien für den neuen Energie-Infrastrukturboom

  • Zefiro Methane
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  • Infrastruktur
Bildquelle: Pixabay.com

Rund um die laufende Energiewende entstehen viele neue Geschäftsmodelle und Nischenmärkte, die auch an der Börse für neue Fantasie sorgen und Anlegern gute Investitionsmöglichkeiten bieten. Wir nehmen drei Energie-Aktien mit sehr unterschiedlichen Risikoprofilen unter die Lupe: Zefiro Methane als aussichtsreicher Spezialwert, RWE als großer deutscher Energie-Champion und KSB als stiller Infrastruktur-Profiteur aus dem Maschinenbau.

Lesezeit: ca. 10 Min. | Autor: Lars Winter
ISIN: ZEFIRO METHANE CORP | CA98926D1069 | NEO: ZEFI , RWE AG INH O.N. | DE0007037129 , KSB SE+CO.KGAA VZO O.N. | DE0006292030

Inhaltsverzeichnis:


     

    Der Autor

    Lars Winter

    Der gebürtige Nordhesse blickt auf eine über 25-jährige Laufbahn im Finanzjournalismus und aktiven Portfoliomanagement zurück und gilt als ausgewiesener Experte für deutsche Nebenwerte und Special Situations.

    Nach dem Studium der Rechtswissenschaften an der Universität Göttingen mit Schwerpunkt im Bank- und Kapitalmarktrecht startete er zur Jahrtausendwende seine Karriere in der Frankfurter Finanzszene. Als Börsen- und Wirtschaftsjournalist schrieb der passionierte Hobbygolfer für führende Börsenbriefe, Finanzzeitungen und Wirtschaftsmagazine wie die Platow Börse, Capital Depesche, BÖRSE ONLINE, Capital und die Financial Times Deutschland.

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    Zefiro Methane: Aufräumer mit Verdopplungspotenzial

    Eine richtig spannende Story finden spekulative Anleger derzeit bei Zefiro Methane. Der kanadische Spezialist kümmert sich in Nordamerika um ein Problem, das jahrzehntelang unter dem Radar lief. In den USA gibt es Millionen alter Öl- und Gasbohrlöcher. Viele davon sind verwaist, schlecht dokumentiert oder undicht. Die früheren Betreiber sind teilweise längst aufgelöst, pleite oder juristisch kaum noch greifbar. Zurück bleiben Bohrlöcher, aus denen Methan austritt. Für das Klima ist das ein echtes Problem, denn Methan ist kurzfristig deutlich schädlicher als CO2. Für spezialisierte Dienstleister wie Zefiro entsteht daraus ein Milliardenmarkt. Zefiro verschließt alte Bohrlöcher, saniert Standorte, misst Methanemissionen und übernimmt Umweltservices für Behörden, Bundesstaaten und Unternehmen. Der eigentliche Reiz liegt aber darin, dass die Gesellschaft klassisches Ölservice-Handwerk mit moderner Emissionsmessung und perspektivisch mit CO2-Zertifikaten verbindet. Aus dem schmutzigen Erbe der fossilen Industrie könnte so ein skalierbares Umweltgeschäft werden. Genau diese Mischung macht die Aktie so interessant.

    Operatives Geschäft brummt

    Auch operativ kommt Zefiro auf Touren. In den ersten neun Monaten des laufenden Geschäftsjahres 2025/26 (per Ende Juni) erzielte Zefiro einen Umsatz von rund 33 Mio. USD. Das entspricht einem Wachstum von rund 36 % gegenüber dem Vorjahr. Allein im dritten Quartal stieg der Umsatz um mehr als 58 % auf rund 11 Mio. USD. Auch die Profitabilität verbessert sich zunehmend. Das bereinigte EBITDA erreichte rund 4,25 Mio. USD. Zefiro zeigt damit, dass mit dem Verschließen alter Quellen und dem Monitoring von Methanemissionen tatsächlich Geld verdient werden kann. Das Unternehmen erwartet für das Gesamtjahr einen Umsatz von mehr als 40 Mio. USD. Für einen Small Cap dieser Größenordnung ist das ein ordentlicher Sprung und angesichts der operativen Entwicklung der ersten neun Monate eine eher konservative Prognose.

    Volles Orderbuch

    Die Kanadier gewannen zuletzt vier neue Kunden aus dem Energiesektor, darunter drei börsennotierte Unternehmen. Die Aufträge umfassen die Stilllegung von Produktions-, Speicher-, Injektions- und Salzbohrlöchern in Ohio und Indiana. Gleichzeitig startete die Gesellschaft einen bis Mai 2029 laufenden Großauftrag in Ohio mit einem potenziellen Volumen von rund 19,6 Mio. USD. Zusätzlich sicherte sich Zefiro drei weitere Projekte zur Schließung verwaister Bohrlöcher im Gesamtwert von rund 2,4 Mio. USD, die aus dem US-Infrastrukturprogramm finanziert werden. Anfang Mai meldete Zefiro Methane die Übernahme von Anlagen und Ausrüstung von Viking Well Service für 4,3 Mio. USD. Dadurch erweitert sich die Flotte um fünf Bohrtürme und weiteres schweres Gerät. Vor allem aber erschließt sich das Unternehmen wichtige neue Bundesstaaten wie Illinois und Michigan. Das Management erwartet durch die Akquisition einen zusätzlichen Jahresumsatz von über 10 Mio. USD.

    Fantasie durch Rechenzentren

    Besonders spannend ist ein neuer Aspekt der Story. Zefiro rückt in Zukunft stärker in Richtung Energieinfrastruktur und Rechenzentren. In den USA entstehen derzeit neue Energieanlagen, Netzanschlüsse und Stromversorgungsprojekte, weil KI-Rechenzentren gigantische Mengen Energie brauchen. Genau auf solchen Flächen werden aber immer wieder alte Öl- und Gasbohrlöcher entdeckt. Solange diese nicht fachgerecht verschlossen sind, können Bauprojekte ins Stocken geraten. Ende Juni meldete Zefiro, dass das Unternehmen seinen Fokus auf solche Energieinfrastruktur-Projekte ausweitet.

    In Pennsylvania war Zefiro bereits an einem Projekt beteiligt, bei dem ein ehemaliges Kohlekraftwerk in ein saubereres Gaskraftwerk umgebaut wird. Auf dem Gelände wurden neun alte Gasbohrlöcher entdeckt. In Louisiana schloss das Unternehmen zudem ein Projekt im Volumen von 5 Mio. USD drei Wochen früher als geplant ab. Langfristig ist das Wachstumspotenzial in diesem Bereich riesig: Nach eigenen Angaben sollen US-Versorger in den kommenden fünf Jahren geschätzt 1,4 Billionen USD in den Ausbau und die Stärkung des Stromnetzes investieren. Gleichzeitig könnten Rechenzentren bis 2030 für bis zu neun Prozent des US-Stromverbrauchs verantwortlich sein.

    Noch spannender ist allerdings das margenstarke Monitoring-Geschäft. Im Rahmen eines Großauftrags in West Virginia untersuchte Zefiro Methane zuletzt 849 Bohrlöcher auf Methanemissionen. Die Margen für diese Dienstleistungen sind etwa doppelt so hoch wie beim klassischen Verschließen der Quellen. Zudem arbeitet das Unternehmen mit eigener Messtechnik und erzielt inzwischen erste Umsätze mit der sogenannten REED-Technologie zur Abdichtung undichter Bohrlochverrohrungen.

    Zusatzgeschäft durch Emissionshandel

    Der zusätzliche Dreh der Wachstumsstory liegt darin, dass Zefiro Methane nicht nur am Verschließen der Bohrlöcher verdient, sondern perspektivisch auch am Handel mit CO2-Zertifikaten und Emissionsgutschriften. Mehrere Top-Manager der Firma kommen aus dem Emissionshandel großer US-Banken wie J.P. Morgan und verfügen über langjährige Erfahrung und die entsprechende Expertise in diesem Bereich. Die Kombination aus Umwelttechnik, Infrastruktur und Emissionshandel macht das Geschäftsmodell von Zefiro Methane hochskalierbar.

    Eine Videopräsentation mit Zefiro-Methane-Chefin Catherine Flax finden Sie hier:

    https://youtu.be/nNodjcqNJMM

    Potenzieller Kursverdoppler

    Die Aktie von Zefiro hat viel Fantasie, ein Selbstläufer ist sie aber nicht. Zefiro bleibt im aktuellen Stadium noch sehr spekulativ, Anleger sollten auch Kursschwankungen akzeptieren. Zudem ist die Gesellschaft weiterhin von Finanzierungen, Projektvergaben, Förderprogrammen und regulatorischer Unterstützung abhängig. Auch der Markt für Emissionszertifikate kann schwanken. Doch das Grundproblem verschwindet nicht. Die alten Bohrlöcher und das Methan bleiben. Außerdem steigt der Infrastrukturbedarf durch Stromnetze, Gaskraftwerke und Rechenzentren. Genau deshalb bleibt Zefiro Methane einer der spannendsten spekulativen Umwelt- und Infrastrukturwerte im Small-Cap-Bereich. Gelingt es dem Unternehmen, die jüngste Dynamik in nachhaltiges Wachstum und stabile Gewinne zu übersetzen, könnte der Markt die Aktie völlig neu bewerten. Auch wenn sich das Papier auf Jahressicht bereits mehr als 100 % zugelegt hat, könnte sich der Titel in den kommenden Monaten durchaus nochmals verdoppeln.

    RWE: Der große deutsche Energieanker

    Für Anleger, die im Energiebereich defensiver investieren wollen, ist RWE eine Option. Der Essener Konzern ist kein heißer Small Cap, sondern einer der großen europäischen Energieversorger. Während Zefiro die kleinen, schmutzigen Altlasten beseitigt, liefert RWE die große Stromstory rund um erneuerbare Energien, flexible Kraftwerke, Batteriespeicher, Offshore-Wind, Gaskraftwerke und Energiehandel. RWE hat den Umbau in den vergangenen Jahren weit vorangetrieben. Aus dem alten Kohleversorger ist ein internationaler Stromproduzent geworden, der massiv in Erneuerbare und flexible Kapazitäten investiert. Im ersten Quartal 2026 stieg das bereinigte EBITDA um 25 % auf 1,6 Mrd. EUR. Der bereinigte Gewinn je Aktie legte ebenfalls um 25 % auf 0,85 EUR zu. Der Konzern bestätigte zudem den Ausblick für 2026 und das Dividendenziel von 1,32 EUR je Aktie.

    Netzfantasie als neuer Kurstreiber

    Wichtig ist vor allem die Projektpipeline. Seit März 2025 hat RWE die Kapazität um 2,3 Gigawatt erhöht. Zusätzlich befinden sich Projekte mit zusammen 10,4 Gigawatt im Bau. Für das Gesamtjahr plant der Konzern Nettoinvestitionen zwischen 6 und 8 Mrd. EUR. Jüngst hat der Essener Energiekonzern 55 Prozent der Anteile an Amprion übernommen und steigt damit zum Mehrheitseigner des deutschen Übertragungsnetzbetreibers auf. Damit kommt neue Bewegung in die Investmentstory. Ganz neu ist das Thema für RWE zwar nicht. Bereits zuvor hielt der Konzern über ein Gemeinschaftsunternehmen mit Apollo Global Management 20 % an Amprion. Nun wird aus der Beteiligung aber ein strategischer Kernbaustein. Amprion betreibt mit rund 11.000 Kilometern das zweitgrößte Höchstspannungsnetz Deutschlands. Damit sitzt das Unternehmen an einer der wichtigsten Schaltstellen der Energiewende. Denn Windparks, Solaranlagen, Batteriespeicher, Rechenzentren, Industrie und Verbraucher müssen künftig viel stärker miteinander verbunden werden. Ohne leistungsfähige Netze bleibt die schöne neue Stromwelt Stückwerk. Genau deshalb ist der Einstieg für RWE mehr als nur eine Finanzbeteiligung.

    Mit dem Schritt baut das DAX-Unternehmen neben der Stromerzeugung und den erneuerbaren Energien ein drittes Standbein aus. Besonders reizvoll: Netzgeschäfte sind stark reguliert, liefern dafür aber vergleichsweise stabile und gut planbare Erträge. Das ist an der Börse nicht so spektakulär wie Offshore-Wind oder Wasserstofffantasie, kann aber über Jahre sehr wertvoll sein. Finanziert wurde die Transaktion unter anderem über eine Kapitalerhöhung, mit der RWE rund vier Milliarden Euro einsammelte. Charttechnisch kommt die Aktie aus einer längeren Verschnaufpause. Nach dem starken Lauf bis März bewegte sich der Titel zuletzt eher seitwärts. Im Bereich um 54 EUR fand die Aktie jedoch wieder Halt und drehte nach oben. Sollte der Markt das stärkere Netzgeschäft künftig mit einem höheren Stabilitätsaufschlag bewerten, könnte daraus neues Kurspotenzial entstehen.

    DAX-Wert mit Substanz und Bilanzkraft

    RWE bleibt damit einer der spannendsten deutschen Energie-Ankerwerte und ein breit aufgestellter Profiteur des Infrastrukturbooms. Doch auch die RWE-Aktie ist kein Selbstläufer. Das Handelsgeschäft kann schwanken, Strompreise bleiben volatil und hohe Investitionen belasten zeitweise die Bilanz. Auch politische Eingriffe gehören bei Versorgern immer zum Spiel. Der Blue Chip hat aber viel Substanz und Bilanzkraft. Wer die Energie- und Infrastrukturstory defensiver spielen will, findet daher mit RWE eine solide Option.

    KSB: Der stille Schaufelverkäufer der Infrastrukturwelle

    Der dritte Wert im Check ist KSB. Der Pumpen- und Armaturenhersteller aus Frankenthal ist ein klassischer Schaufelverkäufer der Infrastrukturwelle und wurde bereits 1871 gegründet. KSB ist einer dieser deutschen Industriewerte, die kaum Glamour versprühen, aber an erstaunlich vielen Wachstumsthemen hängen. Wasserwirtschaft, Bergbau, Chemieparks, Rechenzentren, Wärmepumpen, Wasserstoff, Entsalzungsanlagen und sogar Kernkraftwerke: Überall dort, wo Flüssigkeiten bewegt, gekühlt oder unter hohem Druck transportiert werden müssen, kommt Pumpentechnik von KSB ins Spiel. Gerade im Nuklearbereich sind die Eintrittsbarrieren hoch. Dort braucht es Sicherheitszertifizierungen, jahrzehntelanges Know-how und industrielle Zuverlässigkeit. Genau das macht KSB strategisch interessant.

    An der Börse wurde diese Qualität lange honoriert. Die Vorzugsaktie gehörte in den vergangenen Jahren zu den stärksten SDAX-Werten. Seit dem Rekordhoch von mehr als 1.280 EUR im März hat der Titel jedoch deutlich korrigiert. Auslöser war der vorsichtige Ausblick auf 2026. Die Prognosespanne ist ungewöhnlich breit und lässt sowohl Wachstum als auch einen leichten Umsatzrückgang zu. Auch die unveränderte Dividende von 26,76 EUR je Vorzugsaktie enttäuschte einige Anleger. Im ersten Quartal 2026 stieg der Auftragseingang um 15,2 % auf über eine Milliarde EUR. Besonders stark war das Pumpengeschäft mit einem Plus von 31 % auf 633 Mio. EUR. Im Energiemarkt sprang der Auftragseingang sogar um 359 % auf 257 Mio. EUR, getrieben von einem Großauftrag für ein Kraftwerk in Osteuropa. Der Umsatz lag mit 712 Mio. EUR leicht über Vorjahr, das EBIT ging allerdings auf 39,8 Mio. EUR zurück. Die EBIT-Marge erreichte 5,6 %.

    Damit ist KSB kurzfristig nicht frei von Gegenwind. Die Weltkonjunktur bleibt schwierig und geopolitische Spannungen belasten. Zudem lief das Servicegeschäft im ersten Quartal schwächer. Auch die SAP-Umstellung kostet weiterhin Geld. Sie schlug 2025 und 2026 jeweils mit rund 27 Mio. EUR ins Kontor und drückt die Marge. Der entscheidende Punkt ist aber, dass diese Belastung nur vorübergehend ist. Nach dem geplanten Abschluss Anfang 2027 sollte der Aufwand wegfallen. Bereinigt um diesen Effekt hätte die operative Marge 2025 bereits bei 9,2 % gelegen.

    Volles Orderbuch und viel Substanz

    Der starke Auftragseingang zeigt außerdem, dass die Nachfrage in zentralen Märkten weiter vorhanden ist. Besonders der Energiebereich könnte in den kommenden Jahren an Bedeutung gewinnen, wenn weltweit neue Kraftwerke, Netze, Wasserprojekte und Industrieanlagen entstehen. Das strategische Ziel „TEN30“ sieht bis 2030 eine operative Marge von mehr als 10 % und einen Auftragseingang von mindestens 4 Mrd. EUR vor. Die solide Bilanz mit einer Eigenkapitalquote von rund 46 % gibt Rückenwind. Der Konzern erwirtschaftete 2025 rund 3 Mrd. EUR Umsatz und beschäftigt etwa 16.800 Mitarbeiter. Für Anleger, die Infrastruktur nicht über Projektentwickler oder hoch bewertete Wachstumswerte spielen wollen, ist KSB eine interessante Alternative.

    Langfristig bleiben die Wachstumstreiber intakt. Wasserknappheit, Entsalzung, moderne Kraftwerke, Rechenzentren, industrielle Wärmepumpen und Wasserstoff brauchen Pumpen und Armaturen. Zusätzlich baut KSB über die Beteiligung am KI-Start-up Aiomatic das digitale Servicegeschäft aus. Die Software erkennt Verschleiß in Anlagen frühzeitig und kann Ausfälle verhindern. Das macht aus dem klassischen Maschinenbauer Schritt für Schritt einen Anbieter von Infrastrukturtechnik, Service und digitaler Anlagenüberwachung.

    Qualitätswert für Infrastruktur

    Nach der jüngsten Kurskorrektur wirkt die Aktie wieder interessant. Für 2027 liegt das erwartete KGV im einstelligen Bereich, die Dividendenrendite beträgt rund 3 %. Der nächste wichtige Termin ist der Halbjahresbericht am 6. August. Stabilisiert sich der Auftragseingang auch ohne einzelne Großprojekte, dürfte die Bodenbildung gelingen. Für geduldige Anleger bleibt KSB ein spannender Qualitätswert rund um das zukunftsträchtige Geschäft mit Infrastrukturdienstleistungen.

    Fazit

    Zefiro Methane, RWE und KSB bedienen völlig unterschiedliche Bereiche des Energie- und Infrastrukturmarktes. Zefiro räumt die Altlasten der alten fossilen Welt auf und könnte zusätzlich vom Bau neuer Energieinfrastruktur für Rechenzentren profitieren. Die Aktie ist in diesem Trio am spekulativsten, besitzt aber im Gegenzug auch das größte Kurspotenzial. Sollte das Unternehmen die jüngste Wachstumsdynamik fortsetzen, seine neuen Kapazitäten auslasten und das margenstärkere Monitoring- sowie Zertifikategeschäft ausbauen, könnte der Markt die Aktie völlig neu bewerten. RWE liefert den großen deutschen Strom- und Energiewende-Anker mit Milliardeninvestitionen, Projektpipeline und Dividende. KSB wiederum ist der stille Maschinenbau-Profiteur, dessen Pumpen und Armaturen in nahezu jeder Infrastrukturwelle gebraucht werden.


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    Lars Winter

    Der gebürtige Nordhesse blickt auf eine über 25-jährige Laufbahn im Finanzjournalismus und aktiven Portfoliomanagement zurück und gilt als ausgewiesener Experte für deutsche Nebenwerte und Special Situations.

    Nach dem Studium der Rechtswissenschaften an der Universität Göttingen mit Schwerpunkt im Bank- und Kapitalmarktrecht startete er zur Jahrtausendwende seine Karriere in der Frankfurter Finanzszene. Als Börsen- und Wirtschaftsjournalist schrieb der passionierte Hobbygolfer für führende Börsenbriefe, Finanzzeitungen und Wirtschaftsmagazine wie die Platow Börse, Capital Depesche, BÖRSE ONLINE, Capital und die Financial Times Deutschland.

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