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07.07.2026 | 05:00

Auto- und Verbrenner-Krise trifft auf Kernkraft: Volkswagen und BMW im Stress! American Atomics vor dem Ausbruch?

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Bildquelle: pixabay

In Deutschland ist die Krise bei der Automobilindustrie an einem weiteren Tiefpunkt angelangt. Tausende Arbeitsplätze stehen auf dem Spiel. Wir haben die Technologieführerschaft längst an die Chinesen abgegeben. Die Politik hat längst den Sargnagel platziert und die Kiste ist schon in der Erde halb versenkt. Bekanntlich stirbt aber die Hoffnung zuletzt. Vielleicht können VW und BMW und auch die anderen deutschen Auto-Hersteller das Ruder noch einmal versuchen herumzureißen und quasi von den Toten auferstehen, oder aber die Erde wird darüber geschaufelt und das wars für lange Zeit oder gar für immer. Volkswagen und BMW kämpfen mit internen Strukturproblemen, sinkenden Margen und schwächelnden Auslandsmärkten. Anleger sollten ihr Investitionskapital zunehmend neu überdenken. Alte Sicherheiten greifen nicht mehr, und der Blick richtet sich unweigerlich auf völlig andere, politisch gestützte Sektoren. Genau hier könnte sich die amerikanische Uranindustrie in Position bringen und damit auch ein kleiner Akteur (American Atomics), um die riesige globale Energienachfrage versuchen zu bedienen. Es ist ein Paradigmenwechsel, der zwar enorme Risiken birgt, aber auch greifbare Chancen bietet.

Lesezeit: ca. 6 Min. | Autor: Matthias Schomber
ISIN: VOLKSWAGEN AG VZO O.N. | DE0007664039 , BAY.MOTOREN WERKE AG ST | DE0005190003 , AMERICAN ATOMICS INC | CA0240301089 | CSE: NUKE

Inhaltsverzeichnis:


     

    Der Autor

    Matthias Schomber

    Aufgewachsen im hessischen Gießen, entdeckte Matthias Schomber schon in den frühen 1990er Jahren seine Leidenschaft für die Finanzmärkte – in einer Zeit, als der Börsenhandel noch eher ein Metier für echte, eingefleischte Börsianer war. Er arbeitete dort nach seiner Banklehre für ein Privatbankhaus und erlebte auf dem Frankfurter Börsenparkett live und hautnah den Aufstieg und Fall des Neuen Marktes mit und zog daraus Lektionen, die bis heute sein Denken als Trader, Autor und Handelssystementwickler prägen.

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    Aktien-Cloud

    Volkswagen - Geldsegen trifft auf Werksschließungen

    Bei Volkswagen prallen derzeit förmlich und wohl auch wörtlich Welten aufeinander. Auf der einen Seite steht ein finanzieller Geldsegen, denn der Konzern hat seine Mehrheitsbeteiligung am Unternehmen Everllence für satte 7,4 Milliarden EUR an Bain Capital verkauft. Analysten wie Michael Tyndall von HSBC spekulieren bereits darüber, ob eine mögliche Sonderdividende an die Aktionäre ausgeschüttet werden könnte. Auf der anderen Seite plant das Management offenbar einen historischen und tiefgreifenden Sparkurs. Berichten zufolge stehen beim Autobauer bis zu 100.000 Arbeitsplätze auf der Kippe. Gleich vier deutsche Werke in Hannover, Emden, Zwickau und Neckarsulm könnten potenziell geschlossen werden.

    Das stößt naturgemäß auf massiven politischen Widerstand, insbesondere aus Niedersachsen. Das Land hält ja immerhin 20 % der Stimmrechte am Konzern und deren Vertreterin im Aufsichtsrat, Julia Willie Hamburg, lehnt Werksschließungen als strategischen Fehler strikt ab. Zudem hat Volkswagen die kostspielige Allianz mit Bosch im Bereich des automatisierten Fahrens nach Investitionen von stolzen 1,5 Milliarden EUR beendet.

    Die Vorzugsaktie des Konzerns spiegelt diese herbe Unsicherheit wider. Sie hat seit Jahresbeginn knapp 30 % an Wert verloren und beendete den Handel zuletzt bei knapp 75,00 EUR. Wenige Tage zuvor lag sie im Tief bei knapp unter 70 EUR und damit so tief wie seit mehreren Monaten nicht mehr. Kommt jetzt der Turnaround oder geht der Abwärtstrend nach einer kurzen Erholung in die zweite Runde? Es bleibt spannend und ein Long sollte z. B. mit einem Stopp bei 69 EUR abgesichert werden.

    BMW in der Klemme: Starke US-Zahlen gegen schwächelndes China-Geschäft

    Ein etwas anderes Bild, aber mit überraschend ähnlichen Herausforderungen, zeigt sich beim Münchener Konkurrenten BMW. Die starke geografische Spaltung des globalen Marktes bereitet dem Vorstand wohl schon seit geraumer Zeit großes Kopfzerbrechen. Aus den USA kommen zwar sehr starke Verkaufssignale – nicht für die Aktie, sondern besser gesagt für die Autos! Der Absatz dort kletterte im zweiten Quartal 2026 um 13,0 % auf 102.713 Fahrzeuge. Besonders Modelle wie der BMW X5 erfreuen sich bei den amerikanischen Kunden großer Beliebtheit.
    Doch die eklatante Schwäche auf dem chinesischen Markt verdirbt die Bilanz und zwang das Management Mitte Juni zu einer deutlichen Senkung der Prognose. Die angestrebte Gewinnmarge im Automobilgeschäft wurde drastisch von einst bis zu 6 % auf magere 1 bis 3 % halbiert. Auf Jahressicht bescherte das der BMW-Aktie ein Minus von über 30 %.

    Zuletzt schloss das Papier bei 60,70 EUR, was ebenfalls nur knapp 3,70 EUR oberhalb des zuletzt erreichten Mehrmonatstief ist. Trotz all der negativen Szenerie rund um den Chart und den Kursverlauf der Aktie, versucht der Konzern, die Aktionäre bei Laune zu halten. BMW peilt immer noch einen freien Barmittelzufluss von über 2,5 Milliarden EUR an und lockt Value-Anleger mit einer soliden Dividendenrendite von rund 5,4 %.

    Um die Kapitalstruktur des Unternehmens am Markt zu vereinfachen, wandelte BMW zudem alle Vorzugsaktien im Verhältnis eins zu eins in stimmberechtigte Stammaktien um. Flankiert wird dies durch ein neues Aktienrückkaufprogramm über 625 Millionen EUR, das Anfang Juli startete und den Kurs künftig stützen soll. Tatsächlich könnte dies die Aktie stabilisieren, aber ähnlich, wie oben bei VW beschrieben, sollten Investoren einen Stopp z. B. bei 58,50 EUR ins Auge fassen, falls doch nochmals Druck auf die Aktie kommt. Dann könnte sie nämlich auch in Richtung 50 EUR oder sogar noch tiefer rutschen.

    American Atomics: Heimische Uran-Lieferkette rückt in den Fokus

    Wendet man den Blick von den krisengeplagten deutschen Automobilherstellern ab und blickt über den Atlantik in Richtung USA, offenbart sich im nordamerikanischen Energiesektor ein anderes Bild. Hier positioniert sich American Atomics als strategischer Akteur in der aufstrebenden und künftig sicherlich wichtiger werdenden Uranindustrie. Das Unternehmen verfolgt eine recht einfache aber auch klare Philosophie vom Gestein bis zum Reaktor und möchte aktiv dabei helfen, eine sichere und heimische Lieferkette für Kernbrennstoffe in den USA aufzubauen.

    Das Kernstück dieser Vision ist ein sogenanntes Hub-and-Spoke-Modell, bei dem eine zentral gelegene Mühle verschiedene regionale Minen auf dem Colorado Plateau bedienen soll. Das vielversprechende Flaggschiffprojekt Big Indian im Lisbon Valley zielt dabei exakt auf die noch kaum erkundete Ostflanke einer geologischen Formation ab, die auf der Westseite in der Vergangenheit bereits beeindruckende 78 Millionen Pfund Uran hervorgebracht hat.

    https://youtu.be/rBgN1FHY-ow

    Meilensteine und politischer Rückenwind

    Die unternehmerische Nachrichtenlage des vergangenen Monats untermauert das konsequente Vorgehen des Managements.

    Am 1. Juni meldete American Atomics den erfolgreichen Abschluss einer Mineralressourcenschätzung für das Blue Streak Projekt im Bundesstaat Colorado. Dabei wurden gemessene und angezeigte Ressourcen von 29.000 Short Tons (1 Short Ton = 2.000 Pfund (lbs) = ca. 907 kg = ca. 0,907 metrische Tonnen) mit einem Gehalt von 0,189 % eU3O8, was etwa 109.700 Pfund entspricht, offiziell ausgewiesen.
    Um die strategische Ausrichtung weiter zu fokussieren, trennte sich das Unternehmen von der Kenora-Option. Das bedeutet, dass das Unternehmen seine Rechte am Kenora-Projekt aufgegeben hat, um sich gezielter auf die wirklich wichtigen Projekte zu konzentrieren.

    Nur zwei Tage später, am 3. Juni, gelang dem Unternehmen ein personeller Schachzug. Dr. Tomas J. Philipson, ein profilierter ehemaliger Wirtschaftsberater des Weißen Hauses, übernahm den Vorsitz des Beirats. Er bringt wertvolle politische Verbindungen mit und erhielt für sein Engagement 500.000 Optionen zu einem Ausübungspreis von 0,35 CAD. Dass American Atomics zudem offizieller Teilnehmer des Nuklearkonsortiums des US-Energieministeriums ist, unterstreicht die gewollte politische Rückendeckung für den Ausbau heimischer Kapazitäten.

    Am 5. Juni folgte schließlich ein interessanter Schritt für den Kapitalmarkt, als das Tickersymbol an der OTCQB in NUKUF geändert und die wichtige DTC-Zulassung für einen deutlich vereinfachten elektronischen Handel in den USA erreicht wurde.

    Charttechnik: Lukrative Einstiegschance vor dem Ausbruch?

    Wenn wir nun einen Blick auf das Chartbild von American Atomics werfen, wird es für Anleger besonders interessant, denn die Aktie liegt aktuell ziemlich genau auf dem Niveau des unteren, seitlich verlaufenden Trendkanals. Auf dem jetzigen Niveau um die Marke von 0,23 CAD bietet sich eine wirklich interessante Einstiegschance für Investoren, da nach unten hin Unterstützung liegt. Nach oben hin könnte die Aktie im weiteren Verlauf über die wichtige Widerstandszone bei 0,33 bis 0,35 CAD ausbrechen. Sollte dieser technische Befreiungsschlag erfolgen, wäre in etwa eine Verdopplung des Kurses möglich. Das nächste logische Ziel läge dann bei rund 0,70 CAD. Gerechnet vom aktuellen Niveau bei 0,23 CAD entspräche das sogar einer beeindruckenden Vervielfachung des ursprünglich eingesetzten Kapitals. Natürlich ist dies alles spekulativ, aber die Aktie hat schon in der Vergangenheit „bewiesen“ dass dies möglich ist. Auch die Ankündigungen der letzten Unternehmensmeldungen und die strategischen Weichenstellungen in der Präsentation sind diesbezüglich sehr interessant und könnten den nötigen fundamentalen Rückenwind für genau diesen Ausbruch liefern. Oder eben neue positive News, sofern denn welche kommen.

    Ein Einstieg auf dem aktuellen Niveau könnte sich wirklich lohnen!

    Fazit:

    Zum Abschluss lässt sich festhalten, dass die Karten an den internationalen Finanzmärkten derzeit neu gemischt werden. Volkswagen muss in den kommenden Monaten beweisen, dass die milliardenschweren Einnahmen klug in den massiven Konzernumbau fließen, ohne dabei an zähen internen Widerständen zu zerbrechen.

    BMW steht vor der großen Mammutaufgabe, die andauernde Schwäche in China durch den boomenden US-Markt irgendwie abzufedern und gleichzeitig die Profitabilität im Kerngeschäft zu retten.

    American Atomics hingegen bewegt sich in einem politisch stark geförderten Marktumfeld. Das Unternehmen ist fundamental entsprechend durchdacht aufgestellt. Es bietet auf dem aktuellen Kursniveau eine scheinbar sogar recht attraktive Chance für Anleger, die frühzeitig an der amerikanischen Kernenergie partizipieren möchten.


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    Der Autor

    Matthias Schomber

    Aufgewachsen im hessischen Gießen, entdeckte Matthias Schomber schon in den frühen 1990er Jahren seine Leidenschaft für die Finanzmärkte – in einer Zeit, als der Börsenhandel noch eher ein Metier für echte, eingefleischte Börsianer war. Er arbeitete dort nach seiner Banklehre für ein Privatbankhaus und erlebte auf dem Frankfurter Börsenparkett live und hautnah den Aufstieg und Fall des Neuen Marktes mit und zog daraus Lektionen, die bis heute sein Denken als Trader, Autor und Handelssystementwickler prägen.

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    Höhenflug, Milliarden-Urteil und die grüne Wende! Das große Rendite-Duell zwischen Lufthansa, Bayer und A.H.T. Syngas!

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    Kommentar von Jens Castner vom 26.06.2026 | 05:30

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    Die Künstliche Intelligenz hat eine Achillesverse: Sie braucht Strom rund um die Uhr. Strom rund um die Uhr braucht Kernkraft. Kernkraft braucht Uran. Und genau hier klaffen Angebot und Nachfrage immer weiter auseinander. Während Amazon Hunderte Milliarden in KI-Infrastruktur pumpt und Energieversorger wie Talen Energy mit Langfristverträgen die atomare Grundlast sichern, droht dem gesamten Sektor eine Engstelle, die kaum jemand auf dem Schirm hat. American Atomics arbeitet mit Hochdruck daran, sie zu beheben.

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