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10.07.2026 | 05:00

Raketen im Nahen Osten! Kriegsangst treibt Ölpreise, Xiaomi und BYD kämpfen um Marktanteile - dynaCERT wittert jetzt seine Stunde!

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Bildquelle: pixabay

Die Weltlage ist und bleibt angespannt. Die Waffenruhe zwischen den USA und dem Iran ist praktisch Geschichte, vorgestern Nacht griffen amerikanische Streitkräfte erneut rund 90 Ziele im Iran an, Teheran antwortete mit Attacken auf US-Stützpunkte in Bahrain und Kuwait. Die Straße von Hormus, eine der wichtigsten Öltransportrouten der Welt, kommt wieder fast zum Erliegen, die Ölpreise ziehen spürbar an.
Genau in diesem nervösen Umfeld tobt an den Aktienmärkten ein ganz eigener Machtkampf. Während asiatische Schwergewichte wie Xiaomi und BYD sich in einem gnadenlosen Preiskrieg gegenseitig die Kunden abjagen, richten Anleger den Blick auch auf kleinere Player, die Profiteure vom steigenden Ölpreis sein könnten.
So z. B. ein kanadisches Cleantech-Unternehmen, dessen Technologie zur Emissionsreduktion gerade genau den Nerv der Zeit trifft, und bei dem sich charttechnisch spürbar Druck aufbaut.
Wir werfen einen Blick auf drei unterschiedliche Werte: BYD, Xiaomi und dynaCERT.

Lesezeit: ca. 5 Min. | Autor: Matthias Schomber
ISIN: DYNACERT INC. | CA26780A1084 | TSX: DYA , OTCQB: DYFSF , BYD CO. LTD H YC 1 | CNE100000296 , XIAOMI CORP. CL.B | KYG9830T1067

Inhaltsverzeichnis:


     

    Der Autor

    Matthias Schomber

    Matthias Schomber

    Aufgewachsen im hessischen Gießen, entdeckte Matthias Schomber schon in den frühen 1990er Jahren seine Leidenschaft für die Finanzmärkte – in einer Zeit, als der Börsenhandel noch eher ein Metier für echte, eingefleischte Börsianer war. Er arbeitete dort nach seiner Banklehre für ein Privatbankhaus und erlebte auf dem Frankfurter Börsenparkett live und hautnah den Aufstieg und Fall des Neuen Marktes mit und zog daraus Lektionen, die bis heute sein Denken als Trader, Autor und Handelssystementwickler prägen.

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    Aktien-Cloud

    Xiaomi: Gewaltige Investitionen und Margendruck

    Beginnen wir mit dem chinesischen Tech-Riesen Xiaomi. Auf den ersten Blick wirkt die strategische Ausrichtung des Konzerns extrem stark und zukunftsorientiert. Das Unternehmen scheut keine Kosten und plant, bis zum Jahr 2030 gewaltige 24 Milliarden EUR in die Forschung und Entwicklung zu stecken. Ein beachtlicher Teil dieses riesigen Budgets ist fest für den europäischen Markt vorgesehen. Besonderes Augenmerk liegt dabei auf der Künstlichen Intelligenz, in die allein bis 2028 rund 7,4 Milliarden EUR investiert werden sollen. Begleitet werden diese Pläne durch den Ausbau der noch jungen Autosparte. Der Konzern stellte erst kürzlich die neue SUV-Serie "Sky Nomad" vor und hält an seinem Jahresziel fest, 550.000 Fahrzeuge abzusetzen.
    Doch genau in dieser breiten Aufstellung liegt momentan vielleicht auch genau das große Problem. Während immense Summen in neue Geschäftsfelder fließen, gerät das einst so lukrative Kerngeschäft mächtig ins Stottern. Der weltweite Boom der Künstlichen Intelligenz führt dazu, dass Speicherhersteller ihre ohnehin knappen Kapazitäten vorrangig auf margenstarke KI-Chips umlenken. Die logische Konsequenz daraus ist, dass Speicherbausteine für reguläre Smartphones extrem knapp und vor allem teuer werden.

    Im ersten Quartal 2026 lagen die Speicherpreise fast viermal so hoch wie noch im direkten Vorjahreszeitraum. Dieses Umfeld trifft das traditionell margenschwache Hardware-Geschäft von Xiaomi hart. Die Auswirkungen zeigten sich zuletzt beim wichtigen chinesischen 618-Shopping-Festival, wo der Konzern einen empfindlichen Absatzrückgang von 24 % hinnehmen musste.

    An der Börse spiegeln sich diese Sorgen der Anleger wider. Die Aktie hat seit Jahresbeginn sehr heftig an Wert verloren und notierte im Handel zuletzt schwankend im Bereich von 2,78 bis 2,83 EUR, deutlich entfernt vom Hoch aus Anfang 2025 bei 7,34 EUR. Dennoch könnte sich hier ein Rebound anbahnen, der die Aktie wieder in Richtung 3,50 bis 4,00 EUR führt.

    BYD: Hypercars und Blitz-Ladezeiten

    Wenn wir schon von ambitionierten Strategien auf dem Automarkt sprechen, führt der Weg unweigerlich auch zu BYD. Der chinesische Branchenprimus wählt derzeit einen sehr offensiven Kurs und bläst zum direkten Angriff auf die europäische Luxusklasse. Beim Goodwood Festival of Speed präsentierte der Autobauer den Denza Z Track Edition. Dieses Elektro-Flaggschiff bringt unglaubliche 1.582 PS auf die Straße und katapultiert sich in unter zwei Sekunden aus dem Stand auf 100 km/h. BYD positioniert hiermit ein echtes Hypercar direkt gegen die europäische Konkurrenz auf deren Heimatmarkt.
    Auch in der Breite läuft die internationale Expansion auf Hochtouren. In Großbritannien konnte der Konzern die Neuzulassungen im ersten Halbjahr 2026 um satte 95 % steigern, was rund 37.995 Fahrzeugen entspricht.

    Um diese Dynamik zu halten, rollt das Unternehmen dort nun drei neue Modelle aus, darunter den Pick-up SHARK und den kompakten Kleinwagen DOLPHIN G.
    Technologisch setzt BYD ebenfalls dicke Ausrufezeichen (!!!) in der Branche. Der neue Seal 08 ist mit einer fortschrittlichen Blade-Batterie der zweiten Generation ausgestattet. Dank einer modernen 800-Volt-Architektur lässt sich Strom für 400 Kilometer in nahezu unfassbaren fünf Minuten (!) nachladen. Da ist dann kein Nachteil mehr gegenüber einem Verbrenner beim Tanken/Laden zu erkennen. Trotz all dieser messbaren operativen Erfolge, starker Auslandsverkäufe und der im vierten Quartal startenden Produktion in Ungarn, bleibt die Aktie jedoch unter Druck.

    Die Aktie verzeichnet auf Jahressicht immer noch deutliche Verluste und notierte zuletzt bei etwa 9,25 EUR – das Hoch aus 2025 lag einmal bei knapp unter 18 EUR. Der harte Preiskampf und die intensive Konkurrenz auf dem heimischen chinesischen Markt lasten offenbar noch immer schwer auf der Stimmung.
    Auch hier ist aber die Chance auf einen Rebound in Richtung 12 – 13 EUR gegeben.

    dynaCERT: Nüchterne Fortschritte und vielversprechender Chart

    Abseits dieser hart umkämpften Massenmärkte agiert dynaCERT weitaus fokussierter und besetzt dabei eine Nische, die aber nicht minder lukrativ sein muss. Das kanadische Cleantech-Unternehmen aus Toronto konzentriert sich voll und ganz auf innovative Technologien zur Reduzierung von Treibhausgasen.

    Das technologische Herzstück bildet das HydraGEN-System, eine portable Elektrolyseeinheit, die bei Bedarf reinen Wasserstoff und Sauerstoff herstellt. Diese Gase werden direkt in den Lufteinlass von großen Dieselmotoren geleitet, was dort zu einer wesentlich schnelleren und effektiveren Verbrennung des Kraftstoffs führt. Das Resultat ist eine deutlich messbare Senkung der schädlichen Emissionen bei gleichzeitig geringerem Kraftstoffverbrauch. Die clevere Skalierbarkeit des Systems erlaubt den unkomplizierten Einsatz in Schwerlastern, Minenfahrzeugen, Schiffen und bei stationären Stromgeneratoren.
    Operativ konnte das Unternehmen in den vergangenen Tagen wichtige Akzente setzen.

    https://youtu.be/ITbZKvFGWms

    Nach einer erfolgreich absolvierten Testphase erhielt dynaCERT den allerersten Serienauftrag eines Logistikunternehmens aus Vietnam. Damit nicht genug, wurden zudem mehrere HydraGEN-Einheiten bei einem der weltweit größten Hafenbetreiber in Vietnam auf Lkw und Containerstaplern installiert.
    **Dieser Schritt verleiht dem Unternehmen eine hervorgehobene Sichtbarkeit im internationalen Hafenbetrieb.

    Aber auch auf der Finanzierungsseite gab es positive Impulse zu vermelden. Das Unternehmen schloss eine Privatplatzierung erfolgreich ab und sammelte so Bruttoerlöse in Höhe von 5 Millionen CAD ein. Diese frischen Mittel, generiert durch Wandelschuldverschreibungen mit einer Verzinsung von 6 %, sollen den globalen Vertrieb in Schlüsselbranchen sowie das allgemeine Wachstum weiter ankurbeln.**
    Werfen wir zum Schluss noch einen Blick auf die Charttechnik, die bei dynaCERT derzeit eine recht erfreuliche Sprache spricht. Bereits Ende Juni gelang der Aktie der Ausbruch aus einer monatelangen Keilformation (siehe Chart unten).
    Anfang Juli kletterten die Papiere dann recht schwungvoll bis auf 0,15 CAD nach oben. Im Anschluss kam dann eine gesunde Konsolidierung, die den Kurs wieder in Richtung der Marke von 0,12 CAD und damit exakt auf das Ausbruchsniveau zurückführte. Aktuell notiert der Titel bei 0,13 CAD und strebt an, die Aufwärtsbewegung wieder aufzunehmen.
    Gelingt nun erneut der Start in Richtung 0,15 CAD und kann dieses lokale Hoch nachhaltig gebrochen werden, rückt recht schnell die Zielzone von 0,20 bis 0,25 CAD in den Fokus.

    Über der Marke von 0,15 CAD könnte sich eine Eigendynamik mit Zug in Richtung 0,20 - 0,25 CAD entwickeln

    Fazit

    Zusammenfassend präsentiert sich uns an den Finanzmärkten aktuell ein vielschichtiges Bild. Xiaomi steht vor der schwierigen Aufgabe zu beweisen, wie der Konzern den hohen Kostendruck bei den Hardware-Komponenten operativ abfedern will, ohne seine Expansionsziele im Bereich der KI aus den Augen zu verlieren.

    Bei BYD stehen die Zeichen derweil auf Angriff. Wenn es den Chinesen gelingt, sich im prestigeträchtigen europäischen Premiumsegment festzubeißen und den Preiskrieg in der Heimat durch Überseegewinne auszugleichen, dürfte die monatelang schwächelnde Aktie schnell wieder an Boden gewinnen.
    Für dynaCERT bleibt die kurz- und mittelfristige Perspektive indes positiv. Die HydraGEN-Technologie trifft in Zeiten weltweit verschärfter Umweltauflagen genau den richtigen Ton. Die jüngsten Aufträge aus dem asiatischen Raum belegen, dass die Systeme im Praxisalltag der Industrie überzeugen. Begleitet von einer Finanzierung und einem aussichtsreichen Chartbild, könnte sich hier in den kommenden Monaten eine erfreuliche Eigendynamik entfalten, sofern das Management den eingeschlagenen Pfad weiterhin so konsequent und ruhig abarbeitet.


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    Der Autor

    Matthias Schomber

    Matthias Schomber

    Aufgewachsen im hessischen Gießen, entdeckte Matthias Schomber schon in den frühen 1990er Jahren seine Leidenschaft für die Finanzmärkte – in einer Zeit, als der Börsenhandel noch eher ein Metier für echte, eingefleischte Börsianer war. Er arbeitete dort nach seiner Banklehre für ein Privatbankhaus und erlebte auf dem Frankfurter Börsenparkett live und hautnah den Aufstieg und Fall des Neuen Marktes mit und zog daraus Lektionen, die bis heute sein Denken als Trader, Autor und Handelssystementwickler prägen.

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