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04.05.2021 | 05:12

Blendende Aussichten für BioNTech, SBF und aifinyo

  • Investments
Bildquelle: pixabay.com

An der Börse wird die Zukunft gehandelt. Entsprechend wichtig ist, sind die Prognosen der Unternehmen. In den vergangenen Tagen haben der BioNTech, SBF und aifinyo mit ihren Zukunftsperspektiven überzeugt. Der Biotech-Konzern will in wenigen Monaten mit der Impfung von Minderjährigen gegen Covid-19 beginnen. Der Bahnzulieferer will mit einer Übernahme den Umsatz in wenigen Jahren verdoppeln. Das FinTec-Unternehmen hat in Q1 überzeugt und profitiert künftig von einer XING-Kooperation. Alle drei Unternehmen werden von Analysten empfohlen.

Lesezeit: ca. 3 Minuten. Autor: Mario Hose
ISIN: US09075V1026 , DE000A2AAE22 , DE000A2G8XP9


BioNTech: Impstoff wirkt bei der indischen Variante und Minderjährigen

Obwohl die Aktie von BioNTech von Rekord zu Rekord eilt, sehen Analysten weiterhin Luft nach oben. Die Gründe: zum einen hat sich der BioNTech-Chef positiv zur Wirksamkeit des Impfstoffes bei der indischen Mutation geäußert. Ugur Sahin sagte, die entsprechenden Tests liefen noch. Er sei aber "zuversichtlich", dass der gemeinsam mit dem Pharmariesen Pfizer vermarktete Wirkstoff auch gegen die in Indien aufgetretene Variante wirke. Diese zeichne sich durch Veränderungen aus, die bereits aus anderen Corona-Variationen bekannt seien. Die Partner hätten mittlerweile schon mehr als 30 Corona-Varianten getestet.

Das Ergebnis: Bei fast allen funktioniere der Impfstoff genauso gut wie bei der Ursprungsform. Zudem haben BioNTech/Pfizer bei der europäischen Behörde EMA die Impfstoffzulassung für Kinder ab 12 Jahren beantragt. Einer Phase-3-Studie zufolge habe man eine Wirksamkeit des Impfstoffes bei den Probanden zwischen 12 und 15 Jahren von 100 Prozent festgestellt. Sollte den Anträgen stattgegeben werden, können demnächst in allen 27 Mitgliedsstaaten der EU und auch in den Vereinigten Staaten Minderjährige gegen Corona geimpft werden. Zuletzt hatte Berenberg die Kaufempfehlung für die BioNTech-Aktie erneuert.

SBF hat 50-Millionen-Euro-Marke im Visier

Mit der Veröffentlichung des Jahresabschlusses hat die SBF AG einen positiven Ausblick für die kommenden Jahre gegeben. Im Kerngeschäft war es für die Holdinggesellschaft mit Beteiligungen im Bereich der Decken- und Beleuchtungssysteme ein Rekordjahr. Daneben hat sich SBF durch die Übernahme des Spezialisten für LED-Beleuchtung LUNUX strategisch weiterentwickelt.

Auch für das laufende Jahr ist die SBF Gruppe optimistisch. Der Konzernumsatz soll in 2021 von 21,4 Mio. Euro auf rund 35 Mio. Euro ¬– dazu soll Lunux bereits mit rund 11 Mio. Euro beitragen – zulegen und der Konzerngewinn nach Steuern auf rund 4,2 Mio. Euro (2020: 3,15 Mio. Euro). Dabei soll es nicht bleiben. SBF-Vorstand Rudolf Witt: „SBF ist operativ und finanziell sehr gut aufgestellt. Dies hat es uns ermöglicht, unsere M&A-Strategie mit einer sehr attraktiven Übernahme zu beginnen. Mit Lunux erweitern wir nicht nur unser Technologieportfolio im Bereich moderner LED-Leuchten, sondern haben die Weichen gestellt, um schon in wenigen Jahren die Umsatzmarke von 50 Mio. Euro zu knacken.“

montega sieht rund 42 Prozent Kurspotenzial für die SBF-Aktie

Für zusätzliches Wachstum könnte die Fortsetzung der M&A-Strategie sorgen. SBF hält eine Übernahme für Ende 2021 bzw. Anfang 2022 für möglich. Auch die aufgrund von Corona pausierte Expansion in die USA und nach England ist weiterhin ein strategisches Ziel. Der Aufbau von Niederlassungen wird wieder vorangetrieben werden, sobald die Reisebeschränkungen nachhaltig aufgehoben wurden. Aufgrund dieser Wachstumsziele haben die Analysten von montega ihr Kursziel für die SBF-Aktie leicht von 12,50 Euro auf 13,00 Euro (Empfehlung KAUFEN) erhöht. Damit sehen sie ein Kurspotenzial von rund 42 Prozent.

aifinyo mit positiver Entwicklung in Q1

Die aifinyo AG ist positiv in das Jahr 2021 gestartet. Der Betreiber einer digitalen Plattform für intelligente Finanzierungslösungen hat im ersten Quartal 2021 rund 9,8 Mio. Euro umgesetzt. Dies ist mehr als im traditionell starken Weihnachts-Quartal 2020 und annähernd auf Vor-Corona-Niveau. Das Ergebnis nach Steuern hat aifinyo gegenüber allen Quartalen des Vorjahres (2020: Q1 -304 Tsd. Euro, Q2 -2.187 Tsd. Euro, Q3 -549 Tsd. Euro und Q4 -422 Tsd. Euro) auf -204 Tsd. Euro verbessert. Für den weiteren Jahresverlauf ist aifinyo optimistisch. „Wir haben im vergangenen Jahr schnell auf die geänderten Rahmenbedingungen reagiert und unter anderem unsere Risikokosten erheblich reduziert. Auch der stärkere Fokus auf Wachstumsunternehmen insbesondere aus den Bereiche Technologie, E-Commerce und Healthcare zahlt sich mehr und mehr aus. Dabei ist zu berücksichtigen, dass ein anderer Teil unserer Kunden weiterhin von den Lockdown-Einschränkungen betroffen ist“, sagt Vorstand Stefan Kempf. „In den kommenden Monaten sollte sich die positive Entwicklung weiter fortsetzen und mit den zu erwarteten Lockerungen der Corona-Beschränkungen sollten wir endgültig auf unseren profitablen Wachstumskurs zurückkehren.“

Warburg erhöht Kursziel auf 40 Euro für aifinyo-Aktie

Die positiven Zukunftsaussichten werden von Warburg Research geteilt. Die Analysten haben im aktuellen Studienupdate das Kursziel für die aifinyo-Aktie von 36 Euro auf 40 Euro erhöht (aktueller Kurs: 24 Euro). Aus Sicht der Experten biete die kürzlich bekannt gegebene Kooperation mit HelloFreelancer, einer Tochtergesellschaft von New Work und Teil des XING-Netzwerks, attraktive Wachstumsperspektiven. HelloFreelancer ist ein B2B-Marktplatz für Freiberufler. Derzeit sind rund 500.000 Freiberufler auf der Plattform registriert. Mit aifinyo können die Freiberufler ihre Rechnungen künftig direkt auf HelloFreelancer erstellen und sich über Factoring direkt auszahlen lassen. Die Factoring-Sätze sollen leicht unter dem Niveau üblicher Skontosätze liegen, was es für Freiberufler attraktiv mache.


Der Autor

Mario Hose

In Hannover geboren und aufgewachsen, verfolgt der Niedersachse die gesellschaftliche und wirtschaftliche Entwicklung rund um den Globus. Als leidenschaftlicher Unternehmer und Kolumnist erklärt und vergleicht er die verschiedensten Geschäftsmodelle sowie Märkte für interessierte Börsianer.

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