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01.06.2026 | 04:30

Russell-Index-Aufnahme - Steht Almonty vor dem ultimativen Kursausbruch?

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Bildquelle: pixabay

Am Rohstoffmarkt stehen die Zeichen gut für Unternehmen, die für die Rüstung „zuständig“ sind. Almonty Industries ist eines davon und steht mittendrin. Die Aktie notiert aktuell bei 27,30 CAD und holt nach dem April-Hoch von 33,35 CAD erst einmal Luft. Doch im Hintergrund tickt die Uhr – aber für Almonty im positiven Sinne, denn der Iran-Krieg eskaliert weiter, trotz den Friedensbemühungen. US-Raketenangriffe im Golf von Oman und eine Seeblockade zeigen: Globale Lieferketten sind leicht zerbrechlich und anfällig. Dazu kommt ein geplanter Pentagon-Bann, der den Zugang zu Wolfram aus autokratischen Staaten abschneidet. Das treibt und trieb den Preis des wichtigen Metalls bereits stark nach oben. Almonty Industries ist ein Nutznießer davon - als einer der wenigen westlichen Wolfram-Produzenten. Fällt das alte Kurshoch, ist nach oben noch einiges an Luft. Warum jetzt eine seltene Einstiegschance vorliegen könnte, lesen Sie hier.

Lesezeit: ca. 4 Min. | Autor: Matthias Schomber
ISIN: ALMONTY INDUSTRIES INC. | CA0203987072 | TSX: AII , NASDAQ: ALM , ASX: AII

Inhaltsverzeichnis:


     

    Der Autor

    Matthias Schomber

    Aufgewachsen im hessischen Gießen, entdeckte Matthias Schomber schon in den frühen 1990er Jahren seine Leidenschaft für die Finanzmärkte – in einer Zeit, als der Börsenhandel noch eher ein Metier für echte, eingefleischte Börsianer war. Er arbeitete dort nach seiner Banklehre für ein Privatbankhaus und erlebte auf dem Frankfurter Börsenparkett live und hautnah den Aufstieg und Fall des Neuen Marktes mit und zog daraus Lektionen, die bis heute sein Denken als Trader, Autor und Handelssystementwickler prägen.

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    Wenn (See-)Blockaden Lieferketten würgen

    Wir erleben derzeit eine fundamentale Verschiebung auf dem globalen Rohstoffmarkt, die durch die aktuellen Kriegsschauplätze im Nahen Osten dramatisch beschleunigt wird. Wolfram ist längst kein einfaches Industriemetall mehr; es ist zu einer hochstrategischen „Waffe in einem globalen Wirtschaftskrieg“ geworden. Wie explosiv die Lage ist, zeigen und bestätigen die jüngsten Ereignisse, denn das US-Militär setzt eine strikte Seeblockade gegen iranische Häfen durch und beschoss erst vor wenigen Tagen das Handelsschiff „Lian Star“ im Golf von Oman, während der Iran im Gegenzug (mal wieder) mit einer weiteren, bzw. erweiterten Sperrung der Straße von Hormus droht.
    Genau diese extremen geopolitischen Risiken sind der Treibstoff für die neue Beschaffungsregel des US-Verteidigungsministeriums, die ab dem 1. Januar 2027 in Kraft tritt. Diese Vorschrift verbietet amerikanischen Rüstungsunternehmen den Bezug von Wolfram aus China, Russland, Nordkorea, und eben jenem kriegsgeschüttelten Iran. Da China derzeit über 80 % der weltweiten Produktion kontrolliert und alternative Kanäle durch militärische Blockaden wegzubrechen drohen, gerät der Westen in eine gefährliche Versorgungsfalle. Die nackte Angst vor dem Versorgungsabriss hat den Wolfram-Preis bereits auf deutlich über 3.000 USD pro metrischer Tonneneinheit katapultiert. Das ist ein wahnsinniger Preissprung von mehreren 100 % binnen eines Jahres.

    Ein unersetzlicher Rohstoff für den modernen Krieg

    Warum dieser Rohstoff so unersetzlich ist, zeigt ein Blick auf die moderne Kriegsführung. Wolfram zeichnet sich durch extreme Härte, Dichte und den höchsten Schmelzpunkt aller Metalle aus. Es wird zwingend für kinetische, panzerbrechende Munition, ballistische Panzerungen und hochmoderne Hyperschallwaffen benötigt. Wie bitter nötig dieser Nachschub ist, führen die aktuellen Bodenoffensiven vor Augen: Die israelische Armee rückt trotz offizieller Waffenruhen tief in den Libanon vor und nahm erst zuletzt die strategisch wichtige Festung Beaufort ein, die unter iranischer Anleitung mit massiven Waffenlagern der Hisbollah bestückt worden war.
    Dieser dauerhafte Zustand globaler Konflikte zwingt die Staaten zu einer weiteren Dauerschleife der Aufrüstung. Das US-Verteidigungsbudget steuert für 2026 auf die gigantische Marke von deutlich über 900 Milliarden USD zu. Gleichzeitig greift der Hunger nach Wolfram auf 2 zivile Zukunftstechnologien über. Hier könnte nochmal, sofern der Markt das erkennt und diese beiden Storys spielt, ein weiterer Treiber entstehen, der auch den Kurs von Almonty nach oben beeinflussen dürfte:

    1. Halbleiter & KI: Wolframgase sind essenziell für die Chipproduktion im Bereich Künstliche Intelligenz.

    2. Elektromobilität: Aufgrund der hohen Leitfähigkeit ist das Metall in modernen Hybridbatterien kaum zu ersetzen.
      Da die Nachfrage aus Rüstung und Tech-Industrie das weltweite Angebot um einiges übersteigen dürfte, ist ein weiteres massives Defizit quasi vorprogrammiert.

    Almonty liefert ab

    Während die Politik über eingefrorene Milliarden-Vermögen und Sanktionen streitet, schafft Almonty Industries Fakten. Der strategische Wandel vom Entwickler zum profitablen Produzenten spiegelt sich anschaulich in den Finanzergebnissen des ersten Quartals 2026 wider: Der Umsatz stieg um 221 % auf 25,4 Millionen CAD, während das bereinigte EBITDA von einem Verlust auf einen Gewinn von 6,1 Millionen CAD drehte.
    Das Fundament für dieses Wachstum ist die Sangdong-Mine in Südkorea. Sie gilt als eine der größten Wolframlagerstätten außerhalb Chinas und wurde im März 2026 feierlich eröffnet. Bis Ende des Jahres soll dort die volle kommerzielle Produktion der ersten Phase anlaufen. Abgesichert ist das Ganze durch einen 15-jährigen Abnahmevertrag, der Almonty feste Mindestpreise garantiert. Das wichtige dabei ist, dass es nach oben dabei keine Deckelung gibt. Um gleichzeitig die Nähe zum Pentagon und der US-Rüstungsindustrie zu stärken, hat Almonty seinen Hauptsitz kürzlich nach Montana verlegt.

    https://youtu.be/D39rKLK2MN0

    Charttechnische Ausgangslage

    Zusätzlich zum fundamentalen Rückenwind steht der Aktie Ende Juni 2026 ein technischer Meilenstein bevor. Die offizielle Aufnahme in die bedeutenden US-Indizes Russell 1000 und Russell 3000. Dies dürfte einen automatischen Kaufzwang bei unzähligen ETFs und Fonds auslösen, was ebenfalls die Liquidität der Aktie massiv erhöhen dürfte. Mit dem im Juni frisch installierten CFO und Wall-Street-Veteranen Jorge Beristain hat das Unternehmen zudem den perfekten Kopf an Bord, um das institutionelle Interesse zu lenken.
    Aus charttechnischer Sicht bietet sich eine hochinteressante Ausgangslage. Die Aktie ist in einer Seitwärtsbewegung und konsolidiert um die Marke von 27,30 CAD aktuell. Sobald das April-Hoch bei 33,35 CAD nachhaltig durchbrochen wird, ist der Weg frei in Richtung 38 bis 40 CAD. Fundamental dürfte dieser Weg schon bald ebenfalls geebnet sein. Ein Hauptgrund könnte die strukturelle Wolframknappheit weltweit sowie den erfolgreichen Übergang der Sangdong-Mine in die entscheidende Produktionsphase sein, bzw. werden.

    Fazit

    Der eskalierende Wirtschaftskrieg und die realen militärischen Konflikte aktuell machen eines unmissverständlich klar: Die Zeiten billiger und unkomplizierter Rohstoffimporte aus Autokratien sind endgültig vorbei. Almonty Industries sitzt auf den wichtigsten strategischen Wolfram-Reserven der westlichen Welt. Wer angesichts brennender Handelsrouten und historischer Rüstungsbooms nach einer Aktie sucht, die von dieser geopolitischen Zeitenwende profitiert, kommt an Almonty kaum oder fast gar nicht vorbei. Auf dem aktuellen Konsolidierungsniveau könnte sich für Investoren eine gute Einstiegschance bieten.


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    Der Autor

    Matthias Schomber

    Aufgewachsen im hessischen Gießen, entdeckte Matthias Schomber schon in den frühen 1990er Jahren seine Leidenschaft für die Finanzmärkte – in einer Zeit, als der Börsenhandel noch eher ein Metier für echte, eingefleischte Börsianer war. Er arbeitete dort nach seiner Banklehre für ein Privatbankhaus und erlebte auf dem Frankfurter Börsenparkett live und hautnah den Aufstieg und Fall des Neuen Marktes mit und zog daraus Lektionen, die bis heute sein Denken als Trader, Autor und Handelssystementwickler prägen.

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