03.06.2026 | 04:10
Rebound-Fieber bei Nel Asa und TeamViewer: Zündet nun auch bei Desert Gold der Turbo?
An den internationalen Finanzmärkten herrscht aktuell in einigen Aktien die pure Euphorie. Die Wall Street zockt wieder wie kurz vor dem Crash von 2022, und eine weltweite Explosion der Software-Aktien um rund 10 %, teilweise auch um einiges mehr, hat die Technologiebörsen regelrecht beflügelt. Trotz anhaltender wirtschaftlicher Unsicherheiten greifen Investoren wieder mutig und beherzt zu. Von diesem schnell wechselnden Stimmungswechsel profitieren vor allem Titel, die zuvor eine harte Durststrecke durchmachen mussten. Sowohl der Wasserstoffpionier Nel Asa als auch der deutsche Softwarespezialist TeamViewer haben sich mit spektakulären charttechnischen Befreiungsschlägen zurückgemeldet und untermauern die neue Zuversicht am Markt. Inmitten dieses dynamischen Umfelds, in dem auch Sachwerte als Absicherung gegen globale Krisen hoch im Kurs stehen, rückt ein kleinerer Rohstoffwert in den Fokus: Die Aktie von Desert Gold hat nach der jüngsten Platzierung an Fahrt aufgenommen und steuert auf operative Meilensteine zu, die das Papier endgültig deutlich nach oben bringen könnten.
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Autor:
Matthias Schomber
ISIN:
TEAMVIEWER AG INH O.N. | DE000A2YN900 , NEL ASA NK-_20 | NO0010081235 , DESERT GOLD VENTURES | CA25039N4084 | TSXV: DAU , OTCQB: DAUGF
Inhaltsverzeichnis:
Der Autor
Matthias Schomber
Aufgewachsen im hessischen Gießen, entdeckte Matthias Schomber schon in den frühen 1990er Jahren seine Leidenschaft für die Finanzmärkte – in einer Zeit, als der Börsenhandel noch eher ein Metier für echte, eingefleischte Börsianer war. Er arbeitete dort nach seiner Banklehre für ein Privatbankhaus und erlebte auf dem Frankfurter Börsenparkett live und hautnah den Aufstieg und Fall des Neuen Marktes mit und zog daraus Lektionen, die bis heute sein Denken als Trader, Autor und Handelssystementwickler prägen.
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Der Chart-Krimi um Nel Asa
Der skandinavische Wasserstoffspezialist Nel Asa präsentiert sich derzeit als echtes Phänomen mit einer gespaltenen Persönlichkeit. Auf der einen Seite steht eine beeindruckende Kursrally: Ausgehend vom Tief bei 0,20 Euro schoss die Aktie bis Ende Mai auf ein 52-Wochen-Hoch von 0,36 bis 0,37 Euro hoch. Das ist ein Plus von über 70 % seit Jahresbeginn. Nach einer kurzen, gesunden Korrektur pendelte sich der Kurs im Bereich von 0,33 bis 0,34 Euro ein. Während technische Indikatoren auf Tagesbasis ein gemischtes Bild signalisieren und die Trader den letzten Aufwärtstrend noch feiern, schlagen aber Analysten gemeinschaftlich Alarm. Einige vergeben gar ein Sell- oder Hold-Rating.
Tatsächlich zeigen die Zahlen des ersten Quartals 2026 eine tiefe Kluft: Der Umsatz aus Kundenverträgen sank auf 148 Millionen NOK (teilweise über 20 % unter den Erwartungen), und der Auftragseingang brach im Vergleich zum Vorjahr gar um 73 % auf nur noch 85 Millionen NOK ein. Das EBITDA verharrte mit -100 Millionen NOK in den roten Zahlen. Doch Nel-Optimisten blicken auf die Zukunft, denn auf dem World Hydrogen Summit präsentierte Nel gemeinsam mit dem Großaktionär Samsung E&A (hält über 9 % der Anteile) die neue 100-MW-Plattform „CompassH2-A+“. Das System bietet eine neuartige Rundumgarantie von Samsung für die gesamte Anlage, was die Finanzierung von Großprojekten massiv erleichtert. Zudem sichert ein Cash-Polster von 1,44 Milliarden NOK sowie eine EU-Förderung von bis zu 135 Millionen Euro für die Gigawatt-Fabrik in Heroya den operativen Spielraum bis Ende 2026. Die nächste große Schlacht wird am 15. Juli mit dem Halbjahresbericht ausgetragen.
TeamViewer Aktie explodiert
Eine regelrechte Kursexplosion erlebte in dieser Woche die Aktie von TeamViewer. Beflügelt durch die globale Tech-Rally, bei der Softwaretitel weltweit nach oben schossen, führte TeamViewer die Hitliste im TecDAX an. Die Aktie kletterte im Zuge des jüngsten Rebounds von 4,10 Euro über die Marke von 6,50 EUR. Aktuell liegt sie bei knapp 6,35 EUR. Innerhalb eines einzigen Monats verzeichnet das Papier damit ein Kursplus von über 30 %. In den Anlegerforen ist die Euphorie förmlich greifbar. Viele fühlen sich an die Boom-Phase des Jahres 2020 erinnert. Argumentiert wird vor allem mit der Logik, dass sich Fernwartungslösungen in Zeiten dauerhaft hoher Energie- und Mobilitätskosten für Unternehmen umso mehr auszahlen.
Fundamental bleibt TeamViewer zwar ein Konzern im Umbau, doch die Richtung stimmt. Während das Geschäft mit kleineren Kunden stagniert, wächst der wichtige Enterprise-Bereich für Großkunden weiterhin dynamisch. Kritiker mahnen zwar, dass Indikatoren wie der RSI durch den rasanten Anstieg kurzfristig heißgelaufen sind und das Risiko von Gewinnmitnahmen steigt. Auch die Integration der Übernahme von 1E erfordert noch Arbeit, um die historische Skepsis bezüglich zu teurer Akquisitionen endgültig abzustreifen. Dennoch zeigt sich, dass der Optimismus zurück ist. TeamViewer liefert wieder Kursfantasie und hat den charttechnischen Deckel eindrucksvoll weggesprengt.
Der perfekte Nährboden für Sachwerte und Rohstoffe
Die Rückkehr des Risikoappetits und das hohe Handelsvolumen an den Börsen spülen neues Kapital in den Markt. Wenn etablierte Wachstumswerte wie Nel Asa und TeamViewer Stärke zeigen, zieht das die gesamte Marktbreite mit nach oben. Da gleichzeitig geopolitische Spannungen und das Zock-Verhalten an den Märkten die Nervosität im Hintergrund hochhalten, bleibt die Nachfrage nach echten Sachwerten unverändert stark. Gold agiert weiterhin als Fels in der Brandung. Von dieser Kombination aus investitionsfreudigem Markt und starkem Edelmetallsektor profitieren vor allem jene Unternehmen, die kurz vor dem Sprung vom reinen Explorer zum profitablen Produzenten stehen.
Desert Gold: Der Countdown zur eigenen Produktion läuft
In exakt dieser profitablen Nische bewegt sich das kanadische Unternehmen Desert Gold. Auf dem 440 Quadratkilometer großen SMSZ-Projekt im Westen von Mali verfügt das Unternehmen über eine tolle Liegenschaft direkt auf einer der ergiebigsten Goldstrukturen Westafrikas. Die jüngste strategische Platzierung hat das Fundament gelegt, um die Aktie spürbar weiter zu beleben und nach vorne zu bringen. Seit dem Start des Phase-1-Bohrprogramms am 27. April 2026 laufen die Arbeiten plangemäß: Über eine Länge von 4.250 Metern werden fünf Top-Ziele (u. a. Koussili und Mogoyafara South) mittels Reverse-Circulation-Bohrungen exploriert, um die Ressourcen in direkter Nähe zur geplanten Barani East Mine zügig auszuweiten.
Fast noch wichtiger erscheint der Fortschritt beim Bau der eigenen Infrastruktur: Wie das Management am 5. Mai 2026 bekannt gab, wurden 52.000 Quadratmeter Fläche für die Barani-Gravitationsanlage geräumt, die Erdarbeiten für die Fundamente sind im Gange und die Wasserversorgung ist gesichert. Da die mechanische Anlage in China bereits erfolgreich abgenommen wurde und sich auf dem Seeweg befindet, steht der offizielle Termin für die Inbetriebnahme fest: Noch im Juli 2026 soll Desert Gold offiziell zum Goldproduzenten werden.
Sensationelle Wirtschaftlichkeit und ein GBC-Kursziel von 0,59 Euro
Das Preliminary Economic Assessment (PEA) bescheinigt dem Projekt eine außergewöhnliche Rentabilität. Bei einem angenommenen Basis-Goldpreis von 2.850 USD pro Unze ergibt sich ein Nach-Steuer-Barwert von 61 Millionen USD und eine interne Rendite (IRR) von 57 %. Sollte der Goldpreis die Marke von 4.070 USD halten, springt der Nach-Steuer-Barwert auf 124 Millionen USD und dies bei einer sensationellen Rendite von 101 %.
Dies hat auch die Analysten von GBC veranlasst, der Aktie ein erhebliches Potenzial zuzusprechen. Ihr offizielles Kursziel liegt bei 0,59 Euro (ca. 0,95 CAD). Charttechnisch wird es spannend, sobald der Kurs nachhaltig über die Marke von 0,15 CAD ausbricht. Eine Verdopplung in den Bereich von 0,30 CAD gilt mit Blick auf den Produktionsstart, die PEA sowie die GBC-Analyse als ein machbares Meilenstein-Szenario.
Fazit:
Das Gesamtbild im Juni 2026 zeigt, dass der Optimismus an den Märkten zurückgekehrt ist und Anlegern vielseitige Chancen bietet. Nel Asa hat sich trotz schwacher Auftragsdaten dank starker Charts und der wegweisenden Samsung-Plattform eindrucksvoll zurückgemeldet. TeamViewer untermauert mit einer fulminanten Rally und starkem Enterprise-Wachstum seine neue operative Stärke im Software-Sektor.
Desert Gold fügt sich perfekt in dieses bullische Umfeld ein: Es kombiniert den „Schutzcharakter eines Sachwertes“ mit dem massiven „Hebel eines angehenden Produzenten“. Mit der erfolgreichen Platzierung im Rücken und dem festen Starttermin für die Goldproduktion bietet die Aktie eine super Eigendynamik. Für Depots ergibt sich hier eine hochinteressante Beimischung.
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