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17.07.2026 | 04:40

Crash-Gefahr oder Kaufchance? SpaceX crasht, BMW mit Reboundchance und Desert Gold glänzt charttechnisch!

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Bildquelle: pixabay

Die Lage im Nahen Osten hat sich weiter zugespitzt, die Angriffe rund um die Straße von Hormus lassen den Ölpreis steigen. Die Nordseesorte Brent lag zuletzt bei etwa 85 USD. Das sorgt für zusätzliche Unsicherheit an den Märkten. Wer aktuell nach guten Anlagen sucht, sollte deshalb nicht nur einzelne Aktien betrachten, sondern auch die politische Lage im Blick behalten. Im Folgenden schauen wir uns die aktuelle Situation bei 3 Aktien genauer an und zeigen, wo sich mögliche Chancen auftun könnten. Zum einen geht es um BMW. Das Unternehmen wird an der Börse derzeit recht niedrig bewertet und könnte vielleicht rebounden, während zum anderen SpaceX in eine Art Crashmodus übergegangen ist und mit fallenden Kursen kämpft. Sogar der IPO-Preis wurde unterschritten. Des weiteren schauen wir noch auf ein kleines Goldunternehmen in Westafrika, welches sich nahezu unabhängig von allem weiter entwickelt, bislang ohne großes Aufsehen. Liegt hier vielleicht eine große Chance und großes Potenzial?

Lesezeit: ca. 4 Min. | Autor: Matthias Schomber
ISIN: DESERT GOLD VENTURES | CA25039N4084 | TSXV: DAU , OTCQB: DAUGF , SPACE EXPLORATION TECHNOLOGIES CORP | US84615Q1031 | NASDAQ: SPCX , BAY.MOTOREN WERKE AG ST | DE0005190003

Inhaltsverzeichnis:


     

    Der Autor

    Matthias Schomber

    Aufgewachsen im hessischen Gießen, entdeckte Matthias Schomber schon in den frühen 1990er Jahren seine Leidenschaft für die Finanzmärkte – in einer Zeit, als der Börsenhandel noch eher ein Metier für echte, eingefleischte Börsianer war. Er arbeitete dort nach seiner Banklehre für ein Privatbankhaus und erlebte auf dem Frankfurter Börsenparkett live und hautnah den Aufstieg und Fall des Neuen Marktes mit und zog daraus Lektionen, die bis heute sein Denken als Trader, Autor und Handelssystementwickler prägen.

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    Tag-Cloud


    Aktien-Cloud

    Bayerische Ingenieurskunst

    Beginnen wir mit einem echten Herzensstück der deutschen Ingenieurskunst, das aber zur Zeit keine Freude bringt, zumindest wenn man sich den aktuellen Aktienkurs von BMW ansieht, dann könnte man fast weinen. Die Papiere des bayerischen Traditionskonzerns werden derzeit auf einem Mehrjahrestief nahe der Marke von 58 EUR gehandelt. Doch man darf sich von diesem teilweise sicherlich auch irrationalen Ausverkauf nicht täuschen lassen. Ja, es gibt Gegenwind und die gesamte Branche ächzt unter der schwachen Nachfrage aus China, den hohen Energiekosten. Für BMW kam in Nordamerika jetzt auch noch ein Rückruf wegen eines potenziellen Korrosionsproblems am Starterrelais hinzu. Aber wir sprechen hier immer noch von BMW. Und der Autobauer ist, das sollte man nicht vergessen, auch ein profitabler Autokonzern mit einer recht niedrigen Bewertung.
    Ein Kurs-Gewinn-Verhältnis von knapp über 5 und eine Dividendenrendite von deutlich über 5 % sind eine fundamentale Einladung. Der Markt straft die Bayern für das jetzige, vielleicht aber auch nur vorübergehende konjunkturelle Tief ab, übersieht dabei aber völlig die Substanz und die weltweite Strahlkraft dieser Premiummarke. Ende Juni wurden die Vorzugsaktien in Stammaktien umgewandelt, was die Struktur vereinfacht. Wer hier nicht die langfristige Chance sieht, lässt sich eventuell von kurzfristiger Panik blenden. Vermutlich wird BMW wieder zurückkommen und möglicherweise operativ stärker als zuvor. Wer auf einen Rebound setzen möchte, bekommt hier vielleicht gerade jetzt eine tolle Chance geboten.
    Wir verlassen den Asphalt auf dem die Autos fahren und richten den Blick nach oben in den Himmel, bzw. den Weltraum, wo die Bewertungen scheinbar ebenso schwerelos sind wie die Raketen selbst: SpaceX

    Der Fall der Hype-Rakete

    SpaceX, bzw. der Firmengründer, hat die Fantasie der Anleger beflügelt, doch aktuell durchlebt Elon Musks Weltraumkonzern eine harte Bruchlandung und kommt auf den Boden der Tatsachen zurück. Noch vor kurzem feierte der Markt den Börsengang als historisches Ereignis. Zu einem Ausgabepreis von 135 USD rissen sich die Investoren um die Papiere, trieben den Kurs auf über 225 USD und pumpten die Bewertung auf absurde 1,7 Billionen USD auf. Doch die Euphorie verflüchtigte sich fast noch schneller als der Raketentreibstoff beim Start es tun könnte.
    Zuletzt ist die Aktie erstmals unter ihren Ausgabepreis gefallen und notierte zeitweise bei gut 132 USD. Die Zahlen, wenn man sie nüchtern betrachtet, offenbaren das Problem sehr schonungslos. Einem Umsatz von knapp 19 Milliarden USD steht ein massiver Verlust von fast 5 Milliarden USD gegenüber. Die Anleger haben teures Geld für eine bloße Hoffnung auf die ferne Zukunft bezahlt und tun es ja teilweise immer noch, wenn sie die Aktie kaufen. Aktuell zahlt man immer noch das 49-fache des erwarteten Umsatzes. Es gibt aber auch Investoren, die diese drastische Schwäche als eine willkommene Einladung verstehen.

    Die Star-Investorin Cathie Wood z. B. hat mit ihrem ARK-Fonds, bzw. Unterfonds aus ihrem Imperium, zugegriffen und über 120.000 Aktien (nach)-gekauft. Ob dieser überaus mutige Schritt schlussendlich belohnt wird, bleibt abzuwarten. Im August erwarten wir den nächsten Quartalsbericht, der zeigen muss, ob SpaceX das tiefe finanzielle schwarze Loch verkleinern kann.
    Während Investoren ihr Geld bei SpaceX in vage Versprechen pumpen, zieht es so manchen Beobachter vielleicht lieber zurück zu dem, was wirklich beständig ist: Gold!

    Aufstrebender Player in Westafrika

    Kommen wir abschließend zu Desert Gold, einem aufstrebenden Player im westafrikanischen Goldsektor. Die Kanadier arbeiten an ihrem SMSZ-Projekt in Mali konzentriert an der Umsetzung ihrer Ziele. Die Nachrichtenlage der letzten Monate zeichnet das Bild eines Unternehmens, das seine Hausaufgaben offensichtlich geplant und auch gewissenhaft macht.
    Ende April startete ein ambitioniertes Bohrprogramm über 4.250 Meter. Das operative Ziel ist klar definiert. Man möchte bekannte Mineralisierungen erweitern und die Ressourcen rund um die geplante Barani-Mine deutlich vergrößern.
    Ebenfalls erfreulich war das News-Update von Anfang Mai. Die Vorbereitungen für die Gravitationsanlage bei Barani East laufen auf Hochtouren. Das Gelände ist schon großflächig geräumt, die Anlage für die geplante Produktion befindet sich aus China bereits auf dem Weg nach Dakar, und die Inbetriebnahme ist für Juli geplant.

    Das ist ein wichtiger Meilenstein auf dem Weg zur tatsächlichen Goldproduktion. Die zugrundeliegende wirtschaftliche Bewertung kann sich absolut sehen lassen. Die vorläufige Wirtschaftlichkeitsstudie bescheinigt dem Projekt einen Kapitalwert nach Steuern von 61 Millionen USD und eine interne Verzinsung von 57 % bei einem Goldpreis von 2.850 USD pro Unze.

    https://youtu.be/MK7Gjlfn0jg

    Auch die Analysten von GBC sehen erhebliches Potenzial und geben ein Kursziel von 0,59 EUR, beziehungsweise 0,95 CAD für die einzelne Aktie aus.

    Charttechnisch betrachtet gilt es nun, die Marke von 0,15 CAD nachhaltig zu überwinden. Gelingt dies, ist der Weg in Richtung 0,30 CAD relativ frei. Zwar ist das GBC-Kursziel noch ein sehr weiter Weg, aber das mittelfristige Erreichen der 0,30 CAD scheint bei planmäßigem Fortschritt und stabilen Goldpreisen und auch bei planmäßigem Start der Produktion ein durchaus mögliches Szenario zu sein.

    Über 0,15 CAD könnte charttechnisch eine Verdopplung nochmal möglich sein!

    Fazit:

    Zum Abschluss lässt sich festhalten, dass die Börse derzeit für wirklich jeden Geschmack etwas bereithält. BMW bleibt ein fundamental starkes, wenn auch aktuell arg gebeuteltes Investment, das mit einer attraktiven Dividendenrendite und viel fundamentaler Substanz lockt. Hier könnte ein Rebound bevorstehen.
    SpaceX verkörpert eine hochriskante Wette auf die technologische Zukunft, bei der die „Schwerkraft der schwachen Bilanzen“ derzeit spürbar schwerer wiegt als die Fantasie der Aktionäre. Vorsicht ist hier auch weiterhin angebracht!
    Desert Gold besticht durch eine methodische Weiterentwicklung zum Goldproduzenten. Wenn die Kanadier ihre nahenden Produktionsziele im Juli erfolgreich umsetzen und die Bohrprogramme wie erhofft weitere Ressourcen bestätigen, bietet diese Aktie eine gute Chance auf weitere Kurssteigerungen.


    Interessenskonflikt

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    Der Autor

    Matthias Schomber

    Aufgewachsen im hessischen Gießen, entdeckte Matthias Schomber schon in den frühen 1990er Jahren seine Leidenschaft für die Finanzmärkte – in einer Zeit, als der Börsenhandel noch eher ein Metier für echte, eingefleischte Börsianer war. Er arbeitete dort nach seiner Banklehre für ein Privatbankhaus und erlebte auf dem Frankfurter Börsenparkett live und hautnah den Aufstieg und Fall des Neuen Marktes mit und zog daraus Lektionen, die bis heute sein Denken als Trader, Autor und Handelssystementwickler prägen.

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