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28.10.2025 | 06:15

Bloomberg: Almonty Industries kauft Wolfram-Projekt in den USA

  • Investments
Bildquelle: pixabay.com

Wie Bloomberg vorab berichtet, plant der kanadische Wolframproduzent Almonty Industries Inc., ein ehemaliges Wolfram-Projekt in Montana (USA) zu übernehmen. Ziel ist es, die erste kommerzielle Wolfram-Mine der Vereinigten Staaten seit einem Jahrzehnt wieder in Betrieb zu nehmen – ein Schritt, der die amerikanische Abhängigkeit von chinesischen Lieferungen verringern könnte. Es ist zu erwarten, dass diese Transaktion auf großen Zuspruch in der breiten Öffentlichkeit treffen wird. CEO Lewis Black bedient mit dem Aufbau einer Produktion in den USA das Bedürfnis für Unabhängigkeit der Industrienation, die sich zuvor und über Jahrzehnte in Abhängigkeit gebracht hat.

Lesezeit: ca. 2 Min. | Autor: Mario Hose
ISIN: ALMONTY INDUSTRIES INC. | CA0203987072

Inhaltsverzeichnis:


    Almonty Industries wird US-Produzent

    Bloomberg hat berichtet, dass das in Toronto ansässige Unternehmen Almonty Industries den Kauf eines US-Wolfram-Projekts abgeschlossen hat. Die Übernahme soll durch eine Kombination aus Aktien und Barzahlungen erfolgen, nähere finanzielle Details wurden zunächst nicht veröffentlicht. Es ist zu erwarten, dass weitere Details zur Transaktion im Laufe des Tages offiziell bekanntgegeben werden.

    Sobald die erforderliche Abbau-Genehmigung vorliegt, könnte der Minenbetrieb bereits Ende nächsten Jahres wieder anlaufen, heisst es weiter. Almonty plant, aufbereitete Anlagen aus seinen spanischen Betrieben für den Neustart zu verwenden. Laut Unternehmensangaben sind Wasserrechte und Rohrleitungen am Standort bereits vorhanden – eine wesentliche Voraussetzung für eine schnelle Wiederinbetriebnahme.

    Das Projekt ist Teil der US-Initiative, die Abhängigkeit von China bei sogenannten kritischen Rohstoffen zu verringern. Wolfram gilt als strategisch wichtiges Metall – unter anderem wegen seiner Verwendung in panzerbrechender Munition, Werkzeugstahl und Halbleitern. Seitdem die kommerzielle Förderung in den USA vor rund zehn Jahren eingestellt wurde, ist das Land vollständig auf Importe und Recycling angewiesen.

    Lieferant für US-Unternehmen und Behörden

    Almonty-CEO Lewis Black wird zitiert, dass das Unternehmen bereits Gespräche mit dem US-Verteidigungsministerium führe. Man plane, künftig Wolframkonzentrat an US-Unternehmen wie Global Tungsten & Powders Corp., Kennametal Inc. oder Buffalo Tungsten Inc. zu liefern, die das Material weiterverarbeiten.

    Neben dem Erwerb des US-Projekts treibt Almonty auch die strategische Neuausrichtung seiner Konzernstruktur voran. Nach dem Börsengang an der Nasdaq im Juli 2025 wurde eine Neudomizilierung nach Delaware angekündigt. Die neue Mine in den USA soll eine Ergänzung zu Almontys Großprojekt in Südkorea, das kurz vor Produktionsbeginn steht, sowie zu der Mine in Portugal bilden.

    Anstelle einer Beteiligung staatlicher Institutionen schlägt Almonty den direkten Ankauf von Wolfram durch US-Behörden vor – zu transparenten, marktbasierten Preisen. Gespräche mit Einrichtungen wie der Defense Advanced Research Projects Agency (DARPA) laufen bereits seit mehreren Monaten.

    Almonty Industries auf drittem Kontinent

    Mit dem Erwerb des Wolfram-Projekts in Montana positioniert sich Almonty Industries strategisch in einem geopolitisch sensiblen Markt. Sollte die geplante Wiederinbetriebnahme gelingen, würde die USA erstmals seit zehn Jahren wieder eigenständig Wolfram fördern, heisst es in dem Bloomberg Beitrag.

    Während die Nachfrage nach dem Metall durch die Rüstungs- und Halbleiterindustrie stetig wächst, gilt die Rückkehr der Produktion in westliche Hände als wichtiger Schritt in Richtung Rohstoffsouveränität.

    Almonty Industries verfügt über erhebliche Wettbewerbsvorteile gegenüber anderen Wolfram-Unternehmen, denn das Unternehmen besitzt nicht nur die notwendigen Maschinen und Anlagen, um eine Mine in Betrieb zu nehmen, sondern vor allem das Wissen und die Erfahrungen, es umzusetzen. Die Mine in Portugal wird seit 135 Jahren betrieben und die Mine in Südkorea ist die größte Anlage, die seit den 70er Jahren in Betrieb genommen wurde. Vor diesem Hintergrund ist davon auszugehen, dass dem Team einem schnellstmöglicher Start gelingen wird.


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    Der Autor

    Mario Hose

    In Hannover geboren und aufgewachsen, verfolgt der Niedersachse die gesellschaftliche und wirtschaftliche Entwicklung rund um den Globus. Als leidenschaftlicher Unternehmer und Kolumnist erklärt und vergleicht er die verschiedensten Geschäftsmodelle sowie Märkte für interessierte Börsianer.

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