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06.04.2026 | 05:30

ALMONTY INDUSTRIES: Rohstoff-Highflyer unter Druck – eine attraktive Kaufchance für Neueinsteiger

  • Investments
Bildquelle: Rheinmetall

Die Aktie von Almonty Industries zählt hierzulande zu den beliebtesten und erfolgreichsten Rohstofftiteln der jüngeren Vergangenheit. Der Aktienkurs des Hotstocks hatte sich von Anfang 2025 bis Mitte März 2026 annähernd verzwanzigfacht. In der Spitze lag der Börsenwert bei über fünf Milliarden US-Dollar. Doch seit gut zwei Wochen schwächelt der Kurs und ist seither im Tief um rund 30 % eingebrochen. Interessierten Neueinsteigern bietet sich dadurch jetzt eine attraktive Kaufchance. Denn die Wachstumsstory des Wolfram-Produzenten ist nach wie vor voll intakt.

Lesezeit: ca. 6 Min. | Autor: Mario Hose
ISIN: ALMONTY INDUSTRIES INC. | CA0203987072 | TSX: AII , NASDAQ: ALM , ASX: AII

Inhaltsverzeichnis:


    Rohstoffunternehmen mit Milliardenbewertung

    Die Aktie von Almonty Industries ist eine der erfolgreichsten Börsenstories der jüngeren Vergangenheit. Vom kleinen, relativ unbekannten Wolfram-Produzenten ist Almonty innerhalb weniger Monate zum vielbeachteten Rohstoffkonzern mit Milliardenbewertung herangewachsen. Der Aktienkurs hatte sich von Anfang 2025 bis Mitte März 2026 annähernd verzwanzigfacht. In der Spitze – bei Kursen von über 22 USD (umgerechnet rund 30 CAD oder gut 20 EUR) – lag der Börsenwert bei über fünf Mrd. USD. Doch seit gut zwei Wochen schwächelt der Kurs und ist seither um fast 30 % eingebrochen. Einen echten fundamentalen Grund für den Rücksetzer gibt es eigentlich nicht. Interessierten Neueinsteigern bietet sich dadurch jetzt eine attraktive Kaufchance. Denn die Wachstumsstory von Almonty ist nach wie vor voll intakt.

    Von über 22 USD Mitte März ist die Aktie zuletzt bis auf unter 14 USD gefallen. Die starke Korrektur der vergangenen Wochen ist nach den hohen Kursgewinnen der Vormonate an sich nicht außergewöhnlich. Vor allem im aktuell sehr krisenbehafteten Marktumfeld rund um den Iran-Konflikt ist die Volatilität an den Börsen hoch. Die starken Schwankungen machen Investoren nervös. Viele bauen derzeit größere Liquiditätsreserven auf. Zudem lösen Anleger oft zuerst genau die Positionen auf, die schnell zu Geld gemacht werden können und bei denen hohe Gewinne in den Büchern stehen. Diese Gewinnmitnahmen sorgen im Gegenzug dafür, dass interessierte Neueinsteiger nun günstiger zum Zuge kommen können. Denn die Story von Almonty verspricht in den kommenden Jahren außerordentlich gute Wachstumsperspektiven.

    Wolfram wird zur Erfolgstory

    Almonty Industries, ein kanadischer Bergbaukonzern, ist einer der weltweit wichtigsten unabhängigen Produzenten von Wolframkonzentrat außerhalb Chinas – mit Projekten in Spanien, Portugal, Asien und den USA. In Südkorea entwickelt das Unternehmen eine der weltweit größten Wolframminen. Das Material war einst ein klassisches Industriemetall. Inzwischen ist es ein stark nachgefragter Technologierohstoff, der unter anderem in der Fahrzeugindustrie und in der Luftfahrt zum Einsatz kommt und von der Rüstungsindustrie stark nachgefragt wird. Wolfram kann extremer Hitze trotzen, ist nahezu unverwüstlich und wird dort gebraucht, wo Material an seine physikalischen Grenzen stößt. Genau deshalb wird es zunehmend zum strategischen Faktor in vielen Bereichen – vor allem im Militär. Wolfram steckt inzwischen in Panzerungen, in Munition und in hochbelastbaren Komponenten von Kampfjets.

    Die globale Abhängigkeit ist enorm: Rund 86 % der Förderung entfallen auf China. Der Rest verteilt sich auf politisch heikle Regionen wie Russland oder Nordkorea. Für westliche Industrienationen ist das eine riskante Konstellation – insbesondere mit Blick auf die Rüstungsbranche. Dass die Versorgung kritisch ist, hat auch die NATO längst erkannt. Mehrere Schlüsseltechnologien – von Triebwerken über Sensorik bis zu strukturellen Bauteilen – hängen von einer sicheren Versorgung mit strategischen Rohstoffen ab. Wolfram nimmt dabei eine Sonderrolle ein, denn kein anderes Metall kombiniert eine derart hohe Schmelztemperatur von über 3.400 °C, extreme Härte und außergewöhnliche Dichte. Ohne Wolfram gibt es heute keinen modernen Hochleistungsstahl, keine hitzebeständigen Turbinen und keine belastbaren Waffensysteme. Die Versorgungssicherheit ist entsprechend entscheidend.

    Sangdong wird zum Gamechanger

    Seit China jedoch die Exportrestriktionen verschärft hat, ziehen die Preise an. Gleichzeitig ist das Angebot außerhalb des Landes drastisch geschrumpft – von einst rund 100 Minen auf heute kaum mehr als eine Handvoll. Diese Verknappung spielt Almonty in die Karten. Der Konzern gehört zu den wenigen relevanten Produzenten außerhalb Chinas – mit aktiven Projekten in Europa und einem strategischen Anker in Asien. Im Zentrum steht die Sangdong-Mine in Südkorea, eine der größten und hochgradigsten Wolfram-Lagerstätten weltweit. Sie dürfte in den kommenden Jahren zum echten Gamechanger werden und ist aktuell das mit Abstand wichtigste Asset im Portfolio von Almonty. Ende 2025 wurde die Wolfram-Produktion dort angefahren. Im laufenden Jahr ist eine Produktion von 310.000 Metric Ton Units (MTU) zu Gesamtförderkosten von 204 USD/MTU geplant. 1 MTU entspricht 10 Kilogramm Wolframtrioxid. 2027 soll sich die Produktion in Sangdong mit der zweiten Ausbaustufe verdoppeln – bei Förderkosten von deutlich unter 200 USD/MTU.

    Angesichts aktueller Marktpreise von zuletzt fast 3.000 USD/MTU ist die Gewinnspanne des größten Wolframprojekts außerhalb Chinas auf jeden Fall spektakulär. Mit der Produktionsaufnahme wird die Mine über zehn Prozent der globalen Wolfram-Nachfrage decken können – mindestens über einen Zeitraum von 30 Jahren, optimistische Schätzungen reichen sogar bis zu 90 Jahren. Perspektivisch könnte Almonty bis zu 40 % der nicht-chinesischen Produktion kontrollieren. Damit verfügt das Unternehmen nicht nur über eine exzellente Wachstumsstory, sondern ist auch geopolitisch von hoher Relevanz. Zumal die USA ihre Lieferketten neu ordnen: Ab 2027 soll Wolfram aus China, Russland oder Nordkorea für das US-Verteidigungsministerium tabu sein. Westliche Anbieter wie Almonty werden damit quasi systemrelevant für das Pentagon.

    Die Bank of America hat Almonty neu bewertet: Lewis Black packt alles aus!
    https://youtu.be/yKWEA8oMgKQ

    Almonty hat sich für das zukünftige Wachstum bereits in Stellung gebracht. Mit dem NASDAQ-Listing sicherte sich das Unternehmen den Zugang zu Investoren und frischem Kapital, um die Produktion hochzufahren und die Weiterverarbeitung auszubauen. Parallel zu Sangdong peilt Almonty den Start des Projekts „Gentung Browns Lake“ in den USA im zweiten Halbjahr 2026 an. Das Projekt wäre die erste kommerzielle Wolframmine in den Vereinigten Staaten seit Jahrzehnten. Nach dem Börsengang und mehreren Kapitalmaßnahmen verfügt Almonty über ein solides Cashpolster. Laut Geschäftsbericht 2025 lag der Bestand an liquiden Mitteln bei rund 268,4 Mio. CAD.

    Der Umsatz legte im Vorjahr um 13 % auf 32,5 Mio. CAD zu, im Schlussquartal beschleunigte sich das Wachstum auf 39 %. Entscheidend für die Einordnung ist jedoch das Ergebnis: Der ausgewiesene Nettoverlust stieg zwar von 16,3 auf knapp 162 Mio. CAD. Doch was auf den ersten Blick nach einem operativen Desaster aussieht, entpuppt sich als überwiegend nicht zahlungswirksamer, buchhalterischer Effekt. Der Großteil des Verlusts resultiert aus der Neubewertung von Wandelanleihen und Derivaten, die aufgrund des starken Kursanstiegs deutlich höher bewertet werden mussten. Dieser Effekt ist eher ein Nebenprodukt der Kursrally als ein operatives Problem. Almonty verdient operativ zwar noch kein Geld, befindet sich aber klar in der Aufbauphase. Börsengang, Kapitalmaßnahmen und der Aufbau der Minen haben in den vergangenen Monaten zunächst hohe Kosten verursacht, dürften sich perspektivisch jedoch auszahlen.

    Analysten optimistisch

    Das Researchhaus Diamond Equity rechnet damit, dass sich der Gewinn je Aktie im laufenden Geschäftsjahr 2026 von 0,23 auf 0,45 USD annähernd verdoppelt. Für 2027 wird sogar ein Gewinn je Aktie von 1,03 USD erwartet. Auch die Analysten von Oppenheimer und B. Riley Financial hoben im März ihre Kursziele auf 19 beziehungsweise 23 USD an. Die Augsburger Research-Gesellschaft GBC erhöhte ihr Kursziel ebenfalls deutlich – von 9 auf 28,60 CAD je Aktie (17,71 Euro). GBC-Analyst Matthias Greiffenberger sieht angesichts der Exportbeschränkungen, der steigenden Nachfrage aus Verteidigungs- und Hightech-Industrien sowie der begrenzten neuen Produktionskapazitäten außerhalb Chinas ein nachhaltig höheres Preisniveau für Wolfram von rund 1.500 (zuvor: 650) USD/MTU. In Kombination mit dem Produktionshochlauf in Sangdong ergibt sich daraus ein deutlich verbessertes Ertragsprofil für den Wolfram-Spezialisten.

    Ein starker Aufwärtstrend, der gerade wieder beginnt, Fahrt aufzunehmen!

    Fazit

    Almonty besitzt eine überzeugende Investmentstory rund um den strategisch wichtigen Rohstoff Wolfram. Das Unternehmen hat sich in einer stark wachsenden Nische, in der ein systemrelevanter Rohstoff auf einen strukturell unterversorgten Markt trifft, als wichtiger Anbieter hervorragend positioniert. Der jüngste Kursrücksetzer bietet Neueinsteigern eine gute Kaufgelegenheit, denn mittelfristig dürfte die Aktie den Aufwärtstrend wieder aufnehmen und die Rekordstände von Mitte März bei über 30 CAD beziehungsweise 22 USD erneut ins Visier nehmen.


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    Der Autor

    Mario Hose

    In Hannover geboren und aufgewachsen, verfolgt der Niedersachse die gesellschaftliche und wirtschaftliche Entwicklung rund um den Globus. Als leidenschaftlicher Unternehmer und Kolumnist erklärt und vergleicht er die verschiedensten Geschäftsmodelle sowie Märkte für interessierte Börsianer.

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