11.08.2026 | 05:00
Adidas mit 200 EUR-Reboundmöglichkeit - Puma stolpert kurz und sprintet weiter - Desert Gold steht vor dem Ausbruch!
Die großen deutschen Sportartikelhersteller kämpfen jeder für sich in einem zunehmend schwierigen Konsumumfeld um Marktanteile, Margen und die Gunst der Käufer und Investoren. Während das eine Unternehmen mit den drei Streifen aus Herzogenaurach aktuell mit beeindruckenden Rekordumsätzen glänzt, muss sein direkter Nachbar, ebenfalls auch Herzogenaurach, der mit der Raubkatze im Sprung, schmerzhafte Rückgänge verdauen und sich versuchen, neu zu erfinden. Doch fernab dieser beiden deutschen Unternehmen gibt es noch eine interessante Geschichte über einen noch kleinen, aber überaus ambitionierter Gold-Explorer in Westafrika, denn dieser könnte vor spannenden Neuigkeiten zum Beginn der Produktion stehen und möglicherweise kurz vor einem entscheidenden charttechnischen Ausbruch. Wer jetzt nur auf den Kampf der Turnschuh-Giganten starrt, verpasst vielleicht den Ausbruch des kleinen Explorers. Kommen Sie mit uns auf die Reise von den fränkischen Sportschuhen hin zu den Goldadern Malis, um zu sehen, wo aktuell die Chancen im Markt sind. Lesen Sie unbedingt weiter!
Lesezeit: ca. 5 Min.
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Autor:
Matthias Schomber
ISIN:
DESERT GOLD VENTURES | CA25039N4084 | TSXV: DAU , OTCQB: DAUGF , ADIDAS AG NA O.N. | DE000A1EWWW0 , PUMA SE | DE0006969603
Inhaltsverzeichnis:
Der Autor
Matthias Schomber
Aufgewachsen im hessischen Gießen, entdeckte Matthias Schomber schon in den frühen 1990er Jahren seine Leidenschaft für die Finanzmärkte – in einer Zeit, als der Börsenhandel noch eher ein Metier für echte, eingefleischte Börsianer war. Er arbeitete dort nach seiner Banklehre für ein Privatbankhaus und erlebte auf dem Frankfurter Börsenparkett live und hautnah den Aufstieg und Fall des Neuen Marktes mit und zog daraus Lektionen, die bis heute sein Denken als Trader, Autor und Handelssystementwickler prägen.
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Adidas: Mit Rekordumsätzen und neuem Finanzvorstand auf Kurs
Den Anfang auf unserer Reise macht der aktuelle Musterschüler aus Herzogenaurach. Adidas hat im zweiten Quartal 2026 operative Stärke bewiesen und top Zahlen geliefert. Der währungsbereinigte Umsatz kletterte um 14 % nach oben. Dies ist ein neuer Bestwert für dieses Jahresviertel. Doch wo Licht ist, gibt es bekanntlich auch Schatten. Die massiven und teuren Werbeoffensiven rund um die diesjährigen sportlichen Großereignisse haben die Marge des Konzerns spürbar unter Druck gesetzt. Wachstum kostet eben Geld und dem kann sich auch die Marke mit den drei Streifen nicht entziehen.
Interessant ist auch das personelle Stühlerücken in der Chefetage. Birgit Kretschmer übernimmt das Ruder als neue Finanzchefin und löst damit Harm Ohlmeyer ab. Dieser Wechsel soll frischen Wind in die finanzielle Steuerung des Unternehmens bringen. Flankiert wird diese Zäsur von einem milliardenschweren Aktienrückkaufprogramm, mit dem das Management immenses Vertrauen in die eigene Strategie demonstrieren möchte.
Das Gute ist, dass das Gros der Analysten diesen Weg durchaus honoriert. Obwohl die Aktie zuletzt Kursverluste hinnehmen hat müssen und sich bei einem Niveau von knapp 163 - 164 EUR einpendelte, sehen Experten das durchschnittliche Kursziel bei über 205 EUR. Das entspricht einem theoretischen Aufwärtspotenzial von gut 25 %. Charttechnisch deutet sich zudem eine Bodenbildung im Bereich über 155 – 160 EUR an. Das alles ist auch positiv zu werten, denn erst kürzlich entstand ein „Golden Cross“, da der 50er SMA den 200er von unten nach oben durchschnitten hatte. Aktuell liegt der Kurs stabil über der wichtigen 200-Tage-Linie.
Puma: Hartes Umfeld, aber starker Cashflow
Nur wenige Straßen weiter in Herzogenaurach sieht die Welt ein klein wenig trüber aus. Puma hat aktuell mit deutlich mehr Gegenwind zu kämpfen als der große Lokalrivale. Im zweiten Quartal 2026 verzeichnete das Unternehmen einen währungsbereinigten Umsatzrückgang von 9,4 % auf gut 1,69 Milliarden EUR. Das Management führt diese Delle auf gezielte interne Reset-Maßnahmen sowie eine generell schwächere Nachfrage in den westlichen Märkten zurück. Das war aber schon so mit dem Markt weitestgehend kommuniziert und daher auch jetzt keine riesige negative Überraschung. Es gibt ja auch die Strategie oftmals des „Gesundschrumpfens“.
Trotz der sinkenden Erlöse gibt es aber auch klare Lichtblicke. Puma hat hart an der eigenen Profitabilität gearbeitet. Der operative Verlust beim EBIT konnte im Vergleich zum Vorjahreszeitraum deutlich von 109,1 Millionen EUR auf 53,1 Millionen EUR halbiert werden. Die Bruttomarge stieg dabei auf 48,0 % an. Ebenfalls eine echte positive Überraschung lieferte zudem die Liquidität. Der freie Cashflow des Unternehmens machte einen gewaltigen Sprung auf 328,8 Millionen EUR. Strategisch forciert Puma den direkten Verkauf an die Kunden, wobei die Direct-to-Consumer-Quote (DTC) auf 35,2 % anstieg. Die Jahresprognose bleibt trotz aller Hürden bestehen. Der Weg zurück an die Spitze wird steinig werden und bleiben, aber die fundamentale Basis stabilisiert sich zusehends. Charttechnisch könnte die Aktie mit dem Bruch der 30 EUR-Marke dann die Zielzone bei 40 - 45 EUR anpeilen.
Desert Gold: Lautlos vor dem großen Sprung?
Während in Herzogenaurach Millionenbeträge für Marketingbudgets und Umstrukturierungen bewegt werden, geht es auf dem afrikanischen Kontinent um handfeste Goldfunde und Goldwerte im Boden. Desert Gold Ventures Inc. präsentiert sich als aufstrebender Goldexplorer und angehender Goldproduzent in Westafrika mit klarem Fokus auf Mali und die Elfenbeinküste. Das Flaggschiff des Unternehmens ist das vollständig genehmigte SMSZ-Projekt in Mali, was ein Gebiet von 440 km² umfasst. Es liegt in direkter Nachbarschaft zu etablierten Bergbaugrößen, was natürlich auch Übernahmefantasien wecken könnte.
Die fundamentalen Daten können sich generell sehen lassen, denn laut der wirtschaftlichen Erstbewertung (PEA) weist das Projekt einen Nettobarwert (NPV) nach Steuern von 61 Millionen USD und einen internen Zinsfuß (IRR) von 57 % bei einem Goldpreis von 2.850 USD pro Unze auf. Die Ressourcen belaufen sich auf 336.800 Unzen in der Kategorie „Gemessen und Angezeigt“ sowie weitere 879.900 Unzen in der „abgeleiteten Kategorie“.
Der Produktionsstart für den überschaubaren, aber kapitaleffizienten Haufenlaugungsbetrieb ist demnächst anvisiert.
Richtig interessant ist es auch, wenn man die Nachrichtenlage aus dem Frühjahr, speziell vom 27. April und 5. Mai, mit den aktuellen Marktanalysen kombiniert. Die veröffentlichten News zur PEA untermauern den soliden Weg vom Explorer zum Produzenten. Die Analysten von GBC haben das enorme Potenzial längst erkannt und rufen Kursziele von 0,59 EUR beziehungsweise 0,95 CAD auf. Das ist schon eine gewaltige Hausnummer, wenn man bedenkt, dass die Aktie aktuell bei sehr bescheidenen 0,105 CAD notiert.
Auch charttechnisch dürfte sich hier einiges zusammenbrauen, aber möglicherweise im positiven Sinne. Der Kurs hat sich in einer markanten Keilformation verdichtet (sehen Sie hierzu auch den Chart unten). Ein Ausbruch aus diesem Muster dürfte unmittelbar bevorstehen. Schafft der Wert den nachhaltigen Sprung über die Marke von 0,15 CAD, ist massiv Luft nach oben. Der Weg in Richtung 0,30 CAD wäre dann charttechnisch frei, und mittelfristig rückt sogar dann das ehrgeizige GBC-Kursziel in den Bereich des Möglichen. Sicherlich ist dies ein weiter Weg, doch an der Börse ist bekanntlich alles möglich. Ein starker Katalysator für eine solche dynamische Entwicklung könnte schlichtweg die offizielle Bestätigung des tatsächlichen Produktionsbeginns sein. Das würde aus dem reinen Hoffnungswert endgültig ein cashflow-generierendes Unternehmen machen.

Fazit:
Der Blick auf diese drei Papiere zeigt, dass Adidas beweist, dass man selbst in schwierigen Zeiten mit der richtigen Strategie Rekordumsätze erzielen kann. Aber man muss die Kosten im Auge behalten.
Puma durchläuft eine harte, aber dringend notwendige Reset-Phase, die bereits erste Früchte beim Cashflow und der Margenverbesserung trägt. Auch hier ist dann Potenzial nach oben da.
Desert Gold hingegen spielt in einer noch deutlich kleineren Liga. Der Rohstoffwert bietet dabei auch ein völlig anderes Chance-Risiko-Profil. Fernab von Konsumlaunen arbeitet das Management an der Realisierung einer Goldproduktion in einer extrem rohstoffreichen Region. Mit dem Rückhalt starker Analystenziele, einer soliden PEA und einem extrem spannenden Chartbild, das auf einen Ausbruch lauert, bietet die Aktie aktuell eine äußerst interessante Ausgangslage und Depotbeimischung. Wenn die Pläne in Mali aufgehen, könnte dieser kleine Explorer den etablierten Sportriesen in Sachen prozentualer Performance schon bald deutlich davonlaufen.
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