21.09.2026 | 05:00
Deutsche Telekom trotzt der Branche, TUI kämpft am Tief und Lahontan Gold nimmt Anlauf: Die großen Chancen im Überblick!
Die Deutsche Telekom wurde durch die Herabstufung des Konkurrenten Orange in Sippenhaft genommen, setzt aber im Gegenzug mit einem 20-Milliarden-Cashflow und purer KI-Fantasie auf Angriff. Bei TUI lockt ebenfalls nach einem herben Kursrutsch und einem anstehenden Führungswechsel womöglich das Einstiegsfenster für mutige antizyklische Anleger. Und im Rohstoffsektor steht der Explorer Lahontan Gold möglicherweise unmittelbar vor einem massiven charttechnischen Ausbruch, der spekulative Kursgewinne für die Mutigen versprechen könnte. Wir schauen uns die Aktien an und klären, wo aktuell die besten Chancen liegen. Lesen Sie jetzt den kompletten Artikel und erfahren Sie, welche dieser Aktien in Ihr Portfolio gehören!
Lesezeit: ca. 4 Min.
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Autor:
Matthias Schomber
ISIN:
LAHONTAN GOLD CORP | CA50732M1014 | TSXV: LG , OTCQB: LGCXF , TUI AG NA O.N. | DE000TUAG505 , DT.TELEKOM AG NA | DE0005557508
Inhaltsverzeichnis:
Der Autor
Matthias Schomber
Aufgewachsen im hessischen Gießen, entdeckte Matthias Schomber schon in den frühen 1990er Jahren seine Leidenschaft für die Finanzmärkte – in einer Zeit, als der Börsenhandel noch eher ein Metier für echte, eingefleischte Börsianer war. Er arbeitete dort nach seiner Banklehre für ein Privatbankhaus und erlebte auf dem Frankfurter Börsenparkett live und hautnah den Aufstieg und Fall des Neuen Marktes mit und zog daraus Lektionen, die bis heute sein Denken als Trader, Autor und Handelssystementwickler prägen.
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Deutsche Telekom: Mit Volldampf und KI-Optimismus voran!
Ein „unberechtigter Sippenhaft-Effekt“ belastete jüngst die Papiere der Deutschen Telekom an der Börse. Weil die Analysten von Morgan Stanley den französischen Konkurrenten Orange wegen politischer Unsicherheiten herabstuften, geriet der gesamte europäische Telekommunikationssektor spürbar unter Druck. Die Aktie der Bonner verlor daraufhin teilweise über 4 % an Wert und schloss am Freitag bei nur noch 27,15 EUR. Dieser kurzfristige Rücksetzer unter die 50-Tage-Linie ändert jedoch wenig an der hervorragenden operativen Verfassung des Bonner Konzerns. Während die europäische Konkurrenz oft mit Margendruck kämpft, blickt Telekom-Chef Tim Höttges optimistisch und gut gelaunt nach vorne und bezeichnet Künstliche Intelligenz als das größte Geschenk zu seinen Lebzeiten.
Das ist eher konträr zu dem, was wir in den letzten Tagen von den großen KI-Konzernen und ein „paar führenden Köpfen“ zuletzt selbst gehört haben. Diese sprechen sich eher warnend gegenüber der schnellen Entwicklung von KI und den dadurch entstehenden Gefahren aus.
Das operative Fundament der Deutschen Telekom präsentiert sich weiterhin extrem widerstandsfähig und wachstumsstark. Der Konzern hat seine Prognose für den Free Cashflow auf 20 Mrd. EUR angehoben. Dieses Cash-Polster sollte den Bonnern die nötige Flexibilität bringen, um sowohl in den Netzausbau als auch in zukunftsweisende KI-Anwendungen zu investieren. Mit Blick auf den bevorstehenden Investorentag am 5. Oktober dürften weitere Details zur langfristigen Effizienzsteigerung und Digitalisierung folgen.
Auch aus Bewertungssicht bietet der DAX-Konzern ein äußerst gutes Gesamtpaket für Anleger. Bei einem meist sehr stabilen Kursniveau lockt die Aktie mit einer verlässlichen Dividendenrendite von 3 bis 3,5 %. Trotz der jüngsten Konsolidierung spricht die Kombination aus hoher Substanz und strategischer KI-Ausrichtung klar für das Wertpapier. Mutige Investoren könnten gestaffelt die aktuelle Schwäche für einen antizyklischen Anstieg nutzen. Bis runter zur Marke bei 25 EUR hat die Aktie massive charttechnische Unterstützung.
TUI: Führungswechsel! Ist das eine Einstiegschance?
Der Reisekonzern steckt in einer schon länger andauernden Konsolidierungsphase. Kürzlich kam die Meldung, dass Johan Lundgren, der frühere Chef von easyJet, ab Februar 2027 den Aufsichtsratsvorsitz von Dieter Zetsche übernehmen soll. An der Börse sorgte die Ankündigung bisher allerdings für wenig Begeisterung. Die Aktie ging am Freitag um 2,6 % auf 6,46 EUR nach unten. Jetzt summiert sich schon der Kursverlust fast auf 30 % seit Jahresbeginn. Charttechnische Stärke sieht wahrlich anders aus. Das Papier liegt damit nur noch knapp über dem 52-Wochen-Tief von Ende April dieses Jahres bei 6,11 EUR. Läuft die Aktie dahin oder unterschreitet dieses Tief sogar, drohen weitere Abgaben bis 5,50 EUR.
Operativ zeigt sich der Touristikriese aus Hannover dagegen deutlich gefestigter, als es das aktuelle Chartbild vermuten lässt. Für das laufende Geschäftsjahr steuert TUI weiterhin ein bereinigtes EBIT von 1,1 Mrd. EUR bis 1,4 Mrd. EUR an. Die Anleger blicken nun gespannt auf das neue Buchungs-Update, das Aufschluss über die Nachfrage im späten Sommergeschäft geben könnte. Das Unternehmen muss nun zeigen, dass die hohe Passagiernachfrage die gestiegenen Personal- und Energiekosten ausgleichen kann.
Die fundamentale Bewertung und auch die charttechnische Verfassung der TUI-Aktie spiegeln mittlerweile extrem viel Skepsis wider und lassen auch Raum für eine Erholung. Bei einem geschätzten Kurs-Gewinn-Verhältnis von 7 für 2026 und lediglich 5 für 2027 erscheint der Titel möglicherweise um einiges unterbewertet. Der RSI mit einem Wert von 34 Punkten deutet zudem auf eine technisch schon bald überverkaufte Situation hin. Zwar wiegt die Nettoverschuldung von etwa 2,3 Mrd. EUR weiterhin schwer, doch für risikobewusste Anleger könnte sich auf diesem Niveau ein kleines Einstiegsfenster öffnen. Der Kurs darf aber nicht mehr unter das Tief bei 6,11 EUR fallen, sonst ist das Rebound-Szenario dahin.
Lahontan Gold: Vor dem technischen Ausbruch!?
Der kanadische Junior-Explorer Lahontan Gold macht auf seinem Flaggschiffprojekt Santa Fe im US-Bundesstaat Nevada kontinuierliche Fortschritte. Die jüngst veröffentlichten Bohrberichte unterstreichen das hohe Potenzial der Gold- und Silberlagerstätte noch weiter. Schon bald könnte auch die Veröffentlichung der überarbeiteten PEA (Preliminary Economic Assessment) kursbewegend sein. Die Meldungen der letzten Wochen zeigen deutlich, dass das Projekt sowohl hinsichtlich der Mineralressourcen als auch der künftigen Fördermöglichkeiten auf einem soliden Fundament steht.
Lahontan Gold treibt die Entwicklung des Santa Fe-Projekts zielgerichtet voran und gewinnt bei Rohstoffinvestoren dadurch auch zunehmend an Aufmerksamkeit.
Aus charttechnischer Sicht zeigt die Aktie von Lahontan Gold eine zunehmend dynamische Entwicklung. Nach einer längeren Bodenbildungsphase notiert der Anteilsschein aktuell bei 0,385 CAD und bewegt sich damit im oberen Bereich seines intakten Trendkanals.
Die Aktie konnte zuletzt einen kurzfristigen Aufwärtstrend ausbilden, der auch mit beachtlicher relativer Stärke einherging. Das aktuelle Kursniveau befindet sich allerdings mitten in einer prägnanten Widerstandszone, deren Überwindung den Weg für den nächsten größeren Kursschub ebnen könnte.
Sollte der Aktie der Sprung über die wichtige Marke von 0,43 CAD gelingen, wäre der Weg nach oben aus charttechnischer Sicht frei. In diesem Szenario zeichnen sich möglicherweise durchaus schnelle Kursziele im Bereich von 0,50 CAD bis 0,55 CAD ab.
Aus der ersten großen Wellenbewegung von 0,12 CAD bis 0,50 CAD lässt sich mittelfristig sogar ein rechnerisches Ziel von 0,75 CAD ableiten. Lahontan Gold bietet damit eine sehr interessante spekulative Chance im Edelmetallsektor und dürfte als Depotbeimischung daher auch interessant für einige Anleger sein, die auf die Stabilität von Gold und die Chancen im Edelmetallsektor setzen möchten.

Fazit: Die Deutsche Telekom bleibt trotz sektorspezifischer Kursschwankungen ein Qualitätswert mit starker Dividende und KI-Strategie.
TUI weist nach deutlichen Kursverlusten eine günstige Bewertung auf, erfordert von Anlegern wegen der Verschuldung jedoch Mut zum Turnaround.
Lahontan Gold zeigt auf dem Santa Fe-Projekt fundamentale Fortschritte und steht charttechnisch vor einer aussichtsreichen Ausbruchschance.
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