Menü schließen




16.03.2026 | 04:15

3 erneuerbare Energieaktien im Kurs-Rausch - Nordex, Vestas und RE Royalties

  • grüne aktien
  • erneuerbare
  • Energie
  • Energieversorgung
  • windkraft
  • sonne
  • pv
  • wasserkraft
Bildquelle: pixabay.com

Wie verwandelt man Wind in Geld? Geht das überhaupt? Wenn man sich die aktuelle Dynamik an den Märkten ansieht, scheint die Antwort ein klares Ja zu sein. Während die Welt über Klimaziele debattiert, schaffen einige Unternehmen Fakten, die Investorenherzen glücklich machen. Wir blicken heute auf ein Trio für die globale Energiewende. Von dem explosiven Kursrausch eines Hamburger Traditionsunternehmens über die strategischen Fernost-Pläne eines dänischen Weltmarktführers bis hin zu einem innovativen Finanzierungsmodell aus Übersee, das den Sektor von einer ganz anderen Seite aufrollt. Es geht um echte Substanz, um gigantische Auftragsbücher und um die Frage, wo die langfristige Rendite wirklich „wohnt“. In der Welt der Erneuerbaren weht derzeit ein ziemlich steifer Wind, der Chancen offenbart, die man so schnell nicht wieder sieht.

Lesezeit: ca. 5 Min. | Autor: Mario Hose
ISIN: NORDEX SE O.N. | DE000A0D6554 , VESTAS WIND SYST. NAM.DK1 | DK0010268606 , RE ROYALTIES LTD | CA75527Q1081

Inhaltsverzeichnis:


    Nordex: Der Hamburger Überflieger im Zahlenrausch

    Wer im letzten Jahr auf Nordex gesetzt hat, dürfte heute mit einem breiten Lächeln auf sein Depot blicken. Was sich bei dem Hamburger Windkraftanlagenbauer abspielt, gleicht einem lupenreinen Turnaround. Mit einem massiven Kurssprung von über 150 % innerhalb eines einzigen Jahres hat die Aktie eine Performance hingelegt, die selbst hochgesteckte Erwartungen übertraf. Mitte März 2026 notierte das Papier bei etwa 43 EUR und damit nur in der unmittelbaren Nähe des Mehrwochenhochs. Vor nicht allzu langer Zeit lag die Aktie noch bei 15 EUR. Es ist nicht nur die pure Euphorie, die diesen Kurs treibt, sondern ein operatives Fundament, das das Management in den letzten Monaten aufgebaut hat.

    Das Unternehmen profitiert massiv vom nicht nur deutschen Hunger nach Onshore-Windenergie. Allein in den letzten Tagen trudelten Aufträge über mehr als 330 Megawatt ein. Besonders hervorzuheben ist dabei die Zusammenarbeit mit dem langjährigen Partner wpd. Hier geht es um 40 Turbinen für neun verschiedene Projekte quer durch Deutschland, von Mecklenburg-Vorpommern bis Hessen. Doch die eigentliche Goldgrube für Nordex liegt gar nicht so sehr im Bau der Anlagen selbst, sondern in dem, was danach kommt. Die Verträge sind fast ausnahmslos an langfristige Premium-Servicevereinbarungen gekoppelt, die teilweise über 25 Jahre laufen. Das ist das sprichwörtliche „Abo-Modell“ der Windindustrie. Es sorgt für planbare, margenstarke Einnahmen, die das Unternehmen weniger anfällig für die Schwankungen des Projektgeschäfts machen.

    Mit einem Umsatz von 7,6 Milliarden EUR im Rücken und einem Rekord-Auftragseingang von über 10 Gigawatt im Jahr 2025 zeigt Nordex, dass die Effizienzmaßnahmen greifen. Besonders beeindruckend ist die operative EBITDA-Marge, die im letzten Quartal auf stolze 12,1 % kletterte. Das zeigt, dass man die Kosten im Griff hat, selbst wenn die Lieferketten weltweit immer mal wieder Probleme bereiten. Für das laufende Jahr peilt das Unternehmen Umsätze zwischen 8,2 und 9 Milliarden EUR an. Die Anleger lauern nun gespannt auf den 27. April, wenn der Bericht zum ersten Quartal erscheint. Es wird ein weiterer Moment der Wahrheit sein, ob der Hamburger Riese sein hohes Tempo beibehalten kann oder ob z. B. der RSI-Indikator, der bereits eine überkaufte Situation signalisiert, zu einer kurzen Konsolidierungspause rät.

    Vestas: Die dänische Flagge im fernen Japan

    Während Nordex den heimischen Boden mit Windrädern pflastert, blickt der dänische Gigant Vestas weit über den Horizont hinaus. Die Dänen haben verstanden, dass die Zukunft der Windkraft nicht nur in Europa, sondern vor allem in den Gewässern Asiens liegen kann. Vestas plant den Aufbau einer eigenen Fabrik für Offshore-Anlagen in Japan. Das ist eine strategische Entscheidung von enormer Tragweite, die weit über das nächste Quartal hinausgeht. Man hat bereits eine unverbindliche Absichtserklärung mit dem japanischen Wirtschaftsministerium unterzeichnet, um bis zum Jahr 2029 ein Montagezentrum für zentrale Komponenten aus dem Boden zu stampfen.

    Japan ist ein Inselstaat mit begrenzten Landflächen, aber schier unendlichen Küstenstreifen. Das macht das Land zum idealen Platz für die Offshore-Technologie, in der Vestas weltweit den Ton angibt. Das Ziel ist ambitioniert: Bis 2039 soll aus dem Montagezentrum ein vollständig integrierter Produktionsstandort werden. Als Standorte werden derzeit Städte wie Muroran oder Kitakyushu gehandelt, die mit ihren großen Häfen und der industriellen Infrastruktur perfekte Bedingungen bieten, um die tonnenschweren Bauteile zu fertigen und direkt auf hohe See zu verschiffen.

    Diese Fernost-Offensive zeigt, dass Vestas sich nicht ausruht. Das Unternehmen hat Ausdauer und spielt das lange Spiel. Es geht darum, lokale Wertschöpfungsketten aufzubauen, um sich gegen die Konkurrenz abzusichern und politische Unterstützung vor Ort zu sichern. Dass Vestas als „Nachhaltigkeits-Favorit“ gilt, kommt nicht von ungefähr. Die Dänen treiben die technologische Entwicklung voran, sei es bei der Effizienz der Rotoren oder der Recyclingfähigkeit der Materialien. Auch wenn die Kosten für Offshore-Projekte zuletzt weltweit gestiegen sind, bleibt Vestas stabil in der Windkraft-Branche. Die Strategie mit Japan ist ein deutliches Signal. Wir sind gekommen, um zu bleiben und den asiatischen Windmarkt von innen heraus zu dominieren. Hochspannender Titel!

    RE Royalties: Das clevere Finanz-Herz der Energiewende

    Wenn man von Nordex und Vestas spricht, redet man über Stahl, Beton und riesige Maschinen. Doch wie wird das alles eigentlich bezahlt, ohne dass die Entwickler unter der Last herkömmlicher Bankkredite zerbrechen? Hier kommt RE Royalties ins Spiel, ein Unternehmen, das man fast als den „Stillen Nutznießer“ der Branche bezeichnen könnte. Anstatt selbst Turbinen zu bauen oder Windparks zu betreiben, agiert RE Royalties als spezialisierter Finanzier. Das Modell ist so einfach wie genial. RE stellt Kapital für grüne Energieprojekte bereit und erhält im Gegenzug einen Anteil am Umsatz, eine sogenannte Royalty.

    Was RE Royalties so attraktiv macht, ist die Tatsache, dass sie das Beste aus zwei Welten kombinieren. Sie partizipieren direkt am Erfolg der erneuerbaren Energien, tragen aber nicht die operativen Risiken eines Anlagenbetreibers. Wenn ein Getriebe kaputt geht oder die Wartungskosten steigen, ist das das Problem des Betreibers, nicht das von RE Royalties. Sie kassieren ihren Anteil vom produzierten Strompreis. In einer Zeit, in der die Zinsen für klassische Kredite oft unberechenbar sind, bietet RE Royalties den Projektentwicklern eine flexible Alternative und den Anlegern einen diversifizierten Zugang zu einem Portfolio aus Wind-, Solar- und Wasserkraftprojekten.

    Der Chartverlauf stimmt positiv und die Aktie könnte weiterlaufen. Quelle: LSEG vom 15.03.2026

    Das Management von RE Royalties beweist dabei ein gutes Händchen für die Auswahl der Projekte. Sie investieren in etablierte Technologien und geografisch gestreute Märkte, was das Gesamtrisiko des Unternehmens deutlich senkt. Es ist ein Modell, das auf stetigen Cashflow ausgelegt ist. Während die Kurse von Anlagenbauern wie Nordex oft volatil auf neue Aufträge oder Rohstoffpreise reagieren können, zeichnet sich RE Royalties durch eine gewisse Ruhe aus. Man könnte sagen, sie sind das finanzielle Rückgrat, das im Hintergrund ein paar finanzielle Fäden und Strippen zieht. Für Anleger, die an den langfristigen Erfolg der Erneuerbaren glauben, ist dieser Wert eine ernsthafte Überlegung wert. Es ist eine intelligente Art, in den Sektor zu investieren. Interessantes Unternehmen mit vielversprechendem Ansatz!

    https://youtu.be/n_aO2Hv12p4

    Fazit:

    Am Ende stellt sich für den Investor die Frage, welche Rolle er im Theater der Energiewende einnehmen möchte. Wer auf explosives Wachstum und eine beeindruckende Turnaround-Story setzen will, kommt an Nordex derzeit kaum vorbei. Die Hamburger haben bewiesen, dass sie operativ wieder in der Champions League spielen und ihre Hausaufgaben bei der Profitabilität gemacht haben. Wer hingegen den globalen Marktführer mit einer visionären Langfrist-Strategie in Asien sucht, wird bei Vestas fündig, auch wenn hier ein längerer Atem gefragt ist, bis die japanischen Fabriken ihre volle Wirkung entfalten.

    Oder aber RE Royalties. Das Unternehmen ist kein lauter Marktschreier, sondern eine Art Finanzpartner der Erneuerbaren, der zeigt, dass man mit diesen auch auf eine entspannte Weise Geld verdienen kann. Durch das innovative Lizenzmodell bietet RE eine Stabilität, die man im oft hektischen Windsektor eher weniger findet.
    Oder aber alle drei Werte, denn alle haben ihre Berechtigung. In der Kombination ergeben sie ein Bild einer Branche, die gerade erst dabei ist weiter nach oben zu stürmen.


    Interessenskonflikt

    Gemäß §85 WpHG weisen wir darauf hin, dass die Apaton Finance GmbH sowie Partner, Autoren oder Mitarbeiter der Apaton Finance GmbH (nachfolgend „Relevante Personen“) derzeit Aktien oder andere Finanzinstrumente der genannten Unternehmen hält bzw. halten und auf deren Kursentwicklungen spekulieren. Sie beabsichtigen insofern Aktien oder andere Finanzinstrumente der Unternehmen zu veräußern bzw. zu erwerben (nachfolgend jeweils als „Transaktion“ bezeichnet). Transaktionen können dabei den jeweiligen Kurs der Aktien oder der sonstigen Finanzinstrumente des Unternehmens beeinflussen.
    Es besteht insofern ein konkreter Interessenkonflikt bei der Berichterstattung zu den Unternehmen.

    Die Apaton Finance GmbH ist daneben im Rahmen der Erstellung und Veröffentlichung der Berichterstattung in entgeltlichen Auftragsbeziehungen tätig.
    Es besteht auch aus diesem Grund ein konkreter Interessenkonflikt.
    Die vorstehenden Hinweise zu vorliegenden Interessenkonflikten gelten für alle Arten und Formen der Veröffentlichung, die die Apaton Finance GmbH für Veröffentlichungen zu Unternehmen nutzt.

    Risikohinweis

    Die Apaton Finance GmbH bietet Redakteuren, Agenturen und Unternehmen die Möglichkeit, Kommentare, Interviews, Zusammenfassungen, Nachrichten u. ä. auf zukunftsbilanzen.de zu veröffentlichen. Diese Inhalte dienen ausschließlich der Information der Leser und stellen keine Handlungsaufforderung oder Empfehlungen dar, weder explizit noch implizit sind sie als Zusicherung etwaiger Kursentwicklungen zu verstehen. Die Inhalte ersetzen keine individuelle fachkundige Anlageberatung und stellen weder ein Verkaufsangebot für die behandelte(n) Aktie(n) oder sonstigen Finanzinstrumente noch eine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von solchen dar.

    Bei den Inhalten handelt es sich ausdrücklich nicht um eine Finanzanalyse, sondern um journalistische oder werbliche Texte. Leser oder Nutzer, die aufgrund der hier angebotenen Informationen Anlageentscheidungen treffen bzw. Transaktionen durchführen, handeln vollständig auf eigene Gefahr. Es kommt keine vertragliche Beziehung zwischen der der Apaton Finance GmbH und ihren Lesern oder den Nutzern ihrer Angebote zustande, da unsere Informationen sich nur auf das Unternehmen beziehen, nicht aber auf die Anlageentscheidung des Lesers oder Nutzers.

    Der Erwerb von Finanzinstrumenten birgt hohe Risiken, die bis zum Totalverlust des eingesetzten Kapitals führen können. Die von der Apaton Finance GmbH und ihre Autoren veröffentlichten Informationen beruhen auf sorgfältiger Recherche, dennoch wird keinerlei Haftung für Vermögensschäden oder eine inhaltliche Garantie für Aktualität, Richtigkeit, Angemessenheit und Vollständigkeit der hier angebotenen Inhalte übernommen. Bitte beachten Sie auch unsere Nutzungsbedingungen.


    Der Autor

    Mario Hose

    In Hannover geboren und aufgewachsen, verfolgt der Niedersachse die gesellschaftliche und wirtschaftliche Entwicklung rund um den Globus. Als leidenschaftlicher Unternehmer und Kolumnist erklärt und vergleicht er die verschiedensten Geschäftsmodelle sowie Märkte für interessierte Börsianer.

    Mehr zum Autor



    Weitere Kommentare zum Thema:

    Kommentar von Mario Hose vom 09.03.2026 | 04:35

    Antimony Resources: Die Rüstungsindustrie braucht Antimon! Warum künftig kein Weg an diesem Rohstoff und dieser Aktie vorbeiführt!

    • antimon
    • antimony resources
    • krieg
    • Energieversorgung
    • rüstung
    • irankrieg
    • brunswick
    • kanada
    • rohstoffversorgung

    Die Lage im Nahen Osten hält die Welt weiter in Atem. Der Krieg im Iran hat die globalen Märkte erschüttert und wieder einmal gezeigt, wie verletzlich unsere Lieferketten wirklich sind. Mitten in dieser Unruhe rückt ein Rohstoff immer mehr ins Rampenlicht, der lange kaum jemanden interessiert hat: Antimon. Ohne dieses Metall stehen wesentliche Teile der Rüstungsindustrie und der modernen Energieversorgung still. Und genau hier kommt ein kanadisches Unternehmen ins Spiel, das ein Lösungsanbieter ist: Antimony Resources Corp. mit seinem Bald Hill Projekt in New Brunswick. Die Aktie hat sich in 2026 schon verdoppelt, aber wir zeigen Ihnen, warum das erst der Anfang sein könnte und sich jeder diese Aktie zumindest auf die Watchlist legen sollte.

    Zum Kommentar

    Kommentar von Mario Hose vom 05.03.2026 | 04:35

    Uran-Favoriten für 2026: Kazatomprom, Uranium Energy und Standard Uranium

    • Uran
    • Uranium
    • kazatomprom
    • uraniumenergy
    • standarduranium
    • co2neutral
    • Energie
    • Energieversorgung

    Der weltweite Hunger nach Energie kennt auch im Frühjahr 2026 keine Grenzen mehr und mitten im Zentrum dessen steht ein Rohstoff, der jahrelang ein Schattendasein fristete: Uran. Während die Regierungen verzweifelt versuchen, ihre Klimaziele zu erreichen und gleichzeitig die Netzstabilität zu garantieren, rücken drei unterschiedliche Uran-Unternehmen in den Fokus der Anleger. Wir blicken heute auf den austrebsamen Entdecker Standard Uranium, der im kanadischen Athabasca-Becken gerade den Boden durch Bohrungenzum Beben bringen möchte, und vergleichen ihn mit dem behäbigen Riesen Kazatomprom sowie dem strategischen Aufsteiger Uranium Energy. Es ist eine Geschichte von hoffnungsvollen Bohrungen, geopolitischen Machtkämpfen im Osten und dem Traum von der energetischen Unabhängigkeit im Westen. Wer in diesen Tagen auf den oder die richtigen Wert(e) setzt, könnte Geschichte schreiben, denn die Karten im Uran-Sektor werden neu gemischt. Tauchen sie ein in die Welt von U3O8.

    Zum Kommentar

    Kommentar von Mario Hose vom 04.03.2026 | 04:35

    Uran-Boom 2026: Warum Cameco, BHP und American Atomics jetzt 3 Aktien für die globale Energie-Revolution sind!

    • Investments
    • Uranium
    • Uran
    • Energie
    • Atomkraft
    • Energieversorgung

    Die Renaissance der Kernkraft ist längst keine Theorie mehr, sondern handfeste Realität. Während weltweit Dutzende neue Reaktoren geplant oder bereits im Bau sind, wird eines immer deutlicher: Der Brennstoff für diese saubere Zukunft ist ein begrenztes Gut, das sich nicht über Nacht produzieren lässt und dessen Angebot den massiven Nachfrageschub kaum decken kann. In diesem Umfeld positionieren sich Giganten wie Cameco und BHP als verlässliche Säulen der globalen Versorgung, während ein dynamischer Innovator wie American Atomics das Spielfeld mit einer kühnen Vision von Grund auf neu ordnet. Es ist die Kombination aus etablierter Stärke und dem frischen Geist der Entdeckung, die das Potenzial birgt, die gesamte Branche zu transformieren. Wer verstehen will, wie die Energieunabhängigkeit von morgen geschmiedet wird, muss den Blick auf diese drei Akteure richten, die jeder auf seine Weise das Fundament für ein neues Zeitalter legen. Begleiten Sie uns auf eine Analyse über strategische Weitsicht, geologische Schätze und den unbedingten Willen, die Welt sicher und nachhaltig mit Strom zu versorgen.

    Zum Kommentar