18.03.2026 | 04:15
Wolfram-Power aus Sangdong: Almontys Weg für mehr Unabhängigkeit des Westens bei kritischen Rohstoffen
Wolfram entscheidet über die Sicherheit moderner Verteidigungssysteme und die Zukunft der Hochtechnologie. Dieser Rohstoff ist der strategische Schlüssel, bei dem China bisher fast alle Trümpfe in der Hand hielt. Doch mit der Inbetriebnahme der legendären Sangdong-Mine in Südkorea hat Almonty Industries nun ein neues Kapitel der Industriegeschichte aufgeschlagen. Nach über 30 Jahren Stillstand fließt wieder Erz aus einem der reichsten Vorkommen der Erde. Dieses Projekt bedeutet weit mehr als reinen Bergbau und Wolframförderung. Es ist der Aufbruch in die Unabhängigkeit und der Aufbau einer strategischen Allianz mit dem Westen. Das enorme Marktpotenzial lässt Analysten ihre Kursziele nach oben anpassen und macht Almonty zur neuen Lebensader für westliche Industrien. Es ist eine Erfolgsgeschichte eines beeindruckenden Unternehmens, das die globalen Machtverhältnisse im Rohstoffsektor nachhaltig verschoben hat und weiter verschiebt.
Lesezeit: ca. 4 Min.
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Autor:
Mario Hose
ISIN:
ALMONTY INDUSTRIES INC. | CA0203987072
Inhaltsverzeichnis:
Der Autor
Mario Hose
In Hannover geboren und aufgewachsen, verfolgt der Niedersachse die gesellschaftliche und wirtschaftliche Entwicklung rund um den Globus. Als leidenschaftlicher Unternehmer und Kolumnist erklärt und vergleicht er die verschiedensten Geschäftsmodelle sowie Märkte für interessierte Börsianer.
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Der Aufbruch in eine neue Ära der Rohstoffversorgung
Die Welt der strategischen Metalle hat einen „neuen“ großen Protagonisten. Almonty Industries hat es geschafft, die Sangdong-Mine in Südkorea wieder zum Leben zu erwecken. Sangdong ist nicht einfach nur irgendein Bergwerk oder eine gewöhnliche Mine, sondern eine Anlage, die historisch gesehen zu den bedeutendsten Wolframminen des Planeten gehörte. Lewis Black, der Kopf hinter Almonty, hat über zehn Jahre lang auf diesen Moment hingearbeitet. Am 16. März 2026, also vorgestern, wurde die erste Phase der Inbetriebnahme feierlich begangen. Es war ein Ereignis von diplomatischer Tragweite, bei dem sich hochrangige Vertreter der südkoreanischen Regierung und der US-Botschaft quasi die Klinke in die Hand gaben. Der ganze Rummel und Wirbel ist aber nicht unbegründet, denn die Mine ist der Schlüssel, um die fast totale Abhängigkeit von chinesischen Lieferungen zu brechen. China kontrolliert derzeit noch über 80 % des Marktes, doch Almonty hält nun dagegen.
Die Zahlen hinter dem Projekt sind beeindruckend. In der ersten Phase verarbeitet die Anlage bereits 640.000 Tonnen Erz pro Jahr. Das ist aber erst der Anfang. Schon für das Jahr 2027 ist die zweite Phase geplant, die die Kapazität auf 1,2 Millionen Tonnen verdoppeln soll. Wenn Sangdong unter Volldampf läuft, könnte Almonty etwa 40 Prozent des Wolfram-Bedarfs der westlichen Welt decken. Das Erz in Sangdong ist zudem von außergewöhnlicher Qualität. Mit einem Gehalt von etwa 0,51 Prozent Wolframtrioxid liegt es weit über dem weltweiten Durchschnitt. Das bedeutet am Ende schlichtweg effizientere Produktion und höhere Margen. Almonty baut hier nicht nur eine Mine, sondern schafft mit dem Projekt „Korean Trinity“ eine komplette Wertschöpfungskette inklusive eigener Oxid-Verarbeitungsanlage und der Erschließung von Molybdän-Vorkommen direkt nebenan.
Aber Almonty ist weitaus mehr als nur Südkorea. Das Unternehmen verfolgt einen globalen Ansatz, um ein Gegengewicht zu den bisherigen Marktstrukturen zu schaffen. In Portugal betreibt die Firma die Panasqueira-Mine, die schon seit einer gefühlten Ewigkeit Wolfram liefert und gerade durch neue Bohrungen in tiefere, reichere Schichten erweitert wird. Und als wäre das nicht genug, hat sich Almonty mit dem Gentung-Projekt in Montana auch ein Standbein direkt in den USA gesichert. Dort will man bereits in der zweiten Jahreshälfte 2026 produktionsbereit sein. Das Ziel ist im Grunde genommen klar: Almonty will der Partner Nummer eins für die Verteidigungsindustrie und die Techindustrie im Westen werden. Da die USA ab 2027 den Import von Wolfram aus China für militärische Zwecke untersagt haben, sitzt Almonty hier auf einem logistischen und strategischen Goldschatz.
Wolframpreis und auch Almonty-Kurs explodieren
Werfen wir einen Blick auf die nackten Zahlen an der Börse. Die Aktie von Almonty hat in den letzten Monaten ein Kursfeuerwerk abgebrannt. Ebenso explodierte der Wolframpreis in den vergangenen Monaten förmlich, was der Almonty-Aktie natürlich ordentlich Rückenwind verliehen hat. Aktuell sehen wir an den verschiedenen Börsenplätzen wie der NASDAQ oder der TSX eine gesunde, kleinere Konsolidierung nach dem steilen Anstieg. Das Papier atmet nach der Euphorie der ersten Produktionsmeldungen etwas durch. Technisch gesehen bildet die Aktie gerade eine solide Basisfindung, was oft die Ruhe vor dem nächsten großen Anstieg ist. Viele Marktteilnehmer beobachten jetzt genau, ob der Kurs die jüngsten Höchststände in Kürze nachhaltig überwinden kann.

Interessant wird es beim Blick auf die Kursziele der Profis. Die namhafte Investmentbank Cantor Fitzgerald hat Almonty schon länger auf dem Schirm und traut der Aktie noch einiges zu. Das Kursziel ist mit 36 CAD ausgegeben. Es gibt Stimmen im Markt, die ebenfalls das Potenzial sehen, dass der Kurs über die Marke von 30 CAD klettern könnte, sofern die Hochlaufphase in Sangdong weiterhin so reibungslos verläuft wie bisher. Solche runden Marken sind psychologisch wichtig und könnten bei einem Durchbruch eine neue Dynamik entfachen. Momentan befindet sich die Aktie in einer Phase, in der kurzfristige Gewinnmitnahmen auf langfristiges Kaufinteresse treffen. Diese charttechnische „Atempause“ wird von vielen Marktteilnehmern nicht als Schwäche, sondern als Gelegenheit interpretiert, um Bestände für die nächste Aufwärtswelle aufzustocken.
Fazit: Was tun?
Die Lage bei Almonty Industries ist so spannend wie selten zuvor. Schaut man auf die fundamentalen Daten, sieht man ein Unternehmen, das den Übergang vom reinen Entwickler zum bedeutenden Produzenten begeht. Die Bilanz wurde im letzten Jahr durch erfolgreiche Börsengänge in den USA massiv gestärkt. Mit über 200 Millionen USD an frischem Kapital ist die Kasse prall gefüllt, um die ambitionierten Erweiterungspläne in Korea und den USA ohne finanzielle Engpässe umzusetzen. Die jüngsten Unternehmenszahlen unterstreichen, dass Almonty diszipliniert wirtschaftet und seine Meilensteine pünktlich erreicht, ein Punkt, der bei Bergbauunternehmen alles andere als selbstverständlich ist.
Die Nachrichtenlage der letzten Tage, insbesondere die erfolgreiche Inbetriebnahme von Sangdong Phase 1, ist ein klarer Vertrauensbeweis. Hinzu kommt der geopolitische Rückenwind. Wolfram wird immer wertvoller, da es unersetzlich ist und die Lieferwege aus dem Osten unsicherer werden. Charttechnisch bietet die aktuelle Situation ein positives Bild. Nach der langen, großen Rally befindet sich das Papier nun in einer kleineren Konsolidierungsphase. Solche Phasen wirken kursberuhigend und sind wichtig für Investoren, um Nachkäufe zu tätigen, oder erste Positionen aufzubauen. Eventuell genau rechtzeitig, bevor die Produktion in Phase 2 geht und die neuen Projekte in den USA voll eingepreist werden.
Wer an die strategische Bedeutung von Wolfram glaubt, findet hier ein Unternehmen vor, das sich gerade als unverzichtbarer Pfeiler der westlichen Industrie positioniert. Es bleibt natürlich eine Investition in den Rohstoffsektor mit den üblichen Schwankungen, aber die Kombination aus Weltklasse-Vorkommen, politischer Unterstützung und solider Finanzierung sowie einem vorausschauenden Firmenlenker, macht die Aktie zu einem der interessantesten Werte in diesem Bereich.
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