25.06.2026 | 05:00
Lahontan Gold: Diese Aktie steht kurz vor dem Sprung
Die Aktie von Lahontan Gold zählt im Goldminensektor zu einem der spannendsten Titel. Der Small Cap aus Kanada hat sich auf Jahressicht mehr als verdreifacht und könnte demnächst zum nächsten Sprung ansetzen, denn im Geschäftsmodell der Nordamerikaner schlummert noch viel Wachstumsfantasie. Das dürfte auch eine neue Wirtschaftlichkeitsstudie belegen, die in den kommenden Wochen veröffentlicht werden soll. Auch bei den Bohraktivitäten gab es von Lahontan zuletzt gleich mehrere Fortschritte, die dem Hotstock jetzt neuen Schwung geben könnten.
Lesezeit: ca. 6 Min.
|
Autor:
Lars Winter
ISIN:
LAHONTAN GOLD CORP | CA50732M1014 | TSXV: LG , OTCQB: LGCXF
Inhaltsverzeichnis:
Der Autor
Lars Winter
Der gebürtige Nordhesse blickt auf eine über 25-jährige Laufbahn im Finanzjournalismus und aktiven Portfoliomanagement zurück und gilt als ausgewiesener Experte für deutsche Nebenwerte und Special Situations.
Nach dem Studium der Rechtswissenschaften an der Universität Göttingen mit Schwerpunkt im Bank- und Kapitalmarktrecht startete er zur Jahrtausendwende seine Karriere in der Frankfurter Finanzszene. Als Börsen- und Wirtschaftsjournalist schrieb der passionierte Hobbygolfer für führende Börsenbriefe, Finanzzeitungen und Wirtschaftsmagazine wie die Platow Börse, Capital Depesche, BÖRSE ONLINE, Capital und die Financial Times Deutschland.
Tag-Cloud
Aktien-Cloud
Die Börsenstory von Lahontan Gold ist im aktuellen Rohstoffumfeld hochinteressant. Das nordamerikanische Unternehmen will historische Minen, die sich für einen kostengünstigen Tagebau eignen, reaktivieren. Bei einem hohen Goldpreis von über 4.000 USD und moderner Fördertechnik kann sich das durchaus wieder rechnen. Der potenzielle Kurstreiber und größte Fantasiebringer bei Lahontan ist die historische Santa-Fe-Mine im Walker-Lane-Trend in Nevada. Dort wurden zwischen 1988 und 1995 bereits rund 359.000 Unzen Gold und mehr als 700.000 Unzen Silber gefördert. Es gibt also eine Bergbaugeschichte, vorhandene Daten, bekannte Zonen und Infrastrukturansätze. Für einen kleinen Entwickler ist das im wahrsten Sinne Gold wert.
Kostengünstige Exploration
Der große Reiz der Wachstumsstory liegt darin, dass Santa Fe kein kompliziertes Untertageprojekt werden soll, bei dem Milliardenbeträge versenkt werden könnten, bevor überhaupt die erste Unze produziert wird. Während viele Goldentwickler hohe Geldsummen für komplexe Untertageprojekte benötigen, könnte Santa Fe mit überschaubarem Kapitaleinsatz wieder in Produktion gebracht werden, hofft Gründerin und Firmenchefin Kimberly Ann. Ein großer Teil der bekannten Ressource liegt in oxidiertem Material. Genau dieses Gestein eignet sich für das kostengünstige Heap-Leach-Verfahren, also die Haufenlaugung. Vereinfacht gesagt wird damit das Erz aufbereitet, auf Halden geschichtet und mit einer Lösung behandelt, die Gold und Silber herauslöst. Das Verfahren ist in Nevada etabliert und kann bei niedrigen Gehalten trotzdem sehr lukrativ sein – vorausgesetzt, Metallurgie, Genehmigungen und Kosten spielen mit.
Die bisherige Ressource kann sich sehen lassen. Für Santa Fe weist Lahontan aktuell rund 1,54 Mio. Unzen Goldäquivalent in der Kategorie „indicated“ sowie weitere rund 411.000 Unzen in der Kategorie „inferred“ aus. Zusammen sind das knapp 2 Mio. Unzen Goldäquivalent. Für einen Börsenwert, der deutlich unter dem potenziellen Projektwert liegt, ist das eine reizvolle Ausgangslage. Zumal die alte Wirtschaftlichkeitsrechnung noch mit deutlich niedrigeren Edelmetallpreisen kalkulierte.
Goldpreis wird zum Gewinnhebel
Schon bei einem Goldpreis von rund 2.700 USD je Unze kam die frühere Wirtschaftlichkeitsstudie (PEA) auf einen Projektwert nach Steuern von rund 200 Mio. USD. Bei 3.500 USD je Unze stieg der Wert bereits auf 368 Mio. USD. Bei einem aktuellen Goldpreis von rund 4.000 USD je Unze taxiert Managerin Ann den Projektwert dort auf rund 472 Mio. USD nach Steuern mit einer Rendite (IRR = Internal Rate of Return) von stattlichen 66,6 %. Das bedeutet, dass sich das investierte Kapital bereits nach weniger als zwei Jahren amortisieren würde. Zum Vergleich: Der aktuelle Börsenwert von Lahontan liegt bei gut 102 Mio. USD oder umgerechnet rund 144 Mio. CAD. Und je höher der Goldpreis steigt, desto stärker wächst der Hebel. Mittelfristig könnte der Goldpreis wieder das Rekordhoch bei über 5.000 USD ins Visier nehmen. Die Kosten steigen indes nicht eins zu eins mit dem Goldpreis. Zusätzliche Erlöse schlagen deshalb überproportional in der Projektwirtschaftlichkeit durch.
Genau deshalb ist die für September angekündigte neue Wirtschaftlichkeitsstudie so wichtig. Vorher soll noch eine aktualisierte Ressourcenschätzung kommen. Die Arbeiten daran sind laut Unternehmen weit fortgeschritten. Gelingt es Lahontan, die Ressource zu bestätigen, zu vergrößern oder qualitativ aufzuwerten, dürfte die neue PEA deutlich mehr Gewicht bekommen als die alte Studie. Für Anleger könnte das der nächste große Kurstreiber werden. Aus einer netten Explorerfantasie würde dann Stück für Stück ein belastbarer Minenentwickler.
Ausbruch aus dem Seitwärtstrend erwartet
Die Aktie hat sich auf Jahressicht auf einen aktuellen Kurs von 0,33 CAD zwar schon mehr als verdreifacht. Doch das Ende der Fahnenstange ist längst noch nicht erreicht. Im Hoch Mitte März lag der Kurs bereits bei 0,52 CAD. Dieses Kursniveau ist zeitnah wieder erreichbar, mittelfristig erscheinen auch Kurse oberhalb von 1 CAD gerechtfertigt. Aktuell verschnauft das Papier im Seitwärtstrend, seit einigen Monaten bewegt sich der Kurs in einem Korridor zwischen 0,32 CAD und 0,44 CAD. Sollten demnächst wie erwartet gute Nachrichten in einer neuen Wirtschaftlichkeitsstudie veröffentlicht und neue Bohrerfolge verkündet werden, könnte die Aktie wieder nach oben ausbrechen.

Neue Bohrtreffer liefern Rückenwind
Die jüngste Bohrmeldung passt perfekt in dieses Bild. Lahontan hat die ersten Ergebnisse aus dem Bohrprogramm 2026 vorgelegt. Eigentlich dienten mehrere Bohrungen vor allem geotechnischen Untersuchungen für die Minengenehmigung. Doch selbst diese Bohrungen trafen auf interessante Goldmineralisierung. Besonders spannend ist Calvada. Dort durchschnitt Bohrloch CAL26-02C rund 90,8 Meter mit 0,44 g/t Goldäquivalent in oxidiertem Material. Darin enthalten war ein höhergradiger Abschnitt von 12,3 Metern mit 1,22 g/t Goldäquivalent. Wichtig ist weniger der absolute Gehalt als die Lage: Die Mineralisierung liegt nahe am Boden und teilweise unterhalb der aktuellen Ressourcengrube. Das kann bedeuten, dass die spätere Grube tiefer oder größer ausfallen könnte als bislang modelliert.
Noch spannender ist Slab West. Dort hat Lahontan eine bislang nicht erkannte Goldzone westlich der bestehenden Slab-Ressource entdeckt. Vier von fünf Bohrungen trafen Gold. Gemeldet wurden unter anderem 35 Meter mit 0,34 g/t Goldäquivalent sowie 61 Meter mit 0,26 g/t Goldäquivalent. Das klingt auf den ersten Blick nicht spektakulär, ist bei einem möglichen Tagebau- und Heap-Leach-Projekt aber durchaus relevant. Und da die Zone in alle Richtungen offen ist, könnte Lahontan dort womöglich erst am Rand eines neuen Systems gekratzt haben. Wenn Slab West tatsächlich zu zusätzlichen Unzen führt, könnte Santa Fe länger produzieren, größere Skaleneffekte erzielen und in der neuen PEA besser aussehen. Dann würde die Aktie von Lahontan vor einer Neubewertung stehen.
Mindestens genauso wichtig wie die Geologie ist aber der Genehmigungsfortschritt. Und auch hier geht es voran. Lahontan hat ein geotechnisches Bohrprogramm über 2.569 Meter in elf Bohrlöchern abgeschlossen. Dabei ging es unter anderem um Grundwasser und um die Charakterisierung von Abraumgestein. Beides klingt trocken, ist aber für den Weg zur Mine entscheidend. Bei Tagebauprojekten müssen die Behörden wissen, ob geplante Gruben auf Grundwasser treffen und wie Material aus späteren Abraumhalden chemisch reagiert. Wer hier sauber arbeitet, reduziert spätere Verzögerungsrisiken.
Das Unternehmen meldete, dass nur geringe Wasserzuflüsse festgestellt wurden und Piezometer installiert wurden, um die Bedingungen weiter zu überwachen. Außerdem wurden Proben zur geochemischen Analyse eingereicht. Parallel läuft die Exploration weiter. Nach Abschluss der geotechnischen Arbeiten soll sich das Bohrgerät stärker auf Step-out-Bohrungen konzentrieren. Geplant sind bis zu 7.000 Meter in mehreren Zielgebieten, darunter Slab West, South Slab, Guzzler und EM. Damit verschiebt sich der Nachrichtenfluss in den kommenden Monaten nicht nur auf die PEA, sondern auch auf neue Bohrergebnisse.
Alte Halden - neue Chancen
Ein kleines, aber interessantes Zusatzthema sind die historischen Heap-Leach-Halden. Zwischen 1988 und 1994 wurden in Santa Fe rund 16 Mio. Tonnen mineralisiertes Material verarbeitet. Lahontan untersucht nun, ob in diesen alten Halden noch wirtschaftlich gewinnbare Mengen an Gold und Silber stecken. Geplant sind rund 1.700 Meter Sonic-Core-Bohrungen in 96 Löchern auf vier Halden. Das klingt zunächst nach Resteverwertung. Tatsächlich könnte daraus aber ein netter Bonus werden. Alte Haufenlaugungsanlagen haben früher nicht alles Metall herausgelöst. Wenn die Metallpreise heute deutlich höher liegen und moderne Verfahren effizienter arbeiten, können solche Restmengen wieder interessant werden. Sollte Lahontan dort eine zusätzliche Ressource definieren, wäre das bislang kaum im Markt eingepreist. Es wäre keine neue Milliardenstory, aber womöglich ein sehr willkommener Zusatzbaustein für die spätere Produktionsplanung.
Übernahmefantasie
Da sich Lahontan Gold derzeit am Übergang vom Explorer zum Entwickler befindet, gilt die Aktie auch als potenzieller Übernahmekandidat. Denn wiederbelebbare Projekte wie die Santa-Fe-Mine mit vorhandener Infrastruktur und fortgeschrittener Entwicklung sind selten und begehrt und stehen im Visier großer Minenkonzerne. Newmont oder Barrick Mining suchen händeringend nach neuen Projekten, und Lahontan sitzt in einem der attraktivsten Golddistrikte der Welt und befindet sich damit im Jagdgebiet der großen Player. Das verleiht dem Pennystock zusätzlich noch Kursfantasie. Bei einer Übernahme wären deutlich höhere Kurse denkbar. Angesichts des operativen Potenzials des Unternehmens, müssten Aufkäufer dann jedoch Angebote oberhalb von 1 CAD platzieren, um erfolgreich zu sein.
Fazit
Trotz aller Fantasie bleibt Lahontan Gold eine spekulative Aktie. Wer in den Wert investiert, sollte mit volatilen Kursbewegungen umgehen können. Im Gegenzug bekommen spekulative Anleger aber auch eine der heißesten Börsenstories im Goldminensektor mit hohem Hebel auf weiter steigende Kurse.
Interessenskonflikt
Gemäß §85 WpHG weisen wir darauf hin, dass die Apaton Finance GmbH sowie Partner, Autoren oder Mitarbeiter der Apaton Finance GmbH (nachfolgend „Relevante Personen“) ggf. künftig Aktien oder andere Finanzinstrumente der genannten Unternehmen halten oder auf steigende oder fallende Kurse setzen werden und somit ggf. künftig ein Interessenskonflikt entstehen kann. Die Relevanten Personen behalten sich dabei vor, jederzeit Aktien oder andere Finanzinstrumente des Unternehmens kaufen oder verkaufen zu können (nachfolgend jeweils als „Transaktion“ bezeichnet). Transaktionen können dabei unter Umständen den jeweiligen Kurs der Aktien oder der sonstigen Finanzinstrumente des Unternehmens beeinflussen.
Die Apaton Finance GmbH ist daneben im Rahmen der Erstellung und Veröffentlichung der Berichterstattung in entgeltlichen Auftragsbeziehungen tätig.
Es besteht aus diesem Grund ein konkreter Interessenkonflikt.
Die vorstehenden Hinweise zu vorliegenden Interessenkonflikten gelten für alle Arten und Formen der Veröffentlichung, die die Apaton Finance GmbH für Veröffentlichungen zu Unternehmen nutzt.
Risikohinweis
Die Apaton Finance GmbH bietet Redakteuren, Agenturen und Unternehmen die Möglichkeit, Kommentare, Interviews, Zusammenfassungen, Nachrichten u. ä. auf zukunftsbilanzen.de zu veröffentlichen. Diese Inhalte dienen ausschließlich der Information der Leser und stellen keine Handlungsaufforderung oder Empfehlungen dar, weder explizit noch implizit sind sie als Zusicherung etwaiger Kursentwicklungen zu verstehen. Die Inhalte ersetzen keine individuelle fachkundige Anlageberatung und stellen weder ein Verkaufsangebot für die behandelte(n) Aktie(n) oder sonstigen Finanzinstrumente noch eine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von solchen dar.
Bei den Inhalten handelt es sich ausdrücklich nicht um eine Finanzanalyse, sondern um journalistische oder werbliche Texte. Leser oder Nutzer, die aufgrund der hier angebotenen Informationen Anlageentscheidungen treffen bzw. Transaktionen durchführen, handeln vollständig auf eigene Gefahr. Es kommt keine vertragliche Beziehung zwischen der der Apaton Finance GmbH und ihren Lesern oder den Nutzern ihrer Angebote zustande, da unsere Informationen sich nur auf das Unternehmen beziehen, nicht aber auf die Anlageentscheidung des Lesers oder Nutzers.
Der Erwerb von Finanzinstrumenten birgt hohe Risiken, die bis zum Totalverlust des eingesetzten Kapitals führen können. Die von der Apaton Finance GmbH und ihre Autoren veröffentlichten Informationen beruhen auf sorgfältiger Recherche, dennoch wird keinerlei Haftung für Vermögensschäden oder eine inhaltliche Garantie für Aktualität, Richtigkeit, Angemessenheit und Vollständigkeit der hier angebotenen Inhalte übernommen. Bitte beachten Sie auch unsere Nutzungsbedingungen.