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24.07.2026 | 04:50

Zitterstunde, Pleiteangst oder Comeback? Plug Power & Nel ASA kämpfen ums Überleben! Kommt es bei Lahontan Gold zum charttechnischen Ausbruch?

  • Lahontan Gold
  • plug power
  • nel asa
  • Wasserstoff
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Bildquelle: pixabay

Die geopolitischen Spannungen im Nahen Osten und eine Eskalation im Iran-Krieg versetzen die globalen Finanzmärkte derzeit weiter in Aufregung. Man merkt es privat beim Autobesuch der Tankstelle, sofern man noch einen Verbrenner hat. Die Rohölpreise klettern spürbar nach oben, während die Verunsicherung unter den Marktteilnehmern von Tag zu Tag wächst. Wie weit kann es denn noch steigen, oder kommt es erneut zu Friedensverhandlungen. Aber die Nachrichten verheißen eher das Gegenteil. B1-Bomber werden in den Nahen Osten geschickt, bzw. verlagert. Die Renditen für 10-jährige US-Bonds sind auf 4,7 % gestiegen. Der höchste Stand in diesem Jahr. Jedenfalls droht mit dem wieder aufflammenden Ölpreisschock auch die Inflation erneut anzuziehen, was die Zentralbanken weltweit vor massive Herausforderungen stellen könnte. In diesem nervösen Marktumfeld suchen Anleger händeringend nach klaren Orientierungspunkten und zukunftsträchtigen Sachwerten. Während klassische Wasserstoff-Pioniere wie Plug Power und Nel ASA weiterhin um ihre eigene Stabilität und Liquidität kämpfen müssen, bieten hingegen ausgewählte Rohstoffwerte eventuell bessere Perspektiven. Wer in diesen turbulenten Zeiten sein Portfolio sicherer aufstellen möchte, muss auf jeden Fall genau hinschauen.

Lesezeit: ca. 4 Min. | Autor: Matthias Schomber
ISIN: LAHONTAN GOLD CORP | CA50732M1014 | TSXV: LG , OTCQB: LGCXF , NEL ASA NK-_20 | NO0010081235 , PLUG POWER INC. DL-_01 | US72919P2020

Inhaltsverzeichnis:


     

    Der Autor

    Matthias Schomber

    Aufgewachsen im hessischen Gießen, entdeckte Matthias Schomber schon in den frühen 1990er Jahren seine Leidenschaft für die Finanzmärkte – in einer Zeit, als der Börsenhandel noch eher ein Metier für echte, eingefleischte Börsianer war. Er arbeitete dort nach seiner Banklehre für ein Privatbankhaus und erlebte auf dem Frankfurter Börsenparkett live und hautnah den Aufstieg und Fall des Neuen Marktes mit und zog daraus Lektionen, die bis heute sein Denken als Trader, Autor und Handelssystementwickler prägen.

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    Tag-Cloud


    Aktien-Cloud

    Wasserstoff im Belastungstest – Plug Power und Nel ASA

    Der US-Wasserstoffspezialist Plug Power kämpft und kämpft und kämpft. Der Aktienkurs notiert wieder knapp unter der Marke von 2,00 EUR und verharrt damit in einem spürbaren technischen Abwärtstrend. Der 200er und auch der 50er SMA liegen oberhalb des aktuellen Kurses. Um das eigene Geschäftsmodell gegen politische Unsicherheiten abzusichern, hat das Unternehmen im zweiten Quartal 2026 rund 320.000 USD für gezielte Lobbyarbeit in Washington ausgegeben. Im Fokus standen dabei vor allem wichtige US-Steuervergünstigungen, die für die Wirtschaftlichkeit von grünem Wasserstoff entscheidend sind.
    Parallel dazu versucht das Management unter CEO Jose Luis Crespo mit dem Sanierungsprogramm "Project Quantum Leap" die operative Wende einzuleiten. Ziel ist ein positives bereinigtes EBITDA bis zum vierten Quartal 2026. Um den hohen Cashburn einzudämmen und frisches Kapital zu beschaffen, trennt sich Plug Power von kapitalintensiven Infrastrukturprojekten. Der Verkauf des Projekts im texanischen Graham an Stream Data Centers soll bis zu 76,5 Millionen USD einbringen, wovon 50 Millionen USD als Sofortzahlung vorgesehen sind. Dennoch schrumpften die frei verfügbaren Mittel per Ende Juni auf rund 162 Millionen USD. Die anstehenden Quartalszahlen im August werden zeigen müssen, ob dieser harte Sparkurs ausreicht.
    Während Plug Power durch den Verkauf von Anlagewerten um Liquidität ringt, steht auch der europäische Branchenkollege Nel ASA unter erheblichem Druck. Das Marktumfeld für Elektrolyseur-Hersteller bleibt herausfordernd, da große Industriekunden ihre Investitionsentscheidungen in einem Umfeld hoher Zinsen und kriegerischer Auseinandersetzungen (Iran und Ukraine) oft verzögern. Nel ASA kämpft wie der gesamte Sektor mit schwachen Margen und dem Nachweis, dass der Schritt in die nachhaltige Profitabilität zügig gelingen kann und wird. Solange die großen Auftragseingänge auf sich warten lassen und auch dann der Schritt zur Profitabilität gelingt, bleibt die Aktie vorerst ein hoch spekulativer Wert mit Totalverlustrisiko. Hier muss die Marke bei 0,18 EUR halten, ansonsten droht ein weiterer Rutsch in deutlich tiefere Regionen.

    Lahontan Gold – Solide Fortschritte

    Während der Wasserstoffsektor wohl noch eine ganze Zeit geduldig auf profitablere Zeiten warten muss, rücken bei steigenden Inflationssorgen fundamentale Sachwerte wie Gold und Silber wieder stärker in den Mittelpunkt. Ein genauer Blick könnte sich hier auf Lahontan Gold Corp. lohnen. Es ist ein kanadischer Mineralexplorer mit klarem Fokus auf das Flaggschiff-Projekt Santa Fe im US-Bundesstaat Nevada. Das 28,3 km² große Areal im ertragreichen Walker Lane Trend verfügt über eine historische Produktion von 359.202 Unzen Gold sowie 702.067 Unzen Silber. Aktuell weist das Projekt eine Indicated-Ressource von 1,54 Millionen Unzen Goldäquivalent mit einem Schnitt von 0,99 g/t AuEq und eine Inferred-Ressource von 0,41 Millionen Unzen Goldäquivalent auf. Das Ziel des Managements ist eindeutig: Die Wiederaufnahme der Förderung im Jahr 2027.

    https://youtu.be/pRq4WtH82Rc

    Dass dieses Vorhaben auf einem soliden Fundament steht, belegen die jüngsten Bohrergebnisse des laufenden Jahres. Bereits am 9. Juni 2026 vermeldete das Unternehmen den Vollzug wichtiger Bohrmeilensteine. Das Geotechnik-Loch CAL26-02C im Calvada-Bereich lieferte auf 90,8 Metern gute 0,44 g/t AuEq-Oxid unterhalb der bisherigen Ressourcengrenze, inklusive eines hochgradigen Abschnitts von 12,3 Metern mit 1,22 g/t AuEq. Gleichzeitig entdeckte das Team westlich der Slab-Grube eine völlig neue Zone namens "Slab West". Bohrungen wie CAL26-03R mit 35,0 Metern bei 0,34 g/t AuEq zeigten, dass die Mineralisierung in alle Richtungen offen ist und weiteres Wachstum verspricht.
    Am 30. Juni 2026 folgte ein umfassendes Update zur Minenentwicklung. Lahontan hatte zu diesem Zeitpunkt bereits 87 Bohrungen mit insgesamt 7.751 Metern absolviert. Die Arbeiten an der aktualisierten Ressourcen-Schätzung (MRE) sowie der anschließenden wirtschaftlichen Bewertung (PEA) kamen zügig voran. Besonders vielversprechend ist das gestartete Sonic-Bohrprogramm auf den vier historischen Haufenlaugungsflächen. Hier vermutet das Unternehmen substanzielle Mengen an verbliebenem Gold und Silber aus früheren Betriebszeiten, die sich vielleicht dann auch sehr kostengünstig verarbeiten lassen könnten. Die Einreichung des Minenbetriebsplans (MPOO) bei den US-Behörden bleibt damit voll im Zeitplan.
    Den vorläufigen Höhepunkt der „Bohrsaison“ bildete die Meldung vorgestern vom 22. Juli 2026. Im Kernbereich Calvada Central schnitt das Diamantbohrloch CAL26-03C starke 30,8 Meter mit 0,93 g/t AuEq-Oxid, wovon ein Abschnitt von 10,7 Metern sogar 2,18 g/t AuEq aufwies. Zudem bestätigten flache RC-Bohrungen am südlichen Rand der Slab-Grube weitere goldführende Oxidzonen direkt ab der Oberfläche. Das hört sich doch gut an!
    Auch charttechnisch wird das Papier von Lahontan Gold zunehmend interessant. Die Aktie notiert momentan in einem seitwärts gerichteten Trendkanal. Nach oben hin wäre dieser Kanal sauber verlassen, wenn es dem Wert gelingt, die Hürde bei 0,44 CAD nachhaltig zu erobern. Gelingt dieser Ausbruch, leitet sich aus der ersten Impulswelle – die den Kurs von 0,12 CAD auf 0,50 CAD trug – ein rechnerischer Zielbereich von 0,65 CAD bis 0,75 CAD ab. Potenzial ist also nach oben vorhanden

    Kommt es demnächst zum charttechnischen Ausbruch?

    Fazit

    Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Plug Power und Nel ASA nach wie vor spekulative Turnaround-Kandidaten bleiben. Beide Unternehmen müssen erst noch beweisen, dass sie ihre hohen Kosten in den Griff bekommen und von der globalen Energiewende profitabel leben können. Lahontan Gold präsentiert sich dagegen als ein recht gut durchfinanzierter Minenentwickler in einer der sichersten Bergbauregionen der Welt. Mit stetig verbesserten Erzgehalten, anstehenden Studien im Spätsommer 2026 und einem deutlichen Plan und Weg hin zur Produktion bietet das Unternehmen eine recht attraktive Perspektive für geneigte Gold-Anleger.


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    Der Autor

    Matthias Schomber

    Aufgewachsen im hessischen Gießen, entdeckte Matthias Schomber schon in den frühen 1990er Jahren seine Leidenschaft für die Finanzmärkte – in einer Zeit, als der Börsenhandel noch eher ein Metier für echte, eingefleischte Börsianer war. Er arbeitete dort nach seiner Banklehre für ein Privatbankhaus und erlebte auf dem Frankfurter Börsenparkett live und hautnah den Aufstieg und Fall des Neuen Marktes mit und zog daraus Lektionen, die bis heute sein Denken als Trader, Autor und Handelssystementwickler prägen.

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