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09.10.2026 | 05:00

Rüstung und Autos straucheln: Mercedes-Benz und Renk Group suchen Halt, während Lahontan Gold glänzende Fantasien weckt!

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Bildquelle: Pixabay

Muss man sich als Anleger aktuell ernsthaft Sorgen um die Vorzeige-Industrien machen? Der Blick auf die Kurse der letzten Wochen spricht jedenfalls Bände. Während sich dunkle Wolken über dem Stuttgarter Autohimmel zusammenbrauen und selbst Hollywood-Stars die Talfahrt kaum bremsen können, kämpft auch die erfolgsverwöhnte Rüstungsbranche plötzlich mit unerwartetem Gegenwind. Doch in jedem volatilen Markt verbergen sich aber auch tolle Chancen, die oft eher abseits des Mainstreams sind. Wir schauen uns nachfolgend drei Unternehmen an, die aktuell oder aber künftig, jeder auf seine eigene Art, interessant sein könnten. Dabei geht unser Blick zuerst zu den kriselnden automobilen Werkshallen bei Mercedes, dann hinüber zu Renk, wo die Rüstungsmargen entscheidend werden könnten. Abschließend schauen wir uns noch im meist sonnigen Nevada einen vielversprechenden Rohstoff-Player an, der künftig noch für Furore sorgen könnte. Lesen Sie weiter! Es erwartet Sie eine Aktien-Analyse, die interessante Fakten liefert und Perspektiven für interessante Depotwerte aufzeigt!

Lesezeit: ca. 4 Min. | Autor: Matthias Schomber
ISIN: MERCEDES-BENZ GROUP AG | DE0007100000 , RENK AG O.N. | DE000RENK730 , LAHONTAN GOLD CORP | CA50732M1014 | TSXV: LG , OTCQB: LGCXF

Inhaltsverzeichnis:


     

    Der Autor

    Matthias Schomber

    Aufgewachsen im hessischen Gießen, entdeckte Matthias Schomber schon in den frühen 1990er Jahren seine Leidenschaft für die Finanzmärkte – in einer Zeit, als der Börsenhandel noch eher ein Metier für echte, eingefleischte Börsianer war. Er arbeitete dort nach seiner Banklehre für ein Privatbankhaus und erlebte auf dem Frankfurter Börsenparkett live und hautnah den Aufstieg und Fall des Neuen Marktes mit und zog daraus Lektionen, die bis heute sein Denken als Trader, Autor und Handelssystementwickler prägen.

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    Tag-Cloud


    Aktien-Cloud

    Mercedes-Benz: Harter Sparkurs trifft auf Hollywood-Glamour!

    Brad Pitt wirbt aktuell elegant für das AMG-Coupe, doch hinter der Fassade sieht es derzeit gar nicht mal so glamourös aus wie es in Hollywood eher ist. Der Stuttgarter Autobauer steht unter massivem Druck und droht mit Werksschließungen in Deutschland, falls die Arbeitszeiten nicht ohne Lohnausgleich auf 38 Stunden erhöht werden. Ein heftiger Absatzrückgang von 8 % im dritten Quartal, verursacht auch durch einen regelrechten Einbruch von 31 % in China, lässt die Alarmglocken im Vorstand schrillen. Hinzu kommen geopolitische Sorgen, da in den USA politische Gespräche laufen, um den Marktzugang für Autos mit mehr als 15 % chinesischem Eigentümeranteil zu beschränken. Das wäre ein Problem für Mercedes-Benz, da der passive chinesische Anteil bei knapp 20 % liegt.
    Trotz der neuen elektronischen Steer-by-Wire-Technologie im EQS und einem Rekordabsatz bei Elektroautos bleibt das Kerngeschäft spürbar angespannt. Die bereinigte operative Marge der wichtigen Pkw-Sparte droht laut Analysten im laufenden Jahr weiter zu rutschen. Um gegenzusteuern, hat der Konzern nicht nur ein freiwilliges Abfindungsprogramm neu aufgelegt, sondern stützt den eigenen Kurs auch durch ein Rückkaufprogramm von eigenen Aktien.
    Mit einem Kurs von rund 40 EUR notiert das Papier auf einem 52-Wochen-Tief und hat seit Jahresbeginn über 30 % an Wert verloren. Analysten der Citi haben ihr Kursziel zuletzt deutlich von 51 EUR auf 42 EUR zusammengestrichen. Für Neueinsteiger drängt sich hier trotz optisch günstiger Bewertung vorerst, wenn dann eher nur die Seitenlinie auf, bis sich das operative Umfeld stabilisiert. Einzig das laufende Aktienrückkaufprogramm und die starke globale Marktstellung im Luxussegment bieten auf diesem „Ausverkauf-Niveau“ eine gewisse Absicherung nach unten.
    Vom stark stotternden Motor bei Mercedes schauen wir auf einen Sektor, dessen Auftragsbücher gerammelt voll sind. Dennoch sieht es auch bei Renk nicht unbedingt besser aus, zumindest was den Aktienkurs betrifft!

    Renk Group: Volle Auftragsbücher, aber leere Margen!

    Wer glaubt, die Rüstungsindustrie sei ein garantierter Selbstläufer, wird beim Augsburger Getriebespezialisten Renk derzeit eines Besseren belehrt. Trotz eines frischen Auftrags über 30 Mio. EUR aus Finnland für das neue TRACKX-Fahrzeug befindet sich die Aktie in einem hartnäckigen Abwärtstrend. Das Papier ist auf rund 36 EUR gefallen und hat damit ein Mehrmonatstief erreicht. Der Markt sorgt sich zunehmend um die Dauerhaftigkeit des aktuellen Nachfragebooms und befürchtet, dass herkömmliche Panzer-Hardware durch drohnenbasierte Systeme an Bedeutung verlieren könnte.
    Die Zahlen aus dem zweiten Quartal werfen bei vielen Anlegern auch Fragen auf. Während der Umsatz moderat auf 353,59 Mio. EUR kletterte, hat sich der Gewinn je Aktie im Vorjahresvergleich auf 0,15 EUR halbiert. Analysten der Bank of America haben prompt reagiert, ihre Kaufempfehlung gestrichen und das Kursziel auf 42,50 EUR gekappt, da sie die Nachhaltigkeit der Produktionsniveaus stark anzweifeln. Zwar eröffnet der Einstieg Finnlands und Schwedens echtes Skalenpotenzial für die kommenden Jahre, doch die Auslieferungen starten erst 2027, was hohe Vorlaufkosten mit sich bringt.
    Die durchschnittlichen Analystenziele liegen zwar immer noch bei über 60 EUR, doch das kurzfristige Marktmomentum spricht derzeit eine andere Sprache. Solange der Konzern bei den kommenden Quartalszahlen am 5. November nicht beweisen kann, dass der Margenverfall gestoppt ist, bleibt die Aktie hochspekulativ. Investoren sollten hier eher eine klare Bodenbildung abwarten, bevor sie in das Unternehmen investieren. Dies kann aber noch dauern, denn es sieht hier eher noch nach einem „fallenden Messer“ zuletzt aus.
    Während Renk und Mercedes aktuell durch raue Gewässer schippern, gibt es im sonnigen Nevada ein Unternehmen, das Anlegerherzen deutlich höher schlagen lässt und spürbar mehr Optimismus versprüht.

    Lahontan Gold: Mit neuem Aufwärtsdrang!

    Die Zeichen stehen auf Neustart in der legendären Walker Lane in Nevada. Das kanadische Entwicklungsunternehmen Lahontan Gold treibt die Revitalisierung der historischen Santa Fe Mine mit Nachdruck voran und profitiert dabei von einer bereits bestehenden, hervorragenden Infrastruktur.
    Das Vorzeigeprojekt glänzt mit einer aktualisierten pit-constrained Ressource von satten 2,385 Mio. Unzen Goldäquivalent und peilt einen Baubeginn für das Jahr 2027 an. Gleich drei frische News untermauern die hohe Dynamik, denn neben dem Start einer 3.500 Meter umfassenden Bohrkampagne auf dem Satelliten-Projekt West Santa Fe meldete das Team gute Ergebnisse von 16,5 Metern mit 2,72 g/t Au aus dem historischen Heap Leach Pad Two.
    Das zugrundeliegende Geschäftsmodell ist klassisch, aber effektiv strukturiert. Eine prima PEA untermauert das zweistufige Abbaukonzept: Zuerst wird günstiges Oxid-Material per Haufenlaugung verarbeitet, bevor in einer zweiten Phase die tieferen Sulfid-Erze ins Visier rücken. Historisch wurden hier bereits 359.202 Unzen Gold produziert, was das metallurgische Risiko drastisch reduziert. Die laufenden Sonic-Bohrungen auf den alten Laugungspads beweisen eindrucksvoll das spannende Potenzial für eine äußerst kostengünstige Wiederaufbereitung noch vorhandener Edelmetalle.
    Charttechnisch wird es jetzt ebenfalls spannend. Die Aktie tendiert im unteren Bereich des Trendkanals, hat nun aber einen kleinen Aufwärtstrend mit Stärke entwickelt und notiert bei 0,385 CAD. Diese Notierung befindet sich noch inmitten einer wichtigen Widerstandszone. Wenn es gelingt, in Richtung 0,43 CAD zu steigen, dann sollte diese Marke final überwunden sein. Im Anschluss könnte es zügig in Richtung der 0,50 bis 0,55 CAD gehen. Gelingt dieser Ausbruch, lautet das übergeordnete Kursziel: 0,75 CAD. Dieses Ziel lässt sich aus der ersten Wellenbewegung von 0,12 auf 0,50 CAD ableiten. Das bedeutet, dass die Aktie von Lahontan Gold schon bald weiter Fahrt aufnehmen könnte!

    Über der Marke von 0,43 CAD könnte die „Post abgehen“!

    Fazit:

    Mercedes-Benz: Der Autobauer kämpft an vielen Fronten mit starkem Margendruck, rückläufigen Absätzen und regulatorischen China-Risiken, weshalb hier vorerst die Seitenlinie nicht unbedingt die schlechteste Wahl sein dürfte.
    Renk Group: Trotz solider langfristiger Auftragsperspektiven belasten schwache Margen und Analysten-Downgrades den Kurs. Vor einem Einstieg sollte unbedingt auf eine klare charttechnische Bodenbildung gewartet werden.
    Lahontan Gold: Der Goldentwickler liefert starke Bohrergebnisse, baut auf einer guten PEA auf und hat derzeit ein interessantes Chartbild, das der Aktie ein lukratives Aufwärtspotenzial bis zu 0,75 CAD bescheren könnte!


    Interessenskonflikt

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    Es besteht aus diesem Grund ein konkreter Interessenkonflikt.

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    Der Autor

    Matthias Schomber

    Aufgewachsen im hessischen Gießen, entdeckte Matthias Schomber schon in den frühen 1990er Jahren seine Leidenschaft für die Finanzmärkte – in einer Zeit, als der Börsenhandel noch eher ein Metier für echte, eingefleischte Börsianer war. Er arbeitete dort nach seiner Banklehre für ein Privatbankhaus und erlebte auf dem Frankfurter Börsenparkett live und hautnah den Aufstieg und Fall des Neuen Marktes mit und zog daraus Lektionen, die bis heute sein Denken als Trader, Autor und Handelssystementwickler prägen.

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    Weitere Kommentare zum Thema:

    Kommentar von Matthias Schomber vom 05.10.2026 | 05:00

    Depot-Booster gesucht? So stehen die Chancen bei Deutz, TKMS und dem Gold-Player DRC Gold!

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    Es knistert an den Börsen und viele befürchten schon die Vorboten eines Crashs, aber noch ist es nicht so weit, denn die Investoren suchen ständig nach neuen Chancen an den Märkten. Manchmal liegen die besten Gelegenheiten direkt vor unseren Augen. Andere Male muss man tiefer graben. Genau das haben wir heute für Sie gerne getan. Wir blicken auf drei spannende Unternehmen. Da ist zum einen Deutz. Der Konzern versucht sich neu zu erfinden und möchte jetzt auch bei den alternativen Antrieben mitmischen. Wir tauchen danach ab in die Gewässer von TKMS, wo Rüstungsfantasien für die Marine die Kurse hin und her treiben. Ganz zum Schluss widmen wir uns DRC Gold. Dort könnte sich im Schatten der großen Minenbetreiber etwas Großes auftun. Diese drei Werte könnten Ihrem Depot den entscheidenden Kick geben. Es kommt, wie so oft im Leben, auf das richtige Timing und auch ein Quäntchen Glück an. Lesen Sie weiter und entdecken Sie die Details.

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    Kommentar von Jens Castner vom 30.09.2026 | 04:44

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    Die Zukunft der europäischen Automobilindustrie entscheidet sich nicht am Fließband, sondern im Chemielabor. Bislang stammt die Batteriezelle, das Herzstück moderner Elektroautos, fast ausschließlich aus Asien. Eine gefährliche Abhängigkeit, vor der Politiker seit Jahren lautstark warnen: Europa braucht dringend eine eigene, geschlossene Batterie-Wertschöpfungskette. Doch um diese Unabhängigkeit zu erreichen, reicht es nicht, riesige Fabriken („Gigafactories“) auf die grüne Wiese zu stellen. Der wahre Hebel liegt in den molekularen Komponenten: der Kathode (dem Pluspol) und der Anode (dem Minuspol). Drei Unternehmen zeigen, wie diese europäische Lieferkette Realität werden kann: Der DAX-Gigant BASF setzt auf hochpreisige Chemie für Premium-Reichweiten, während der Mittelständler IBU-tec mit seiner neuen Mega-Fabrik in Bitterfeld-Wolfen im Begriff ist, zum europäischen LFP-Kathodenkönig für den Massenmarkt aufzusteigen. Am anderen Pol der Batterie sorgt die kanadisch-französische Technologieschmiede HPQ Silicon mit innovativen Silizium-Anoden dafür, dass die Energiespeicher der Zukunft dramatisch leistungsfähiger werden. Eine technologische Zangenbewegung, die den Kontinent aus der asiatischen Umklammerung befreien könnte. Hier lesen Sie, was das für Anleger bedeutet.

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