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23.07.2026 | 04:55

Mercedes Benz gefährlich nah am Abgrund! BYD mit starken Zahlen! American Atomics mit der Lösung der Energiefrage!

  • American Atomics
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Bildquelle: pixabay

Auch im Juli 2026 stehen Teile der Welt weiterhin in Flammen. Man muss nur schauen, dass diese Flammen sich nicht weiter ausbreiten oder gar die Wirtschaft weltweit lahmlegen. Während Russland seine Luftangriffe auf ukrainische Städte wie z. B. auch Kiew intensiviert und dabei unvermindert auf Drohnentechnologie aus dem Iran setzt, verhärten sich die Fronten in diesem „globalen Stellvertreterkrieg“ zusehends. Diese anhaltenden Spannungen am östlichen Rand Europas und im Nahen Osten werfen einen Schatten auf die globalen Energiemärkte und bringen diese auch durcheinander. Die unerbittliche Suche nach Energiesicherheit und technologischer Unabhängigkeit treibt Staaten und Investoren gleichermaßen um. Genau in diesem Gemengekessel entscheidet sich die Zukunft der künftigen Wirtschaft und der einzelnen Unternehmen. Wir werfen heute einen genauen Blick auf BYD, Mercedes Benz und American Atomics, die jeder für sich ihre eigene Geschichte schreiben.

Lesezeit: ca. 5 Min. | Autor: Matthias Schomber
ISIN: MERCEDES-BENZ GROUP AG | DE0007100000 , BYD CO. LTD H YC 1 | CNE100000296 , AMERICAN ATOMICS INC | CA0240301089 | CSE: NUKE

Inhaltsverzeichnis:


     

    Der Autor

    Matthias Schomber

    Aufgewachsen im hessischen Gießen, entdeckte Matthias Schomber schon in den frühen 1990er Jahren seine Leidenschaft für die Finanzmärkte – in einer Zeit, als der Börsenhandel noch eher ein Metier für echte, eingefleischte Börsianer war. Er arbeitete dort nach seiner Banklehre für ein Privatbankhaus und erlebte auf dem Frankfurter Börsenparkett live und hautnah den Aufstieg und Fall des Neuen Marktes mit und zog daraus Lektionen, die bis heute sein Denken als Trader, Autor und Handelssystementwickler prägen.

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    Kampf um die automobile Zukunft: Mercedes Benz gegen BYD

    Der Kampf um die automobile Zukunft wird derzeit mit extrem harten Bandagen ausgetragen. Auf der einen Seite stehen auch die deutschen Autobauer und hier auch eines der Aushängeschilder: Mercedes Benz. Mit großer Leidenschaft, Innovationsgeist und deutscher Ingenieurskunst versucht der Premiumhersteller sein angestammtes Revier zu verteidigen. Doch der Wind auf den internationalen Märkten weht unglaublich rau, besonders wenn der asiatische Riese BYD seine mittlerweile enormen Muskeln spielen lässt. Der chinesische Autokonzern hat zu einer beispiellosen Exportoffensive ins Horn geblasen und drängt mit aller Macht nach Europa und Südamerika.

    Die aktuellen Zahlen sprechen für BYD, denn im zweiten Quartal explodierten die Auslandsverkäufe um 82,46 % auf über 471.000 Fahrzeuge. Das Management hat das globale Exportziel für das Jahr 2026 daraufhin auch mutig auf 1,5 Millionen Einheiten nach oben geschraubt. Während der Heimatmarkt in China jedoch massiv schwächelt und drastische Verkaufsrückgänge verzeichnet, feiert BYD in Brasilien bereits das 100.000 Elektroauto, das produziert wurde. Zudem bringt der Konzern in Mexiko den neuen Plug-in-Hybriden BYD King auf den Markt, der mit einer riesigen Reichweite von 1.680 Kilometern glänzt.

    Aber: Politische Hürden und Gegenwind in Europa

    Doch der chinesische Siegeszug durch Europa gerät aktuell in politische Turbulenzen. In Ungarn steht plötzlich eine milliardenschwere staatliche Förderung für das geplante BYD-Werk in Szeged auf dem strengen Prüfstand der neuen Regierung. Der brisante Wechsel des ehemaligen ungarischen Außenministers Peter Szijjarto direkt in die Führungsebene von BYD hat die Behörden umgehend auf den Plan gerufen. Es geht immerhin um Subventionen in Höhe von 20 Milliarden HUF (ungarische Forint) und eine Investitionssumme von fast 4 Milliarden EUR. Trotz dieser massiven Attacken und den drohenden EU-Strafzöllen bleibt die BYD-Aktie bei Kursen knapp unter 10 EUR hartnäckig in Lauerstellung und hat zuletzt schon den 50er SMA zurückerobert. Für Mercedes Benz bedeuten die Auslieferungszahlen von BYD aber einen klaren Weckruf. Die Stuttgarter bündeln nun all ihre Innovationskraft, um diesem Frontalangriff aus Fernost zu trotzen und ihre (einstige) Vormachtstellung im Luxussegment zu verteidigen. Aber die Mercedes Benz-Aktie steht derzeit am Abgrund. Es wird ja viel spekuliert, aber vielleicht übernimmt irgendwann ein chinesischer Autobauer einen der schwächelnden deutschen Premiumhersteller. Es stehen ja einige zur Auswahl, die momentan Probleme haben.

    Der Schlüssel zur Mobilität: Sichere und saubere Energie

    Von der Elektromobilität auf unseren Straßen ist es nur ein Gedankensprung zur entscheidenden Frage der sicheren Stromversorgung. Ohne eine verlässliche und vor allem saubere Energiequelle nützen die besten und schönsten E-Fahrzeuge von Mercedes Benz und BYD herzlich wenig. Hier betritt nun ein völlig anderer Sektor die Bühne, der im Schatten der aktuellen geopolitischen Krisen aber rasant an strategischer Bedeutung gewinnen dürfte und das Fundament der zukünftigen Industrie bilden wird.

    American Atomics: Aufbau einer Uran-Lieferkette

    Kommen wir zu American Atomics. Das Unternehmen widmet sich äußerst zielgerichtet der Uranexploration in Nordamerika. Die Haupt-Strategie des Unternehmens nennt sich treffend vom Gestein zum Reaktor. Das Ziel ist es, eine völlig unabhängige heimische Lieferkette für Kernbrennstoffe aufzubauen. Das wäre angesichts der angespannten Weltlage ein logischer und vernünftiger Schritt. American Atomics ist zudem offizielles Mitglied im US-Konsortium des Verteidigungsproduktionsgesetzes für den nuklearen Brennstoffkreislauf. Damit sitzt man direkt an der Quelle wichtiger politischer Entscheidungen und profitiert von vielversprechenden Netzwerken.

    https://youtu.be/rBgN1FHY-ow

    Zuletzt lieferte das Management einige durchaus interessante Neuigkeiten.
    Am 16. Juli reichte das Unternehmen einen detaillierten technischen Bericht nach dem strengen kanadischen Standard NI 43-101 für das Projekt Lisbon Valley East im Bundesstaat Utah ein. Die Historie dieser Region ist wirklich bemerkenswert. Auf der westlichen Seite der geologischen Formation wurden in der Vergangenheit knapp 78 Millionen Pfund Uran erfolgreich abgebaut. Die östliche Seite ist bisher jedoch wenig erforscht, weil sie durch eine Erdverschiebung deutlich tiefer liegt. Die vorhandenen Bohrdaten deuten jedoch auf ein spiegelbildliches und ähnlich hohes Potenzial hin. Um dieses wertvolle Material künftig effizient zu verarbeiten, plant das Management ein stärkeres, regionales Verarbeitungsmodell. Eine zentrale Mühle soll das Erz vieler kleinerer Minen der Region bündeln. Dafür hat man sich durch ein Joint Venture mit CVMR starke metallurgische Technologie ins Haus geholt und kooperiert mit Disa Technologies für die saubere Aufbereitung von Minenabfällen.

    Auch personell rüstet American Atomics weiter auf. Am 7. Juli wurde Jolene Molitoris in den Beirat berufen. Die ehemalige Leiterin der US-Bundesbahnbehörde bringt genau die richtige Erfahrung mit, um die logistischen Herausforderungen z. B. des künftigen Transports zu lösen.
    Zudem meldete das Unternehmen am 6. Juli die Umstellung auf eine halbjährliche Finanzberichterstattung. Dies spart wichtige administrative Kosten und senkt den bürokratischen Aufwand im Hintergrund.

    Charttechnik

    Trotz dieser Fortschritte spiegelt der aktuelle Aktienkurs diese Entwicklung nicht wirklich wider. Die Aktie von American Atomics erscheint jetzt sehr ausgebombt. Der Kurs steht aktuell bei 0,175 CAD. Auch der RSI ist auf einem Niveau von 34 angekommen und bei 30 fängt die Überverkauft-Zone an. Eventuell könnte es jetzt demnächst drehen. Sehr Mutige könnten jetzt gestaffelt zugreifen, andere warten einfach eine finale Bodenbildung ab. Wenn sich der Kurs erholt, könnte die Aktie, wie schon mal in der Vergangenheit, schnell Richtung 0,25 bis 0,30 CAD zum Run ansetzen. Aber momentan ist alles noch recht spekulativ.

    Gelingt der Turnaround jetzt oder muss erst noch der Boden gefunden werden?

    Fazit:

    Mercedes Benz steht weltweit für Premiumqualität. Der Konzern hat aber mit Absatzschwierigkeiten zu kämpfen und das sieht man auch am Aktienkurs, der in der Nähe eines Mehrjahrestiefs notiert. BYD drückt gewaltig auf das internationale Tempo und zwingt die europäische Konkurrenz vehement zum Handeln, muss aber erst einmal beweisen, dass die politischen Hürden in Europa und der „Skandal“ um die Fördermittelvergabe gemeistert werden können. American Atomics arbeitet ruhig und unaufgeregt an der nordamerikanischen Energiesicherheit. Das Fundament wird ausgebaut. Mit ein wenig Geduld könnte sich hier für spekulativ eingestellte Investoren eine lukrative Perspektive für die Zukunft entwickeln.


    Interessenskonflikt

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    Der Autor

    Matthias Schomber

    Aufgewachsen im hessischen Gießen, entdeckte Matthias Schomber schon in den frühen 1990er Jahren seine Leidenschaft für die Finanzmärkte – in einer Zeit, als der Börsenhandel noch eher ein Metier für echte, eingefleischte Börsianer war. Er arbeitete dort nach seiner Banklehre für ein Privatbankhaus und erlebte auf dem Frankfurter Börsenparkett live und hautnah den Aufstieg und Fall des Neuen Marktes mit und zog daraus Lektionen, die bis heute sein Denken als Trader, Autor und Handelssystementwickler prägen.

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    Diese Woche wird abgerechnet. Zwei Tech-Aktien, zwei Termine, eine Frage: Wie teuer darf künstliche Intelligenz sein? Vor allem bei Amazon macht sich im Vorfeld der Quartalszahlen am kommenden Donnerstag Nervosität breit. Nach den Alphabet-Ergebnissen der Vorwoche scheint klar: Wer viel in KI-Infrastruktur und Rechenzentren investiert, wird abgestraft. Was bei Amazon als Milliardenposten in der Ausgabenzeile steht, landet beim Kühlungsspezialisten Vertiv als Auftrag in den Büchern. Entsprechend gelassen fällt dort der Blick auf die Zahlen aus, die für Mittwoch erwartet werden. Im Hintergrund lauert zudem ein dritter Wert, den bislang kaum jemand auf dem Zettel hat: American Atomics. Noch ist der Uran-Explorer aus Kanada an der Börse kaum mehr wert als ein mittelständischer Handwerksbetrieb – und könnte doch zum Zünglein an der Waage für jene Reaktoren werden, mit denen die Technologiekonzerne ihre Rechenzentren versorgen.

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