30.03.2026 | 04:35
Verdopplungschance fürs Depot: Zwischen dem Nordex-Druck, der Nel ASA-Hoffnung und dem RE Royalties-Geheimtipp.
Der Markt für grüne Energien ist derzeit ein regelrechtes Schlachtfeld. Auf der einen Seite stehen die etablierten großen Firmen, die sich um die Margen im globalen Wettbewerb herumschlagen. Auf der anderen Seite lauern innovative kleinere Unternehmen, die das Spiel komplett neu definieren. Viele Anleger fragen sich daher, ob sie z. B. auf die bewährte Windkraft von Nordex setzen sollen, oder ob der Wasserstoff-Traum von Nel ASA der richtige Weg zum Reichtum ist. Vielleicht liegt aber auch die wahre Chance ganz woanders, abseits der „normalen Pfade“. RE Royalties zeigt z. B. gerade eindrucksvoll, wie man mit einem klugen Modell den Markt von hinten aufrollt. Während die Großen noch nach ihrer Form suchen, hat sich dieser Wert in den letzten Wochen schnell mal verdoppelt. In diesem Bericht analysieren wir, warum genau jetzt der Moment für eine strategische Entscheidung gekommen ist. Wir schauen tief in die Bilanzen und die brandaktuellen News der letzten Tage. Lesen Sie weiter und erfahren Sie, welche Aktie(n) Ihr Depot demnächst wirklich nach vorne bringen könnte(n).
Lesezeit: ca. 6 Min.
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Autor:
Mario Hose
ISIN:
NORDEX SE O.N. | DE000A0D6554 , NEL ASA NK-_20 | NO0010081235 , RE ROYALTIES LTD | CA75527Q1081 | TSXV: RE , OTCQX: RROYF
Inhaltsverzeichnis:
Der Autor
Mario Hose
In Hannover geboren und aufgewachsen, verfolgt der Niedersachse die gesellschaftliche und wirtschaftliche Entwicklung rund um den Globus. Als leidenschaftlicher Unternehmer und Kolumnist erklärt und vergleicht er die verschiedensten Geschäftsmodelle sowie Märkte für interessierte Börsianer.
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Nordex: Der Windriese im Kampf um die Marge
Wer an erneuerbare Energien denkt, kommt an Nordex wohl nicht vorbei, oder nur sehr schwierig. Das Unternehmen ist ein echtes Urgestein der Branche. Die riesigen Turbinen drehen sich weltweit und produzieren sauberen Strom für Millionen Haushalte. Doch für Aktionäre war die Fahrt in den letzten Jahren oft sehr mühselig. Nordex kämpft in einem Markt, der von hohen Stahlpreisen und komplexen Lieferketten geprägt ist. Jeder Auftrag ist ein Kraftakt. Die Installationen im Gelände sind teuer und riskant. Zwar bessern sich die Margen langsam, doch die Kapitalintensität bleibt gewaltig. Man braucht viel Geld, um noch mehr Geld zu verdienen. Das ist wie beim klassischen Hardware-Geschäft.
Nordex hat sich stabilisiert, das ist die gute Nachricht. Die Auftragsbücher sind voll. Die Regierungen weltweit schreien nach mehr Windkraft. Aber die Konkurrenz schläft ebenfalls nicht. China drängt mit günstigen Modellen auf den europäischen Markt. Nordex muss hier seine technologische Überlegenheit ausspielen. Es ist ein Spiel auf Zeit und Effizienz. Bei einem Investment setzt man auf das Rückgrat der Energiewende. Aber man muss auch akzeptieren, dass die Bäume hier nicht so schnell in den Himmel wachsen. Vorteilhaft sind die Wartungsverträge, denn sie generieren planbare wiederkehrende Einnahmen. Der Wind weht beständig, doch die Rendite muss auch künftig mühsam erkämpft werden. Nordex ist zuletzt gut gelaufen und es könnte eine Konsolidierung drohen.
Was passiert, wenn man den Strom nicht nur erzeugt, sondern ihn chemisch speichert? Das führt uns direkt zum nächsten großen Thema und zur nächsten Aktie.
Nel ASA: Zwischen Wasserstoff-Euphorie und der harten Realität
Wenn Nordex der Wind ist, dann will Nel ASA der Behälter sein, der diese Energie speichert. Wasserstoff gilt als das Gold der Zukunft, als Zukunftstechnologie. Nel ASA aus Norwegen ist hier einer der bekanntesten Pioniere. Ihre Elektrolyseure sind legendär. Die Fantasie lädt zum Träumen ein und ist grenzenlos: grüne Stahlproduktion, emissionsfreie Schifffahrt, riesige Energiespeicher. Alles klingt fantastisch auf dem Papier. Doch die Börse hat Nel ASA in der Vergangenheit hart abgestraft. Der Weg von der Vision zum profitablen Massengeschäft ist sehr steinig. Die Kosten für die Skalierung der Produktion sind enorm. Viele Projekte verzögern sich, weil die Infrastruktur noch nicht bereit ist.
Anleger bei Nel ASA hoffen aber immer noch auf den großen Durchbruch. Jede neue Kooperation wird gefeiert. Doch unter dem Strich stehen oft noch Verluste. Das Unternehmen muss erst noch beweisen, dass es nicht nur technisch, sondern auch wirtschaftlich ganz oben mitspielen kann. Der Verkaufsdruck auf die Aktie war phasenweise enorm. Wer hier dabei ist, wettet auf eine komplette Transformation der Weltwirtschaft. Das ist sehr mutig und kann sich natürlich auch extrem auszahlen. Aber es ist eben eine Wette, eine Art Gambling.
Während Nel ASA noch an den Maschinen der Zukunft tüftelt, gibt es ein Unternehmen, das sich längst einen festen Anteil am Erfolg der gesamten Branche gesichert hat. Ein Akteur, der nicht nur die „Hardware“ baut, sondern auch selbst die Erträge erntet.
RE Royalties: Das „Finanzgenie“ der Energiewende
Hier kommen wir zu RE Royalties, einem Unternehmen, das die Regeln neu schreibt. Während Nordex und Nel ASA an den Windrad-Baustellen und Elektrolyseur-Laboren kämpfen, sitzt RE Royalties in Vancouver und zählt die Einnahmen. Das Konzept ist einfach aber clever: Royalty-Finanzierung. Man kennt das aus dem Bergbau oder der Pharmaindustrie. RE Royalties gibt Entwicklern von Wind-, Solar- oder Wasserprojekten Kapital. Im Gegenzug erhalten sie einen Prozentsatz der künftigen Einnahmen. Das ist für die Projektbesitzer toll, weil sie keine Anteile an ihrer Firma verkaufen müssen. Und für RE Royalties ist es gut, weil sie direkt am Umsatz beteiligt sind, ohne das operative Risiko einer Baustelle zu haben und zu tragen.
Auch die jüngsten Nachrichten bei RE Royalties lesen sich interessant. Erst vor 3 Tagen, am 27. März 2026, kündigte das Board einen "Strategic Review" an. Das ist oft der Vorbote für etwas Größeres. Gemeinsam mit den Experten von PricewaterhouseCoopers (PwC) wird geprüft, wie man den Wert für die Aktionäre maximieren kann. Das könnte ein Verkauf der Firma sein, eine strategische Partnerschaft oder eine Optimierung der Kapitalstruktur. CEO Bernard Tan und sein Team wissen genau, was sie tun. Sie treten nun in ihr elftes Geschäftsjahr ein. Die Pipeline ist prall gefüllt. Man spricht von Absichtserklärungen über 20 Millionen CAD und weiteren 200 Millionen CAD an potenziellen Investments, die gerade geprüft werden. Das Unternehmen ist erwachsen geworden.
Ein weiterer Beleg für die Schlagkraft ist die Meldung vom 9. Februar 2026. RE Royalties hat eine zweite Tranche von 800.000 USD in ein Solar-Portfolio von Solaris Energy investiert. Diese Projekte sind über die USA verteilt, von Kalifornien bis Maine. Das Schöne daran ist, dass RE Royalties sich hier langfristige Einnahmen über 25 Jahre und länger sichert. Das ist kalkulierbares Geld, das Monat für Monat in die Kassen fließt, ähnlich der Wartungsverträge von Nordex. Solaris-Chef Nick Perugini lobte die Partnerschaft ausdrücklich. RE Royalties ist eben nicht nur ein Geldgeber, sondern ein Ermöglicher.
Der Chart spricht eine deutliche Sprache. Die Aktie hat sich zuletzt bereits von etwa 0,20 CAD auf über 0,40 CAD verdoppelt. Wir sehen mittlerweile vier grüne Kerzen in Folge. Das zeigt, dass das Interesse der Anleger massiv anzieht. Aktuell kämpft der Kurs mit einem horizontalen Widerstand im Bereich von 0,43 bis 0,45 CAD. Das ist eine ganz normale Verschnaufpause nach so einem Lauf. Aber jetzt wird es spannend: Wenn die Aktie über die Marke von 0,50 CAD ausbricht, dürfte der Weg nach oben frei sein. Viele Marktteilnehmer sehen dann ein Potenzial bis auf 0,80 CAD. Das wäre vom jetzigen Niveau aus fast noch einmal eine Verdopplung. Wer also den ersten Anstieg verpasst hat, hätte jetzt eventuell nochmals eine Chance. Natürlich immer nur mit passendem Stopp und passender Positionsgröße.

Die Geschichte von RE Royalties ist auch eine sehr persönliche. Bernard Tan gründete die Firma, weil er als frischgebackener Vater etwas für die Zukunft seiner Kinder tun wollte. Zusammen mit Peter Leighton hat er inzwischen ein Portfolio von über 100 Royalties aufgebaut. Sie decken Solar, Wind, Wasser, Batterien und Biogas ab. Es ist eine große Diversifikation, die das Risiko für den Anleger abmildert. Man investiert nicht in eine einzelne Technologie, sondern in den gesamten Bereich der grünen Energie. Das Modell ist nicht verwässernd für die Kunden und profitabel für die Aktionäre. Es ist eine Win-Win-Situation, die im aktuellen Marktumfeld wirklich selten ist.
Hier ein Blick hinter die Kulissen von RE Royalties
https://youtu.be/n_aO2Hv12p4
Fazit
Wenn wir alle drei Werte nebeneinanderlegen, ergibt sich ein klareres Bild. Nordex ist der solide Fels, für die, die an die Zukunft des Windes glauben. Es ist ein Investment in Infrastruktur. Nel ASA bleibt der Joker für Spekulanten, die auf den großen Wasserstoff-Knall setzen. Hier ist die Volatilität der ständige Begleiter. Und RE Royalties? Dieses Unternehmen ist eine clevere Brücke. Es verbindet den Wachstumsmarkt der Erneuerbaren mit einem skalierbaren Finanzmodell.
RE Royalties steht möglicherweise sogar vor einem großen Punkt, denn der strategische Review durch PwC und die prall gefüllte Investitionspipeline zeigen, dass hier noch Luft nach oben sein könnte. Das Unternehmen ist nüchtern betrachtet in einer guten Position. Die Aktie bietet nach der Verdopplung immer noch eine Chance für alle, die an nachhaltiges Wachstum glauben. Generell scheint die Energiewende nicht mehr aufzuhalten zu sein, und RE Royalties sitzt gut positioniert, um die Früchte zu ernten.
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