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05.08.2026 | 05:00

Palantir glänzt mit tollen Zahlen, thyssenkrupp wagt den Spin-off und Zefiro Methane steht möglicherweise vor dem Ausbruch!

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Bildquelle: pixabay

Die Börsenwelt ist in diesen Augusttagen recht froh gelaunt. Der DAX z. B. nimmt Anlauf auf neue Höchstkurse. Wir werfen daher heute einen Blick auf 3 Werte. Lesen Sie und erfahren Sie, wie sich thyssenkrupp durch eine Abspaltung nahezu komplett neu erfinden möchte und welche Signalwirkung die beeindruckenden Quartalsergebnisse von Palantir auf den gesamten Technologiesektor haben. Gleichzeitig schauen wir auf die aufstrebende Welt von Zefiro Methane. Dieses Unternehmen beseitigt ökologische Altlasten, und steht möglicherweise auch charttechnisch vor einem Befreiungsschlag.
Lassen Sie uns gemeinsam herausfinden, welches Potenzial in diesen Einzelwerten schlummert. Lesen Sie weiter und entdecken Sie die teils noch verborgenen Chancen des aktuellen Marktumfelds.

Lesezeit: ca. 5 Min. | Autor: Matthias Schomber
ISIN: THYSSENKRUPP AG O.N. | DE0007500001 , ZEFIRO METHANE CORP | CA98926D1069 | NEO: ZEFI , PALANTIR TECHNOLOGIES INC | US69608A1088

Inhaltsverzeichnis:


     

    Der Autor

    Matthias Schomber

    Aufgewachsen im hessischen Gießen, entdeckte Matthias Schomber schon in den frühen 1990er Jahren seine Leidenschaft für die Finanzmärkte – in einer Zeit, als der Börsenhandel noch eher ein Metier für echte, eingefleischte Börsianer war. Er arbeitete dort nach seiner Banklehre für ein Privatbankhaus und erlebte auf dem Frankfurter Börsenparkett live und hautnah den Aufstieg und Fall des Neuen Marktes mit und zog daraus Lektionen, die bis heute sein Denken als Trader, Autor und Handelssystementwickler prägen.

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    Aktien-Cloud

    thyssenkrupp und Palantir: Zwischen radikalem Umbau und digitaler Dominanz

    Beginnen wir unseren Streifzug durch die Märkte bei einem der traditionsreichsten Namen der deutschen Industriegeschichte.

    Bei thyssenkrupp bleibt derzeit buchstäblich kein Stein auf dem anderen. Der Konzernumbau hin zu einer reinen Finanzholding nimmt immer konkretere Züge an und sorgt bei den Investoren für spürbare Kursfantasie.

    Jüngstes Puzzleteil dieser gigantischen Restrukturierung ist die Handelssparte TK Accelis. Mit einem beeindruckenden Jahresumsatz von rund 11,4 Milliarden EUR und etwa 15.500 Mitarbeitern ist die ehemalige Materials-Services-Sparte ein echtes Schwergewicht.

    Konzernchef Miguel Lopez macht nun ernst und plant den Spin-off für Ende Oktober 2026. Das Konstrukt ist dabei durchaus clever gewählt. Die bisherigen Aktionäre sollen 49 % der Anteile direkt in ihre Depots gebucht bekommen, und zwar in einem exakten Tauschverhältnis von 20 zu 1. Für zwanzig thyssenkrupp-Papiere gibt es also eine brandneue Kommanditaktie der TK Accelis Group AG & Co. KGaA.

    Der Mutterkonzern behält zunächst 51 % und damit die Kontrolle, was dem Markt eine gewisse Stabilität signalisiert. Die Börse reagierte auf diese geschärfte Timeline durchaus wohlwollend und trieb den Kurs leicht über die Marke von 12,20 EUR. Die Zerschlagungsstrategie scheint beim Kapitalmarkt also nach wie vor gut anzukommen. Hier wird versucht, verborgenes Potenzial sichtbar zu machen. Auch charttechnisch könnte dies gelingen, wenn die Marke bei 12,60 EUR überwunden wird, dann lockt vielleicht tatsächlich die Marke von 16 EUR, die bei einigen Analysten als Kursziel dient.

    Während in Essen harter Stahl und komplexe Umstrukturierungen den Alltag dominieren, surft man beim US-Datenanalyse-Spezialisten Palantir auf der gewaltigen Welle der Digitalisierung. Das Softwareunternehmen hat kürzlich Quartalsergebnisse vorgelegt, die die Marktteilnehmer restlos überzeugten und sogar deren Erwartungen übertrafen. Die Zahlen spiegeln wider, wie unverzichtbar komplexe Analysewerkzeuge in einer zunehmend datengetriebenen Welt geworden sind.
    Bei der Profitabilität hat Palantir kräftig zugelegt. Nach US-Rechnungslegungsstandard GAAP blieb ein Nettogewinn von gut 1,06 Milliarden USD hängen, was einer Marge von 55 % entspricht. Die bereinigte operative Marge kletterte sogar auf 62 %. Auch beim Neugeschäft lief es rund: Palantir schloss 220 Verträge im Wert von mindestens 1 Million USD ab, der gesamte Auftragswert aus dem US-Geschäft stieg um 153 % auf einen Rekordwert von 2,13 Milliarden USD.
    Das Management hat einmal mehr bewiesen, dass man nicht nur Visionen verkaufen kann, sondern diese auch in handfeste Resultate übersetzt. Solche top Zahlen beflügeln die ganze Branche rund um Software und KI.

    Zefiro Methane: Ein Gewinner der Energiewende

    Apropos Digitalisierung und Datenhunger: Genau hier schließt sich ein überaus spannender Kreis zu unserem dritten Wert. Die boomende Technologiebranche erfordert riesige Rechenzentren, und diese wiederum benötigen gewaltige Mengen an Energie. Die amerikanische Energieinfrastruktur muss in den kommenden 5 Jahren schätzungsweise 1,4 Billionen USD investieren, um diesen enormen Bedarf zu decken. Und genau an diesem Nadelöhr positioniert sich Zefiro Methane als Problemlöser.

    Das Unternehmen ist darauf spezialisiert, stillgelegte und verwahrloste Öl- und Gasquellen fachgerecht zu versiegeln. Wie am 30. Juni 2026 bekannt wurde, profitiert Zefiro davon, dass eben jene Infrastrukturprojekte für neue Kraftwerke immer wieder durch unentdeckte Alt-Bohrlöcher blockiert werden. So rettete Zefiro beispielsweise im US-Bundesstaat Pennsylvania den Zeitplan für die Umrüstung eines Kohlekraftwerks, indem man rasch neun alte Gasquellen sicher verschloss.
    Auch in Lake Charles in Louisiana wurde ein Millionenprojekt für ein privates Energieinfrastruktur-Vorhaben durch die Sanierung von neun weiteren Quellen sogar drei Wochen vor dem Zeitplan erfolgreich abgewickelt.
    Zefiro baut sich hier fernab des öffentlichen Radars eine hochprofitable Nische im privaten Sektor auf.

    https://youtu.be/nNodjcqNJMM

    Doch auch das klassische Behördengeschäft brummt bei Zefiro Methane derzeit. Die Tochtergesellschaft Plants & Goodwin (P&G) konnte sich erst Mitte Juni weitere staatlich finanzierte Aufträge im Wert von rund 2,4 Millionen USD im Bundesstaat Ohio sichern. Dabei geht es um die Sanierung von insgesamt zwölf verwaisten Bohrlöchern in den Regionen Lorain (mit den Projekten Lorain 8F und Lorain 11F) und Gallia. Diese Projekte werden durch die üppigen Fördermittel des sogenannten Infrastructure Investment and Jobs Act (IIJA) gespeist, welcher gigantische 4,7 Milliarden USD für genau diesen Zweck bereithält. Die Tatsache, dass P&G bei zwei dieser Projekte einer von nur zwei Bietern war, unterstreicht die starke Marktstellung und die enormen Eintrittsbarrieren in dieser Branche.

    Mit einem adressierbaren Markt von über 2,2 Millionen verwaisten Bohrlöchern in den USA blickt Zefiro auf ein nahezu endloses Auftragspotenzial. Parallel dazu generiert das Unternehmen lukrative Einnahmen aus der Erzeugung von Emissionszertifikaten, für die man bereits namhafte Abnehmer wie Mercuria Energy America und EDF Trading gewinnen konnte.
    Ein weiterer Erfolg gelang dem Management am 14. Juli mit der Bekanntgabe einer wegweisenden Partnerschaft mit der renommierten Well Done Foundation (WDF). Diese gefeierte Non-Profit-Organisation hat sich landesweit einen Namen gemacht und wird nun Zefiro als bevorzugten Dienstleister für ihre Projekte in 13 US-Bundesstaaten priorisieren.

    Den Auftakt bilden zehn Bohrlöcher im Deep Fork National Wildlife Refuge in Oklahoma, unweit von Tulsa. Durch die gemeinsame Nutzung eines Betriebshofs im nahegelegenen Okmulgee verankert sich Zefiro nun tief in einem der wichtigsten Öl- und Gasstaaten Amerikas. CEO Catherine Flax betonte, dass diese Kooperation dem Unternehmen nicht nur ein stetiges Geschäftsvolumen in neuen Märkten garantiert, sondern Zefiro auch gut positioniert, um künftig noch mehr Regierungsaufträge in Oklahoma an Land zu ziehen.

    Charttechnischer Ausblick:

    All diese operativen Dinge spiegeln sich natürlich auch im Chartbild der Zefiro Methane Aktie wider, wenngleich das Papier aktuell noch etwas Anlauf für den nächsten großen Sprung nimmt. Erinnern wir uns etwas zurück:

    Nach einem fulminanten Anstieg von 0,20 CAD im Oktober 2025 schoss der Kurs bis auf beachtliche 0,80 CAD in der Spitze im Mai 2026 hoch. Seit diesem Lauf wird der Anstieg in einer lehrbuchhaften Keilformation auskorrigiert. Aktuell notiert der Kurs bei 0,62 CAD. Nach unten ist der Wert durch eine horizontale Unterstützungslinie recht gut abgesichert. Die Spannung steigt nun spürbar an, denn bei einem Sprung über die Hürde von 0,65 bis 0,66 CAD wäre der Ausbruch quasi gelungen.

    Bei 0,65 – 0,66 CAD könnte der Breakout vollzogen werden!

    Mit neuem Momentum ausgestattet, könnte die Aktie dann relativ zügig wieder in Richtung ihres alten Hochs bei 0,80 CAD marschieren. Gelingt auch dieser Anstieg, ist nach oben hin reichlich Luft bis zur magischen, runden Marke von 1,00 CAD. Für Anleger könnte sich hier ein äußerst reizvolles Chance-Risiko-Verhältnis ergeben.

    Fazit

    Thyssenkrupp erfordert von seinen Anlegern noch etwas Geduld, liefert aber mit der geplanten Abspaltung von TK Accelis konkrete Argumente für stille Wertreserven, die nun gehoben werden sollen. Palantir demonstriert eindrucksvoll, wie man als etablierter Technologie-Player mit top Zahlen Vertrauen am Markt schafft. Das Umweltunternehmen Zefiro bearbeitet bodenständige, handfeste Probleme der Industrie, ist aber gleichzeitig durch den massiven Energiebedarf der Tech-Welt und starke staatliche Förderprogramme in einem echten Wachstumsmarkt positioniert. Die Aktie präsentiert sich nach der gesunden Konsolidierung charttechnisch in einer interessanten Verfassung und möglicherweise vor einem Breakout.


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    Der Autor

    Matthias Schomber

    Aufgewachsen im hessischen Gießen, entdeckte Matthias Schomber schon in den frühen 1990er Jahren seine Leidenschaft für die Finanzmärkte – in einer Zeit, als der Börsenhandel noch eher ein Metier für echte, eingefleischte Börsianer war. Er arbeitete dort nach seiner Banklehre für ein Privatbankhaus und erlebte auf dem Frankfurter Börsenparkett live und hautnah den Aufstieg und Fall des Neuen Marktes mit und zog daraus Lektionen, die bis heute sein Denken als Trader, Autor und Handelssystementwickler prägen.

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    Während der deutsche Chip-, Halbleiter- und Technologiesektor nach einer rasanten Berg- und Talfahrt schwere Dämpfer verkraften muss, richten Investoren ihren Blick auch auf andere Bereiche. Der Halbleiterriese Infineon kämpft nach seinem fulminanten Anstieg derzeit mit massiven Kursrücksetzern, obwohl asiatische Milliarden-Abkommen eher für Rückenwind sorgen sollten. Gleichzeitig sucht auch der Spezialist LPKF Laser & Electronics nach einer stabilen Bodenbildung in einem schwankungsintensiven Marktumfeld. Während diese oder auch andere etablierte Hightech-Titel ihre Gewinne wieder abgeben uns heftig ins Straucheln geraten, baut sich in kleineren Nebenwerten womöglich eine neue Wachstumsstory auf. Das kanadische Unternehmen Strategic Resources positioniert sich mit wegweisenden Genehmigungsschritten in Quebec und Partnerschaften in Finnland als Akteur für Grünen Stahl und Batteriemetalle. Stehen wir vor der großen Wende an den Tech-Märkten und bietet die Aktie von Strategic Resources sogar das Potenzial für eine mögliche Kursverdopplung?

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