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06.08.2026 | 05:00

Milliardenverlust bei Biontech, TeamViewer hofft auf Wende, Lahontan Gold vor dem großen Ausbruch?

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Bildquelle: Pixabay

Willkommen zu einem heutigen Marktbericht mit 3 Aktien in unterschiedlichen Situationen! Da ist einerseits das Mainzer Vorzeigeunternehmen Biontech, das nach dem großen Corona-Boom nun mit einem massiven Gewinneinbruch und dem schmerzhaften Abschied seiner prominenten Gründer kämpft. Auf der anderen Seite ringt der Software-Entwickler TeamViewer um neues Vertrauen und setzt voll auf einen radikalen Umbau, der schon jetzt erste zarte Früchte zu tragen scheint. Doch während bei diesen beiden bekannten Tech- und Pharma-Firmen teils auch noch die Unsicherheit regiert, braut sich bei einem kleinen, aber feinen Rohstoffwert möglicherweise etwas Großes zusammen. Lahontan Gold liefert extrem spannende Bohrergebnisse und könnte in Kürze vor einem charttechnischen Breakout stehen. Werfen wir einen genauen Blick auf diese Unternehmen und finden heraus, wo die echten Chancen lauern. Hier lesen Sie weiter:

Lesezeit: ca. 5 Min. | Autor: Matthias Schomber
ISIN: BIONTECH SE SPON. ADRS 1 | US09075V1026 , LAHONTAN GOLD CORP | CA50732M1014 | TSXV: LG , OTCQB: LGCXF , TEAMVIEWER AG INH O.N. | DE000A2YN900

Inhaltsverzeichnis:


     

    Der Autor

    Matthias Schomber

    Aufgewachsen im hessischen Gießen, entdeckte Matthias Schomber schon in den frühen 1990er Jahren seine Leidenschaft für die Finanzmärkte – in einer Zeit, als der Börsenhandel noch eher ein Metier für echte, eingefleischte Börsianer war. Er arbeitete dort nach seiner Banklehre für ein Privatbankhaus und erlebte auf dem Frankfurter Börsenparkett live und hautnah den Aufstieg und Fall des Neuen Marktes mit und zog daraus Lektionen, die bis heute sein Denken als Trader, Autor und Handelssystementwickler prägen.

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    Aktien-Cloud

    Biontech: Der schmerzhafte Weg zurück in die Realität

    Biontech war einst der uneingeschränkt hell-strahlende Stern am deutschen Aktienhimmel als die Corona-Krise das Tagesgeschehen an den Börsen bestimmte. Doch die harte Realität der Post-Corona-Ära hat das Mainzer Unternehmen eingeholt. Die Zahlen des abgelaufenen zweiten Quartals lesen sich für viele Beobachter nicht ganz so toll. Das Unternehmen verbucht einen satten Nettoverlust von stolzen 820,8 Millionen EUR. Der Vorstand sah sich infolgedessen gezwungen, die ehrgeizige Umsatzprognose für das laufende Gesamtjahr auf 1,6 bis 1,9 Milliarden EUR zusammenzustreichen. Zuvor träumte man in den Führungsetagen noch von Erlösen deutlich jenseits der Zwei-Milliarden-Marke. Die schmerzhafte Konsequenz dieser Entwicklung zeigt sich nun in einem nahezu schonungslosen Sanierungsplan.
    Bis zu 1.860 Stellen sollen im Konzern gestrichen werden. Wichtige Standorte wie Marburg, Tübingen und Singapur stehen vor einem heftigen Rückzug aus der Produktion. Doch das eigentliche Drama spielt sich nicht nur dort, sondern auch an der Führungsspitze ab. Das einst weltweit gefeierte Gründerpaar Ugur Sahin und Özlem Türeci wird das Unternehmen bis Ende 2026 verlassen. Die Nachricht war heftig! Ab Februar 2027 soll Guido Oelkers das Ruder übernehmen und den Konzern durch diesen Umbruch navigieren. Mit einem Aktienkurs, der sich aktuell zäh um die 90 – 92 USD (77- 79 EUR) einpendelt, liegt das Papier noch deutlich unter dem Vorjahresniveau.
    Dennoch ist Biontech noch lange nicht abgeschrieben, denn die Kriegskasse ist mit 16,6 Milliarden EUR prall gefüllt. Dieses Polster gibt dem Unternehmen die dringend benötigte Zeit, um die zahlreichen laufenden Phase-3-Studien in der Onkologie in Ruhe voranzutreiben. Ein erster Lichtblick könnte eine anstehende Meilensteinzahlung aus einer Kooperation sein, die ersehnte positive Impulse liefern würde. Es bleibt aber ein hartes Spiel auf Zeit, bei dem die Nerven der Aktionäre weiterhin aufs Äußerste strapaziert werden dürften.
    Von den Laboren in Mainz wechseln wir nun in die digitale Welt der Fernwartung zu TeamViewer. Auch bei unserem zweiten Kandidaten weht aktuell ein rauer Wind, doch die Vorzeichen deuten hier auf einen ganz anderen Wandel hin.

    TeamViewer: Im Umbau mit Morgenluft

    Die Aktie des Göppinger Software-Spezialisten TeamViewer glich etliche Monate lang einer Trauerfahrt. Dann aber wurde die Wende bei knapp über 4 EUR eingeleitet. Nach den jüngsten Quartalszahlen kam es aber nochmal zu einem Rücksetzer. Der Kurs rutschte zeitweise um fast 10 % ab und notiert aktuell aber wieder weiter oben im Bereich von gut 6,55 EUR. Viele kurzfristig orientierte Anleger reagierten zunächst sichtlich enttäuscht auf die eher verhaltenen Umsatzentwicklungen. Doch wer genauer hinter die Kulissen blickt, erkennt, dass TeamViewer sein angestammtes Geschäftsmodell intensiv umbaut und sich ab sofort verstärkt auf die lukrativen und loyalen Großkunden fokussiert.
    Die flächendeckende Einführung der neuen Plattform TeamViewer ONE gilt dabei als absolut zentraler Baustein für die zukünftige Strategie. Branchenkenner werten den Anlauf dieser Plattform als Beleg dafür, dass die strategische Neuausrichtung allmählich zu greifen beginnt. Analysten zeigen sich trotz der kurzfristigen Kursturbulenzen durchaus optimistisch gestimmt. So hob eine namhafte Bank ihr Kursziel jüngst mutig auf 9 EUR an und sprach eine Kaufempfehlung aus. Die Finanzexperten sehen bereits erste Anzeichen dafür, dass sich die wichtigen wiederkehrenden Erlöse in der Großkundensparte bald spürbar beschleunigen könnten.
    TeamViewer steht ohne Zweifel an einem Scheideweg. Der tiefgreifende Umbau verlangt den Investoren Geduld ab, doch die langfristigen Chancen auf ein nachhaltiges Comeback sind intakt. Die kommenden Quartale werden jedoch offenlegen müssen, ob das gewonnene Vertrauen der Analysten tatsächlich gerechtfertigt ist. Charttechnisch könnte die Aktie Richtung 8 EUR laufen, denn dort begann im vergangenen Jahr der heftige Abverkauf. Meist wird dies noch später auskorrigiert.
    Während Biontech und TeamViewer mit den Schatten der Vergangenheit und mühsamen Umstrukturierungen kämpfen, zieht es uns nun nach Nevada, genauer gesagt zu Lahontan Gold.

    Lahontan Gold: „Wüstengold“ mit charttechnischem Potenzial

    Das Explorationsunternehmen treibt die Entwicklung seines Flaggschiff-Projekts, der Santa Fe Mine in Nevada, voran. Der Aktienkurs hat in den vergangenen Monaten eine wahrlich wilde Fahrt hingelegt. Nach einem fulminanten Anstieg von überschaubaren 0,10 CAD im August 2025 schoss das Papier bis auf stolze 0,52 CAD im März 2026 in der Spitze nach oben. Ein wahrer Traum für frühe Investoren. Seitdem wird dieser massive Anstieg in einer klassischen Keilformation Stück für Stück auskorrigiert. Der aktuelle Kurs pendelt sich bei etwa 0,33 CAD ein.
    Charttechnisch wird es aber genau jetzt extrem spannend. Bei einem Überwinden der kritischen Marke von 0,38 bis 0,39 CAD wäre der Ausbruch quasi eindrucksvoll gelungen. Die Aktie könnte dann mit völlig neuem Momentum direkt wieder in Richtung des alten Hochs bei 0,52 CAD steigen. Darüber hinaus eröffnet sich auf dem Chartfenster sogar nahezu unbegrenzte Luft bis zu einer Kurszone von 0,75 bis 0,80 CAD. Nach unten hin ist der Wert recht gut durch eine horizontale Kaufzonen-Unterstützungs-Linie supportet.

    Hier könnte sich demnächst ein Breakout vollziehen!

    Doch nicht nur der Chart spricht eventuell mehr, auch die fundamentalen Entwicklungen liefern gute Argumente. Das Management verkündete zuletzt, dass man voll im Zeitplan liege, um im Jahr 2027 mit dem eigentlichen Bau der Mine zu beginnen. Bis zu diesem Zeitpunkt wurden im laufenden Jahr bereits 87 Bohrlöcher erfolgreich und sicher abgeschlossen. Besonders die jüngste Entdeckung der neuen Zone Slab West, die nach wie vor in sämtliche Richtungen offenbleibt, beflügelt die Fantasie der Investoren. Die mit Hochspannung erwartete aktualisierte Ressourcenschätzung sowie eine erneuerte vorläufige wirtschaftliche Bewertung stehen nun wohl bald vor der Veröffentlichung.
    Zudem legte das Unternehmen mit weiteren Bohrergebnissen kräftig nach. Aus dem Bereich Calvada Central meldete man einen Top-Treffer über knapp 31 Meter mit einem Gehalt von 0,93 Gramm Gold pro Tonne. Das wirklich Bemerkenswerte daran ist die Tatsache, dass dieses spezielle Bohrloch eigentlich nur für die Sammlung einfacher geotechnischer Daten vorgesehen war. Es durchteufte jedoch punktgenau den Kern der Lagerstätte.

    Kurz darauf überraschte Lahontan die Märkte erneut, denn bei der gezielten Untersuchung einer historischen Halde stieß man auf unerwartet hohe Grade von 2,40 Gramm Gold und über 50 Gramm Silber pro Tonne über fast zehn Meter. Diese alten Halden, auf denen sich Millionen Tonnen Gestein türmen, könnten sich bald als eine äußerst lukrative und kostengünstige Quelle für zukünftige Einnahmen erweisen. Das Management beweist hier ein erstaunlich gutes Händchen dafür, längst vergessene Werte effizient zu heben.

    Fazit:

    Wir haben drei vollkommen unterschiedliche Aktien uns angeschaut und näher beleuchtet. Biontech steht vor einem historischen Umbruch. Der schmerzliche Verlust der Gründer und die schrumpfenden Erlöse erfordern von den Anlegern gute Nerven, auch wenn das dicke Finanzpolster vorerst das Schlimmste abwendet.
    TeamViewer hingegen versucht sich durch einen Fokus auf zahlungskräftige Großkunden aus der Schwächephase zu ziehen. Die Analysten wittern bereits Morgenluft, doch der finale Beweis für nachhaltig steigendes Wachstum muss erst noch erbracht werden.
    Lahontan Gold präsentiert sich in diesem Trio als aussichtsreiche Aktie. Die charttechnische Ausgangslage präsentiert sich für risikobereite Anleger vielversprechend, und die operativen Fortschritte in Nevada überzeugen. Wer einen gut geführten Goldentwickler mit starkem Momentum und einer recht soliden Absicherung nach unten sucht, findet in Lahontan Gold eine äußerst interessante Depotbeimischung.


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    Der Autor

    Matthias Schomber

    Aufgewachsen im hessischen Gießen, entdeckte Matthias Schomber schon in den frühen 1990er Jahren seine Leidenschaft für die Finanzmärkte – in einer Zeit, als der Börsenhandel noch eher ein Metier für echte, eingefleischte Börsianer war. Er arbeitete dort nach seiner Banklehre für ein Privatbankhaus und erlebte auf dem Frankfurter Börsenparkett live und hautnah den Aufstieg und Fall des Neuen Marktes mit und zog daraus Lektionen, die bis heute sein Denken als Trader, Autor und Handelssystementwickler prägen.

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