Menü schließen




08.03.2026 | 09:33

Almonty Industries profitiert vom neuen Rüstungszyklus von Lockheed Martin, Boeing, Northrop Grumman, Raytheon und BAE Systems

  • Investments
Bildquelle: pixabay.com

Die geopolitische Lage verändert derzeit nicht nur die Sicherheitsarchitektur der Welt, sondern auch die Rohstoffmärkte. In den USA hat Präsident Donald J. Trump nach einem Treffen mit den größten Rüstungsherstellern des Landes angekündigt, die Produktion moderner Waffensysteme massiv auszuweiten. Vertreter von Unternehmen wie Lockheed Martin, Boeing, Northrop Grumman, Raytheon oder BAE Systems erklärten, dass die Produktion kritischer Munition vervierfacht werden soll. Für Investoren steht dabei eine entscheidende Frage im Raum: Woher kommen die Rohstoffe, die für diese Aufrüstung benötigt werden? Einer der wichtigsten – und zugleich knappsten – Rohstoffe ist Wolfram. Genau hier rückt der international tätige Wolframproduzent Almonty Industries zunehmend in den Fokus.

Lesezeit: ca. 3 Min. | Autor: Mario Hose
ISIN: ALMONTY INDUSTRIES INC. | CA0203987072 , LOCKHEED MARTIN DL 1 | US5398301094 , BOEING CO. DL 5 | US0970231058 , NORTHROP GRUMMAN DL 1 | US6668071029

Inhaltsverzeichnis:


    Wolfram – das strategische Metall der modernen Industrie

    Wolfram gehört zu den härtesten und hitzebeständigsten Metallen der Welt und ist in zahlreichen Schlüsseltechnologien unverzichtbar. Es wird unter anderem in Hochleistungswerkzeugen, Turbinen, Elektronik, Raumfahrttechnik und insbesondere in der Rüstungsindustrie eingesetzt.

    Der Markt steht bereits heute unter Druck. Die Preise für das wichtigste Vorprodukt Ammonium-Paratungstat (APT) sind in den vergangenen Monaten deutlich gestiegen und erreichten Anfang 2026 Rekordniveaus von rund 940 USD pro Metric Ton Unit (MTU) und entspricht 10 kg - mittlerweile hat sich der Preis in den vergangenen Tagen auf 2.195 USD erhöht.

    Hintergrund sind unter anderem Exportbeschränkungen aus China sowie steigende industrielle Nachfrage. Da China weiterhin einen großen Teil der globalen Produktion kontrolliert, bemühen sich westliche Staaten verstärkt darum, alternative Lieferketten aufzubauen.

    Aufrüstung treibt die Nachfrage nach Wolfram

    Besonders deutlich wird die strategische Bedeutung des Metalls im Verteidigungssektor. Moderne Munitionssysteme enthalten häufig große Mengen Wolfram.

    Ein Beispiel sind die von Lockheed Martin produzierte GMLRS-Raketen mit Gefechtskopf, die pro Gefechtskopf rund 50 kg Wolfram enthalten. Bei einer aktuellen Produktion von etwa 16.000 Einheiten pro Jahr entspricht das bereits rund 800 Tonnen Wolfram.

    Sollte die Produktion – wie angekündigt – vervierfacht werden, würde der Bedarf um zusätzliche 2.400 Tonnen Wolfram steigen. Ein entscheidender Punkt: Dieses Wolfram wird im militärischen Einsatz verbraucht und nicht recycelt, im Gegensatz zu industriellen Anwendungen, bei denen ein großer Teil des Materials wiederverwertet wird. Damit verschwindet physisches Material dauerhaft vom Markt – ein Faktor, der die Angebotslage zusätzlich verknappen kann.

    Almonty Industries: Strategischer Produzent außerhalb Chinas

    In diesem Umfeld gewinnt Almonty Industries zunehmend an Bedeutung. Das Unternehmen gehört zu den wenigen westlichen Wolframproduzenten mit bestehenden und geplanten Produktionsstätten außerhalb Chinas. Almonty betreibt bereits Wolframminen in Europa und eines der strategisch wichtigsten neuen Projekte der Branche: die Sangdong-Mine in Südkorea. Diese gilt als eines der größten und hochwertigsten Wolframvorkommen der Welt außerhalb Chinas.

    Mit diesem Projekt positioniert sich Almonty als zentraler Bestandteil einer westlichen Lieferkette für kritische Rohstoffe. Gerade vor dem Hintergrund wachsender geopolitischer Spannungen wird eine unabhängige Versorgung mit strategischen Metallen immer wichtiger.

    Markt könnte vor neuem Preisschub stehen

    Der zusätzliche Bedarf aus dem Verteidigungssektor trifft auf einen ohnehin angespannten Markt. Analysten gehen deshalb davon aus, dass der Wolframpreis in den kommenden Jahren deutlich steigen könnte.

    Sollten sich die Produktionssteigerungen im Rüstungsbereich tatsächlich materialisieren, könnte der globale Markt für Wolfram unter erheblichen Druck geraten. Einige Marktbeobachter sehen daher mittelfristig deutlich höhere Preise als heute.

    Für Produzenten wie Almonty Industries bedeutet das eine äußerst interessante Ausgangslage: steigende Nachfrage, begrenztes Angebot und eine strategische Bedeutung für westliche Industrienationen.

    Fazit

    Der globale Rüstungszyklus und die zunehmende geopolitische Rivalität verändern die Rohstoffmärkte fundamental. Wolfram entwickelt sich dabei immer stärker zu einem strategischen Schlüsselmetall. Mit seinen bestehenden Minen und dem bedeutenden Sangdong-Projekt steht Almonty Industries genau an der Schnittstelle dieser Entwicklung.

    Während die Nachfrage aus Industrie, Hightech und Verteidigung steigt, bleibt das Angebot begrenzt. Für Investoren könnte Almonty daher einer der interessantesten Profiteure des neuen Rohstoffzyklus im Bereich kritischer Metalle sein.

    In den vergangenen Tagen haben verschiedene Analysten ihre Kursziele für die Almonty Aktien nach oben angepasst: D.A. Davidson erhöht das Kursziel von zuvor 18,00 USD auf 25,00 USD und bestätigt das BUY-Rating. Cantor Fitzgerald erhöht von 14,50 USD auf 25,80 USD und bleibt ebenfalls beim BUY-Rating. Am Freitag gingen die Aktien zu 18,72 USD ins Wochenende.

    Almonty Industries Inc., Chart 6 Monate in USD an der NASDAQ, Stand: 08. März 2026, Quelle: LSEG

    Interessenskonflikt

    Gemäß §85 WpHG weisen wir darauf hin, dass die Apaton Finance GmbH sowie Partner, Autoren oder Mitarbeiter der Apaton Finance GmbH (nachfolgend „Relevante Personen“) derzeit Aktien oder andere Finanzinstrumente der genannten Unternehmen hält bzw. halten und auf deren Kursentwicklungen spekulieren. Sie beabsichtigen insofern Aktien oder andere Finanzinstrumente der Unternehmen zu veräußern bzw. zu erwerben (nachfolgend jeweils als „Transaktion“ bezeichnet). Transaktionen können dabei den jeweiligen Kurs der Aktien oder der sonstigen Finanzinstrumente des Unternehmens beeinflussen.
    Es besteht insofern ein konkreter Interessenkonflikt bei der Berichterstattung zu den Unternehmen.

    Die Apaton Finance GmbH ist daneben im Rahmen der Erstellung und Veröffentlichung der Berichterstattung in entgeltlichen Auftragsbeziehungen tätig.
    Es besteht auch aus diesem Grund ein konkreter Interessenkonflikt.
    Die vorstehenden Hinweise zu vorliegenden Interessenkonflikten gelten für alle Arten und Formen der Veröffentlichung, die die Apaton Finance GmbH für Veröffentlichungen zu Unternehmen nutzt.

    Risikohinweis

    Die Apaton Finance GmbH bietet Redakteuren, Agenturen und Unternehmen die Möglichkeit, Kommentare, Interviews, Zusammenfassungen, Nachrichten u. ä. auf zukunftsbilanzen.de zu veröffentlichen. Diese Inhalte dienen ausschließlich der Information der Leser und stellen keine Handlungsaufforderung oder Empfehlungen dar, weder explizit noch implizit sind sie als Zusicherung etwaiger Kursentwicklungen zu verstehen. Die Inhalte ersetzen keine individuelle fachkundige Anlageberatung und stellen weder ein Verkaufsangebot für die behandelte(n) Aktie(n) oder sonstigen Finanzinstrumente noch eine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von solchen dar.

    Bei den Inhalten handelt es sich ausdrücklich nicht um eine Finanzanalyse, sondern um journalistische oder werbliche Texte. Leser oder Nutzer, die aufgrund der hier angebotenen Informationen Anlageentscheidungen treffen bzw. Transaktionen durchführen, handeln vollständig auf eigene Gefahr. Es kommt keine vertragliche Beziehung zwischen der der Apaton Finance GmbH und ihren Lesern oder den Nutzern ihrer Angebote zustande, da unsere Informationen sich nur auf das Unternehmen beziehen, nicht aber auf die Anlageentscheidung des Lesers oder Nutzers.

    Der Erwerb von Finanzinstrumenten birgt hohe Risiken, die bis zum Totalverlust des eingesetzten Kapitals führen können. Die von der Apaton Finance GmbH und ihre Autoren veröffentlichten Informationen beruhen auf sorgfältiger Recherche, dennoch wird keinerlei Haftung für Vermögensschäden oder eine inhaltliche Garantie für Aktualität, Richtigkeit, Angemessenheit und Vollständigkeit der hier angebotenen Inhalte übernommen. Bitte beachten Sie auch unsere Nutzungsbedingungen.


    Der Autor

    Mario Hose

    In Hannover geboren und aufgewachsen, verfolgt der Niedersachse die gesellschaftliche und wirtschaftliche Entwicklung rund um den Globus. Als leidenschaftlicher Unternehmer und Kolumnist erklärt und vergleicht er die verschiedensten Geschäftsmodelle sowie Märkte für interessierte Börsianer.

    Mehr zum Autor



    Weitere Kommentare zum Thema:

    Kommentar von Jens Castner vom 18.08.2026 | 04:30

    HPQ Silicon, Wacker Chemie, Cabot: Drei Aktien, ein Material – und ein Milliardenmarkt, den kaum jemand kennt

    • Spezialchemie
    • Batteriematerialien
    • Halbleiter
    • Umweltschutz
    • Investments
    • Pyrogene Kieselsäure
    • Fumed Silica
    • HPQ Silicon
    • Wacker Chemie
    • Cabot
    • Drohnen

    Es steckt in Zahnpasta, in Autoreifen und in der Lackschicht des Küchenschranks, doch kaum ein Anleger hat je davon gehört. Pyrogene Kieselsäure ist ein unscheinbares weißes Pulver, das seit Jahrzehnten unbemerkt ganze Industrien zusammenhält, von der Kosmetik über Klebstoffe bis zur Lebensmittelproduktion. Diesen milliardenschweren Nischenmarkt teilen wenige etablierte Konzerne unter sich auf, allen voran Wacker Chemie und dessen US-Gegenspieler Cabot – zwei Namen, die an der Börse für Solidität und Größe stehen. Ab sofort mischt ein kleiner kanadischer Herausforderer mit: HPQ Silicon will mit einem neuartigen, günstigeren Herstellungsverfahren in den Markt drängen und hat parallel noch einen zweiten, mindestens ebenso spannenden Pfeil im Köcher.

    Zum Kommentar

    Kommentar von Matthias Schomber vom 07.08.2026 | 05:00

    Telekom, Deutsche Bank & Power Metallic Mines: Solide Cashflows, Kursrally und eine 200 %-Chance!

    • Gold
    • Kupfer
    • Polymetalle
    • Nickel
    • Telekom
    • ki
    • Bank
    • Investments
    • Investmentbanking
    • zins

    Die Schwergewichte im DAX glänzen derzeit mit starken Quartalszahlen. In Kanada braut sich eine hochspannende Rohstoff-Story zusammen. Die Deutsche Telekom überzeugt mit beschleunigtem Wachstum und gehobenen Cashflow-Zielen. Die Deutsche Bank steht dank glänzender Zahlen im Investmentbanking vor einer spürbaren Neubewertung. Der Explorer Power Metallic Mines überzeugt in Quebec mit außergewöhnlichen Polymetall-Funden. Kann der kleine Rohstoffwert die deutschen Konzernriesen in Sachen Rendite in den Schatten stellen? Wir haben die Kennzahlen, die jüngsten Unternehmensnews und die aktuellen Chartbilder genauer unter die Lupe genommen.

    Zum Kommentar

    Kommentar von Jens Castner vom 31.07.2026 | 04:45

    Neu im Index und gleich abgestraft: Hochtief, Almonty Industries, AT&S und Marvell Technology im Härtetest

    • Rechenzentren
    • Bergbau
    • Halbleiter
    • KI
    • Verteidigung
    • Indizes
    • DAX
    • Russell 1000
    • Stoxx 600
    • S&P 500
    • Hochtief
    • Almonty
    • AT&S
    • Marvell
    • Wolfram
    • Anlagestrategie
    • Investments

    Eine Indexaufnahme gilt als Ritterschlag. Doch Ende Juni wurde sie für gleich vier Börsenstars zur Falle. Wer auf DAX-Neuling Hochtief, den Wolfram-Hoffnungsträger Almonty Industries oder die KI-Raketen AT&S und Marvell Technology setzte, erlitt innerhalb weniger Wochen zweistellige Kursverluste. Kein Zufall, sondern ein Mechanismus, den Anleger kennen sollten – und aus dem sich womöglich neue Einstiegschancen ergeben. Wir haben die vier Aktien unter die Lupe genommen und die aktuellen Notierungen mit den Kurszielen der Analysten verglichen.

    Zum Kommentar