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28.07.2026 | 05:00

TUI, Xiaomi und Desert Gold: Sommerflaute ade, Chipkrise und goldene Zukunft? Wo Anleger jetzt zuschlagen können!

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Bildquelle: pixabay

Nachfolgend schauen wir uns drei Unternehmen aus unterschiedlichen Branchen an. So den Touristikkonzern TUI, den chinesischen Technologieanbieter Xiaomi sowie das Rohstoffunternehmen Desert Gold Ventures. Während TUI von einer anhaltenden Erholung der Reisebranche profitieren sollte, steht Xiaomi aufgrund gestiegener Komponentenkosten im Kerngeschäft unter Margendruck, versucht jedoch mit seiner neuen Elektroauto-Sparte neue Wege für künftige Gewinne zu erschließen. Desert Gold Ventures wiederum steht vor dem Übergang von der Exploration zur aktiven Goldproduktion. Wir schauen uns die aktuellen Kennzahlen, Kursziele und fundamentalen Entwicklungen der drei Werte für Sie an.

Lesezeit: ca. 4 Min. | Autor: Matthias Schomber
ISIN: DESERT GOLD VENTURES | CA25039N4084 | TSXV: DAU , OTCQB: DAUGF , TUI AG NA O.N. | DE000TUAG505 , XIAOMI CORP. CL.B | KYG9830T1067

Inhaltsverzeichnis:


     

    Der Autor

    Matthias Schomber

    Aufgewachsen im hessischen Gießen, entdeckte Matthias Schomber schon in den frühen 1990er Jahren seine Leidenschaft für die Finanzmärkte – in einer Zeit, als der Börsenhandel noch eher ein Metier für echte, eingefleischte Börsianer war. Er arbeitete dort nach seiner Banklehre für ein Privatbankhaus und erlebte auf dem Frankfurter Börsenparkett live und hautnah den Aufstieg und Fall des Neuen Marktes mit und zog daraus Lektionen, die bis heute sein Denken als Trader, Autor und Handelssystementwickler prägen.

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    TUI: Der Traum vom Reisen

    Das sanfte Rauschen des Meeres und unvergessliche Momente unter südlicher Sonne. Das zeigt uns die Werbung, wenn es ums Reisen geht. Kaum etwas weckt in uns so tiefe, wundervolle Emotionen. Das spielt TUI in die Karten, denn TUI spielt damit, nicht nur einfach Flüge und Hotels zu verkaufen, sondern Lebensträume für die Menschen anzubieten. Aktuell spürt man die ungebrochene Reiselust der Menschen und die Buchungszahlen füllen die Flieger. An der Börse sieht es aber noch anders aus. Die Aktie kämpft derzeit um die Marke von 7 EUR, doch das wahre Potenzial könnte viel gewaltiger sein, denn namhafte Analysten wie die Experten von Barclays sehen das Kursziel bei 10 EUR. Das ist noch einiges an Luft nach oben für die Aktie, die nach richtig schweren Zeiten nun wieder wie ein Phönix aus der Asche emporsteigen könnte. Wer in TUI investiert, investiert in das Bedürfnis der Menschen, die Welt zu entdecken. Um in Richtung 10 EUR zu steigen, müsste die Aktie aber zunächst erst einmal die Hürde bei 7,60 EUR überwinden, denn dann hätte sie sowohl den 50er als auch den 200er SMA überwunden. Dann wäre sie per Definition im Aufwärtstrend. Nach unten ist es aber wichtig, dass die Aktie nicht mehr unter 6,50 EUR fällt, denn dann könnte sich das Tor Richtung 5,50 – 6,00 EUR auftun. Sofern die Buchungsdynamik im laufenden Geschäftsjahr anhält, bietet sich für Anleger bei TUI eine Chance auf ein operatives und kursseitiges Erholungsszenario im weltweiten Touristikmarkt. Spannend und interessant!

    Xiaomi: Margenfresser

    Von den Stränden des Mittelmeers und anderer Urlaubsregionen führt uns der Weg direkt in die Tech-Metropolen Chinas. Hier weht ein deutlich rauerer Wind. Der asiatische Technologiegigant Xiaomi ist derzeit in einer herausfordernden Transformationsphase. Zwar verfügt das Unternehmen über eine riesige Rückkaufreserve von rund 17,8 Milliarden HKD, doch das operative Kerngeschäft gerät immer mehr unter Druck. So verzeichnete die Smartphone-Sparte einen schmerzhaften Umsatzrückgang von über 12 % auf 44,3 Milliarden CNY. Der Quartalsgewinn brach sogar um heftige 43 % ein. Hauptverantwortlich für diese Misere sind die stark gestiegenen Kosten für Speicherchips, die sich tief in die Margen fressen. Dennoch gibt es einen oder auch mehrere Lichtblicke am Horizont. So z. B. die neue Elektroauto-Sparte. Diese sorgt mit den frisch angekündigten SUV-Modellen SkyNomad N90 und N70 für frische Fantasie auf dem Markt. Auch wenn dieses Segment aktuell noch operative Verluste schreibt, wurde das Absatzziel auf nochmals erhöht. Bislang hat das Management das üppige Aktienrückkaufprogramm nur zu einem Bruchteil ausgeschöpft. Erst wenn sich die Chipkosten im dritten Quartal entspannen sollten, könnte die Aktie ihre aktuelle Schwächephase wohl wieder hinter sich lassen. Derzeit ist der Kurs immer noch im Abwärtstrend gefangen. Er notiert aktuell um die 3,20 EUR-Marke und hat von seinem letzten Tief vor wenigen Wochen bei 2,34 EUR schon einiges an Boden gut gemacht. Dennoch ist es noch ein langer Weg bis zum Hoch bei 7,34 EUR aus dem März letzten Jahres. Hier ist jetzt wohl erstmal Geduld gefragt.

    Desert Gold: Ein kommender Stern am Rohstoffhimmel

    Während Xiaomi mit den Margen ringt, bahnt sich im Westen Afrikas eine stille, aber möglicherweise recht lukrative Revolution an. Desert Gold Ventures ist ein spannender Akteur im Rohstoffsektor, der sich derzeit mit großen Schritten von einem reinen Explorer zu einem echten Produzenten wandeln möchte. Aktuell notiert das Papier bei recht unscheinbaren 0,105 CAD. Doch die charttechnische Ausgangslage verspricht eine gehörige Portion Spannung, denn fällt der Widerstand bei 0,15 CAD, ist reichlich Luft nach oben in Richtung der Marke von 0,30 CAD.

    Die Analysten von GBC gehen in ihrer Einschätzung sogar noch deutlich weiter und rufen ein ambitioniertes Kursziel von 0,95 CAD auf, was in etwa 0,59 EUR entspricht. Das ist zweifellos noch ein weiter Weg, doch das Erreichen von 0,30 CAD könnte bei anhaltend guten Nachrichten absolut drin sein.

    Die wichtige Marke liegt bei 0,15 CAD

    Der fundamentale Unterbau für diese Zuversicht festigt sich zusehends. Anfang Mai vermeldete das Management bedeutende Fortschritte auf dem Barani East Gelände. Dort wurden 52.000 Quadratmeter Fläche gerodet und für die neue Schwerkraftanlage vorbereitet. Eine Anlage, die 200 Tonnen pro Tag verarbeiten kann, wurde Ende April erfolgreich verladen. Die anvisierte Inbetriebnahme rückt wohl damit auch in greifbare Nähe. Diese Entwicklung verringert die Ausführungsrisiken des Projekts ganz erheblich.
    Begleitet werden diese Bautätigkeiten von einem Bohrprogramm, das am 27. April gestartet wurde. Mit insgesamt 4.250 Metern an Reverse-Circulation-Bohrungen über 46 Löcher nimmt das Unternehmen 5 vielversprechende Ziele ins Visier. Koussili, Gourbassi West North und Mogoyafara South sollen nicht nur die bekannte Mineralisierung erweitern, sondern auch das Ressourcenwachstum in unmittelbarer Minennähe vorantreiben.
    Ein Blick auf die vorläufige wirtschaftliche Bewertung, in Fachkreisen als PDA oder PEA bekannt, unterstreicht die Rentabilität des Vorhabens. Bei einem Basis-Goldpreis von 2.850 USD pro Unze weist die Studie einen beachtlichen Kapitalwert nach Steuern von 61 Millionen USD und eine interne Verzinsung von satten 57 % aus. Das sind richtig gute Zahlen. Desert Gold präsentiert sich somit als ein noch weitestgehend unentdeckter, aber überaus interessanter Wert mit einem klaren und vielversprechenden Plan und auch gemessen an der GBC-Analyse richtig viel Potenzial.

    Fazit:

    Zusammenfassend bieten sich hier Anlegern drei völlig unterschiedliche Aktien. TUI weckt Urlaubsträume und liefert eine mögliche Rebound-Chance für all jene, die an die Kraft der weltweiten Touristik und das Kursziel von Barclays glauben. Xiaomi hingegen verlangt wohl noch einiges an Geduld und gute Nerven. Der Weg vom schrumpfenden Smartphone-Markt hin zur zukunftsträchtigen E-Mobilität ist teuer, wird aber durch enorme Cash-Reserven abgesichert. Zum Abschluss bleibt Desert Gold. Das Unternehmen könnte wohl schon demnächst den Sprung zum Produzenten schaffen. Wer die Risiken des Minensektors realistisch einschätzt und auch spekulative Investments mag, könnte hier, auch dank des GBC-Kursziels, der PDA-Wirtschaftlichkeitsstudie und des interessanten Chartbildes, eine Chance auf ein attraktives Kurspotenzial vorfinden.


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    Der Autor

    Matthias Schomber

    Aufgewachsen im hessischen Gießen, entdeckte Matthias Schomber schon in den frühen 1990er Jahren seine Leidenschaft für die Finanzmärkte – in einer Zeit, als der Börsenhandel noch eher ein Metier für echte, eingefleischte Börsianer war. Er arbeitete dort nach seiner Banklehre für ein Privatbankhaus und erlebte auf dem Frankfurter Börsenparkett live und hautnah den Aufstieg und Fall des Neuen Marktes mit und zog daraus Lektionen, die bis heute sein Denken als Trader, Autor und Handelssystementwickler prägen.

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