18.03.2026 | 04:30
KI-Antreiber für Gas-Windkraft-Hype und Uran-Comeback: Power-Aktien-Portfolio mit RWE, Nordex und Standard Uranium
Der globale Energiehunger ist unersättlich geworden und wird auch die kommenden Jahre wohl unersättlich bleiben. Getrieben durch den rasanten Aufstieg der Künstlichen Intelligenz und eine stetig wachsende Weltbevölkerung, suchen Investoren pausenlos nach stabilen Pfeilern in der Stromversorgung. Ob massive Investitionen in den USA, deutsche Ingenieurskunst auf hoher See oder die unverzichtbare Grundlast durch Uran, der Markt ist in Bewegung. In diesem Artikel schauen wir uns die aktuelle Lage des Energieriesen RWE, die beeindruckende Aufholjagd des Windkraft-Spezialisten Nordex und die jüngsten, vielversprechenden Explorationserfolge von Standard Uranium an. Energie kommt nicht mehr einfach nur aus der Steckdose, sondern wird zum entscheidenden Faktor für Wohlstand und Rendite.
Lesezeit: ca. 3 Min.
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Autor:
Mario Hose
ISIN:
RWE AG INH O.N. | DE0007037129 , NORDEX SE O.N. | DE000A0D6554 , STANDARD URANIUM LTD | CA85422Q8487
Inhaltsverzeichnis:
Der Autor
Mario Hose
In Hannover geboren und aufgewachsen, verfolgt der Niedersachse die gesellschaftliche und wirtschaftliche Entwicklung rund um den Globus. Als leidenschaftlicher Unternehmer und Kolumnist erklärt und vergleicht er die verschiedensten Geschäftsmodelle sowie Märkte für interessierte Börsianer.
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RWE: US-Ambitionen und Rekordzahlen im Fokus
Der Essener Energiekonzern RWE hat das Geschäftsjahr 2025 mit Bravour gemeistert und präsentiert sich im März 2026 in einer Verfassung, die Aktionäre glücklich werden lässt. Mit einem bereinigten EBITDA von 5,1 Milliarden EUR und einem Nettoergebnis von 1,8 Milliarden EUR wurden die eigenen Prognosen punktgenau am oberen Ende erfüllt. Vorstandschef Markus Krebber lässt keinen Zweifel daran, dass dies erst der Anfang einer massiven Expansionswelle ist. Besonders der Blick über den Atlantik offenbart die strategische Neuausrichtung: Knapp die Hälfte der geplanten Nettoinvestitionen von insgesamt 35 Milliarden EUR bis zum Jahr 2031 soll in den US-Markt fließen.
RWE setzt dabei nicht mehr nur auf Wind und Solar. Um den steigenden Bedarf an flexibler Energie zu decken, investiert der Konzern in den USA verstärkt in Gas-Spitzenlastkraftwerke. Diese Strategie der technologischen Offenheit scheint aufzugehen, denn das bereinigte Ergebnis je Aktie soll von derzeit 2,48 EUR auf beeindruckende 4,40 EUR im Jahr 2031 steigen. Für die Anleger bedeutet das vor allem Planungssicherheit und eine attraktive Dividendenpolitik, die künftig jährlich um 10 % steigen soll. In Deutschland bleibt RWE ebenfalls am Drücker und plant, bis zu 3 Gigawatt an wasserstofffähigen Gaskraftwerken zu errichten, sofern die politischen Rahmenbedingungen stimmen.
Nordex: Der Wind dreht auf Rekordniveau
Während RWE die große strategische Keule schwingt, erlebt Nordex derzeit einen regelrechten Höhenflug an der Börse. Der Hamburger Windanlagenbauer hat sich eindrucksvoll zurückgemeldet und notiert aktuell mit 45,30 EUR auf dem höchsten Stand seit zwei Jahrzehnten. Allein im letzten Jahr konnte das Papier um über 150 % zulegen. Doch was steckt hinter dieser Euphorie? Klare Antwort: Es ist die Kombination aus vollen Auftragsbüchern und einer deutlich verbesserten Profitabilität. Ganz aktuell sorgt ein Großauftrag von der Ostseeinsel Fehmarn für Rückenwind. Hier wird Nordex 24 Windturbinen für Repowering-Projekte liefern, die eine Gesamtleistung von 136,8 Megawatt erbringen.
Das Besondere an diesem Deal ist nicht nur die reine Hardware. Nordex hat sich gleichzeitig einen Premium-Servicevertrag über 20 Jahre gesichert. Solche langfristigen Wartungsvereinbarungen sind für das Unternehmen genial, denn es hat damit über Jahrzehnte hinweg planbare und margenstarke Einnahmen. Nordex hat es geschafft, seine operative Marge zu verdoppeln und stellt für 2027 erstmals eine Dividende in Aussicht, ein weiterer Meilenstein in der Firmengeschichte. Trotz eines leicht überkauften Zustands laut einiger technischer Indikatoren bleibt die fundamentale Story intakt: Nordex ist vom Sorgenkind zum Renditebringer der Energiewende gereift. Momentum zeigt weiter nach oben, doch Vorsicht: Bäume wachsen nicht unbegrenzt in den Himmel!
Standard Uranium: Uran als Schlüssellösung für den Energiehunger durch KI
Wenn wir über den immensen Strombedarf sprechen, den Rechenzentren für KI-Anwendungen heute fordern, kommen wir an einer Energiequelle nicht vorbei: Uran. Hier rückt Standard Uranium ins Rampenlicht. Während Wind und Gas wichtige Säulen sind, liefert Uran die notwendige, CO2-arme Grundlast. Das Unternehmen hat im März 2026 wichtige Fortschritte gemeldet, die das Potenzial im kanadischen Athabasca-Becken unterstreichen. Am 10. März wurden vielversprechende Ergebnisse aus den Explorationsprogrammen bekannt, die zeigen, dass Standard Uranium auf dem richtigen Weg ist, bedeutende Ressourcen zu sichern.

Nur eine Woche später, gestern am 17. März, legte das Management nach und bestätigte die positive operative Entwicklung bei den laufenden Bohrprojekten. Das Unternehmen agiert in einem Marktumfeld, in dem Uran knapp wird und die Preise stabil nach oben tendieren. Standard Uranium zeichnet sich durch eine kluge Projektwahl und eine effiziente Exploration aus. Auch wenn es sich hierbei naturgemäß um ein spekulativeres Investment handelt als bei einem etablierten Versorger wie RWE, ist der Optimismus greifbar. Die Entdeckungen der letzten Wochen könnten das Fundament für eine langfristige Wertsteigerung legen, da die globale Nachfrage nach dem Kernbrennstoff durch den Neubau von Reaktoren weltweit massiv gestützt wird. Stichwort SMRs! Auch hier gibt es erste positive Stimmen aus Deutschland, genauer gesagt aus Bayern!
Hier das Video zu Standard Uranium und dem Einstiegspunkt, den Anleger gerne mal übersehen
Fazit
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass der Energiesektor derzeit so spannend ist wie lange nicht mehr. RWE überzeugt als stabiler Dividendenwert mit einer klaren Wachstumsstrategie in den USA und einem starken Fokus auf flexible Erzeugung. Nordex hingegen ist der dynamische Gewinner des Windkraft-Comebacks und besticht durch Großaufträge wie auf Fehmarn und eine verbesserte Marge. Wer jedoch den Blick auf die energetische Basis von morgen wirft, kommt an Standard Uranium nicht so einfach vorbei. Das Unternehmen zeigt sich nüchtern betrachtet in einer aussichtsreichen Position, um von der steigenden Urannachfrage zu profitieren. Die jüngsten News vom März belegen den operativen Erfolg und machen die Aktie zu einer interessanten Beimischung für Anleger, die auf den globalen Energiehunger setzen.
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